Full text : Rosenheimer Anzeiger. 63. Jahrngang (63)

Dienstag,  18.  Januat  1617
—

 

Aummer  I#  Rosenhelmer  Anzelger.
ulb  man  erwarte,  daß  i  at  ecer  Länge
um  167  Meilen  vversll1.  wei  iillerdings  -

machelcchdchtohuhgeucepusugungymunks
vers  im  Nordosten  von  Braila  bemerkbar,
wa  der  linke  Flügel  Macken'en  offenbar  nur  auf
ein  Beichen  zum  Vorgehen  warte,  während
seine  rechte  Armeegruppe  sich  bei  der  Denau-Dynau-Mündung
  immer  mehr  Bessarab:#en!
nöbere.  s«  -«

Wie  diplomatischen  Vertreter
der  Neutralen  in  Vukarest.

WTB.  Berlin,  14.  Januar.  (Amtlich.)  Die
neutralen  Regierungen,  die  diplomatische  Vertreter
  in  Bukarest  haben.  wurden  ersucht,  diese
abzuberusen,  da  nach  Abzug  der  rumänichen
Negierung  aus  Bukarest,  Einnahme  der  kestung
und  nach  Einsetzung  einer  militärischen  Verwaltung
  für  die  Ausübung  dipiomaticher
Funltionen  kein  Raum  mehr  bleide.  Die  neutralen
  Gesandten  verlieten  Bularest  am  15.  Januar
  in  einem  ihnen  zur  Veringung  geseellten
Cxtrazug.  Die  in  der  feindlichen  Presse  ausgestreuten
  Gerüchte  von  einer  Ausweisung  der  Gesandten
  und  die  daran  gelnüpften  hämischen
Kommentare  entbehren  jeder  Vegrundung.

Griechenland.

[Hriechenlands  Hilferuf
an  Wiisjon.

Athen,  14.  Januar.
chischen  Regierung  an  wif  son  gem:  eten  Note
heibt  es:  In  der  Tat  glbt  lein  Land,
das  unter  diesem  Kriege  eben  e.llen  rätte.
wic  Griechenland,  obwohl  es  den  Kampfe  serngeblieben
  ist.  Infolge  der  g##z  besonderen
geographischen  Lage  lonnte  "  jiechenland  ucnigen
  als  jedes  andere  neutrene  Land  sich  einer
dilekten  und  verderblichen  Al  ien  der  Ferndselioleiten
  zwischen  den  Kriegführenden  entzeehen,
  einer  Lage,  die  geignel  u###r,  seine  Wi
detstandskraft  gegen  die  Veriehzungen  seiner
Neutalität  und  seiner  Soure.an  161  zu  vermindern,
  Verletzungen,  die  es  ie  znußte.
aus  Sorge  für  seine  Erhallung.  In  die'em  Au

In  der  re  der  griegenblic

  n  seiner  Floll:  vcraubt,  nad  icit
vollständig  entwasfnet,  in  unser  Land  beunruhigt
  durch  eine  l.#  illiche  Reoolte,  die  Gewminn

  zieht  aus  der  fremden  Ollunatien.  E:
eingeschlossen  durch  eine  fremde  Blockade.
welche  die  Verbindungen  unterbricht  und  die
friedliche  Bevölkerung  dem  Huneet  ausliefert.
inbegrissen  die  velkommen  ntid  iben  ersonen,
  wie  Frauen  und  Kmoer,  die  nach  den
elementarsten  Regeln  des  Bölkerrechtes  davon
verschon  ont  sein  mußten.  selbt  menn  Griechenland
riege  flünde.  Dennoch  bemuht  sich  Grie
chenland  mit  den  möglichten  M.  lieln,  lieutral
zu  breiben.  Dies  genügl,  um  in  ze  gin.  wie  sehr
sjede  Initiative,  die  den  Frieden  herberführen
tömte,  ganz  abgesehen  von  humanitiren  Ermägungen
  allgemeiner  Arl,  gceignet  ist,  den
Lebensintere'sen  Griechenand=  zu  dienen.

 

Das  besehiel  Frankreich  nach  AUm-Tang
  u.  Bevölkerusgsverhattaissen.

Der  gewallige  Anprall  der  den  schen  Her
im  Sommer  und  Herbst  191  und  die  gühe
Verteidigung  in  den  soigenoen  Kriegsjahren
haben  unserem  Vaterlande  in  dem  besetzten
Franlreich  einen  Will  vesrassen  und  erhalten,
der  sich  als  breites  Band  sch#dend  vor  die
heimatlichen  Gauc  und  vor  Velaien  legt.  Die
ser  Wall  hat  schmerere  Schidigungen  durch
den  Krieg  bisher  vom  deultschen  und  vom  be
setzten  Hinterland  -abgehalten.  Durch  den  Gang
da  kriegerischen  Ereignisse  il  Nordfrankreich
der  Hauptschauplatgz  des  Welikriene#?  geu'orden.
Unendlich  Schweres  haben  die  von  Uns  besetzten.
  vormals  blühenden  Depaitements  erlitten,
  und  viel  werden  sie  insolge  der  kurssich.
tigen  Verblendung  der  eigenen  Negierung  noch
öu  erdulden  haben.

Der  von  uns  besetzte  Landstrich  umsaßt
Teile  von  zehn  frauz.  Provingen,  und  zwur
lind  dies  die  Departemente:  Pas  de  Calai-,
Nord,  Aisne.  Somme,  Oue:,  Ardennes,  Marne,
  Meuse,  Meurthe  et  Moselle  und  Vosges.
Das  Gesamtgeblet  umfaßt  einen  Fläut#enraum
ron  etwa  21  ½000  Quadialktiometer  und  stellt
den  24.  Teil  des  franzoinchen  Festlandes
ar

Wenn  auf  den  ersten  lic  die  Einbuße
Frankreichs  als  nicht  sehr  beventend  erscheint,
D  verschiebt  sich  das  Vi.o  sofo:l,  wenn  wir
die  Bevölkerungszahl  des  besegten  Gebietes
in  Vergleich  ziehen  mit  der  des  Gesamtlandes.
Eelbstverständlich  können  bei  dieser  Nebeneinanoerstellung
  nur  Friedenszuhlen  berucksichtigt
werden,  denn  nur  diese  geoen  eine  klare  Ueberlicht
  üoer.  Bevölkerungssahl  und  Pdichte  und
sind  an  der  Hand  der  amtlichen  Jahrbücher  zu
ersasten.  Nach  dem  statistischen  Jaheduch  —
Frankreich  aus  dem  Jahre  1908#—  ein  späteres
  war  nicht  zu  beschaffen  —  haben  in  dem
von  uns  besetzten  Gebiet  brei  Millionen  Einwohner
  —  eher  etwas  mehr  wie  weniger
vesebt,  und  da  die  letzte  Velozähiung  vom

 

  
     
 
    

54.  *  □  sda-**


s&
wu

   

 

·  J-.-.-.«—-—-·--ss
  Hist-·-zz.«.k-«--·i.

3  5
/

*  —d  —

  

 

—  22  *7  o
ss.
3  2  *  F½%
t  72  □
s

!4½

:  «·--  D-»f»  7)  7.

—  —4

  

.

.  o  5  -s.-'

 
 
    
   
 
   
  
  
       
       

.  O  4
.

 

,---,i-f-«.7  .

»so-sa-  -—-«-s’

70  *7

*  !—'.

 

7.  **

*  4

—S  S

1*
4  –  6½.  :

"  ——J  2

—-  64
0½%“  7  4.

½%  .  —“%  „  4%  4

*
43  *

 

r“  *2

4  83

 

 

 

Jahre  1906  für  Frankreich  ohne  Korsila  39
Millionen  Einmohner  ergab,  beberbdergt  das
heute  besetzte  Gebiet  etwa  den  13.  Teil  der
gesamten  Bevölkerung.  Somit  handelt  es  sich
zu  eifellos  um  den  im  ganzen  genommen  am
dichlesten  besiedelten  Teil  Frankreichs,  und  auch
im  einzilnen  sieht  das  Tepartement!  Nord  mit
528,4  Einwohnern  auf  den  Luadratlüometer
  an  erster  Slelle  nach  dem  die  Milliodnentact

  Paris  umsassenden  depariemem  Seine.
Auch  sonst  überschreiten  dic  bon  nis  ganz
odet  teilweise  besetzten  Provinzen  die  Dur

ichmitlsbevöllerungsdichte  von  Frankreich  (73.1,
Einwohner  auf  den  Quadratlilometer)  alle  mit
Ausnahme  der  schmächer  bevölkerien.  Ardennes
(5.,4).  Marne  (52.9)  und  Meuse  (J4,9).

rn  einem  Lande,  deisen  Volk  dem  Aussterhen
  versallen  ist,  kann  der  beste  Wertmeser
  fur  das  Gedeihen  einzemer  Landesteile
mehi  durch  den  Vergleich  der  Gebmiemahl  mit
der  Zahl  der  Todesfälle  im  gleichen  Zahre
gesunden  werden.  Während  in  Framreich  im
Jahre  19/8  der  Sterbezisser  von  791712
nur  eine  Geburtenz'isser  von  745271  gegenüberstand,
  und  sich  somit  ein  Ausfall  von  460  441
Kopfen  ergab,  sind  die  gleichen  Zahlen  in
den  von  uns  ganz  oder  teilw?e  beietzten
Derartements  104  604  Gerurten  zu  96413
Todesfällen.  Es  ergab  sich  somit  in  diesem
Landeeleilen  ein  Uebeischuf  von  3157  Geburlen.


Aber  nicht  nur  die  dichtelbestedelten  Aeile
Frankte'ch#  mit  einer  im  allgemeinen  ngesunden
ouno  menn  auch  in  sehr  maßioer  Weise
wachsenden  Bevölkerung  sind  von  uns  besetzt,
jenoern  auch  die  für  den  Heere#ersag  zahlenmäkig
  und  nach  dem  Bildungsgrade  wertvollsien.
  Für  ersteres  gibt  die  Liste  der  Zurücksteliungen
  der  Jahresklasse  07  die  Begründung,
  wahrend  die  zweite  Behauptung  durch
einen  Einblick  in  eine  Zusammensecllung  über
den  Bildungsgrad  der  Rekruten  genonnen
nurde.  Ein  zusammenfassender  Rückblick  auf
alle  diese  Punkte  ergibt,  daß  wir  Herren  des
Teiles  von  Frankreich  sino,  der  —  mimer  als
Ganzes  genommen  -  in  der  trüben  Frage  der
odlkischen  Entwicklung  vor  dem  Kriege  einen
ungleich  günstigeren  Ausblick  bot  wie  jeoer  anderec,
  gleich  große  Ausschnitt  aus  Frankreich.

 

De  Rriegsaussuhr  der  Vereiniglen
Slaaten

Mitte  Dezember  sind  die  offiziellen  Statistiken
  der  Washingtoner  Redierung  vcrös'ent
licht  worden,  aus  denen  genau  zu  ersehen
ist,  welches  Riesengeschäft  die  Vereinig###n  Staaicn
  mit  der  Ausfuhr  von  Kriegsartikein  gemacht
  haben.  Wir  enlnehmen  darüber  einem
Neuyorker  Briefe  des  „Mieume  Nioterdanichen
Courant“  felgende  Angaben

Die  Hauptausfuhr  Amerikas  an  Kriegsmaterial
  fällt  in  die  Periode  vom  1.  anuar
1915  bis  zum  1.  September  1916.  Vorher
mar  die  Ausfuhr  von  wenig  Bekang  und  nach
dem  September  tritt  ein  auffälliger  Rückschlag
  ein,  weil  die  Munitionserzeugung  in
den  kriegführenden  Ländern,  die  bisher  Ametitas
  Abnehmer  waren,  so  zugenommen  hatte,
daß  der  Bezug  cchedlich  eingeschräntt  werden
  konnte.  In  den  20  Monaten  aber,  *
denen  Amerikc#  sein  Baugelche  te,  bemug
  die  Ausfuhr  der  Vereinigten  Staaten
den  Ländern  der  Suete  die  ungehern
me  von  1547  300  000  Dollars,  also  von  Se
enderthalb  Milliarde,  oder  21  Proz  der  ge- 



samien  ausländ'schen  Ausfuhr  in  di#tem  Geitraum
  überhaup:.  Von  der  Kriesgausfuhr  diejer
  20  Monate  lamen  11  Proz.  Zus  cas  reins
Priegsmaterial,  das  auf  dem  Schlachtfelo  selber
  Verwendung  fand.  Der  Gesaruwert  dieses
Materials  betrug  787  233000  Dmllars.  Mu
dem  indirekien  Kriegsmaterial,  wo#n  man  Antomobile,
  Fahrräder,  medim#inische  Inü#rume  ur,
L  komotiven,  Metallbearbeiunge#  #chi  #en.  Eisenbahmmaterial,
  druhreug  us#.  rechneie,
iommt  man  dann  zi  der  genannien  Summe
v.an  anderthalb  Milliarden.

Ein  Vergleich  der  Zahlen  für  die  Jahre
1913  und  1916  zeigt,  in  melch  gew  itger
Wesse  die  Erzeugung  von  nm]  zugenommen
  hat.  Während  sich  die  gesamte  Ausfuhr

  in  1915  nur  auf  619  375  0  00  Dala
belies.  mar  sie  in  den  ersten  ac  Monaten
von  1916  bereite  auf  353  162  000  Dollars
gestiegen.  Den  Hauptanteil  an  diem:  Zunayme
  haben  die  Erplosioftoff:.  Doren  Ausfuhr
  betrug  1915  im  ganzen  181  776  1000
DllI.,  1916  bereits  495  100  000  Doll.  Di:
Auefuhr  von  Säuren  zur  Fabrikalio###  ##nernlos.ven

  Geschosen  nahm  5  bemsseloen  Zeilraum
  zu  von  10  053  000  auf  20  142  Gol  doll.
Cbenso  trat  in  dieser-  Jeit  eine  ranz  betractliche
  Zunahme  in  der  Ausfuhr  von  S###hdraht
  und  von  Flugapparaten  ein.

Die  hier  genannten  Zahlen  ind  aber  nicht
eiwa  ein  Maßitab  fur  die  Gisomterzeugung
an  Kriegemalerial  in  den  Vereinigien  Staaten
Die  Neuyorker  Fachzeitscheift  „Machinern“
meist  darauf  hin,  daß  cine  ungehenre  Menp
des  sabrizierten  Material  von  den  Bestellern
berhaupt  nicht  abgenommen  ruurde-  we#l  die
ameritanischen  Fabrikanten  viel  zu  lallig  und
zu  wenig  sorgfaltig  arbeiten.

 

Begerche  Nechachter.

Viechtach,  12.  Jan.  In  der  Spulenfab###
Stummer  in  Grafenried  brach  Großteuer  aues,
dem  die  Betriebsgebäulichleiten  zum  Opfer  jie
ien.  Das  Wohnhaus  und  die  Oelznomiegebaude
konnten  gerettet  werden.

Sperer,  14.  Jan.  Die  hiesige  Gendarmeriestation
  wurde  Abends  vom  Oberjäger  Hachbaum
verständigt,  daß  auf  der  Insel  Floßgrun  Wilderer
  von  Rheinhausen  ihr  unsauberes  Gewerbe
ausüben  würden,  weshalb  er  um  Schuß  bat.
TLie  Gendarmerie  Sergeanten  Kauer  und
Schmidt  wurden  dazu  beaustraot.  Hin###  kam
noch  Waldwärter  Enkorn  von  Bersbausen  Am
Uien  des  Altrheins  in  der  Nähe  der  Insel  nand
ein  Nachen,  in  welchem  die  Wilderer  uber  den
Rhein  fuhren.  Um  2  Uhr  nachts  lamen  die  bei.
den  mit  schußbereiten  Gewehren  auf  dem  Rhein.
dam  neben  dem  Ufer  daher.  Als  einer  der  Genvarmen
  mit  Oberjäger  Hachbaum  aus  dem  Ver
ited  hervorsprangen,  um  jie  ab  miangen,  goleiner
  der  Wilderer  auf  Hachbaum  einen  Schuß
ab;  ei  wurde  getvoffen.  Zugleich  wurden  meh.
rere  Schüsse  hintereinander  abgegeben.  Einer
von  den  Wilderern  wurde  gleichsolle  kampfu#-hio

  gemacht,  während  sein  Genosse,  als  er  sah,

boaß  Sergeant  Kaiser  mit  erhobenem  Gewehr
!  ihn  **':  sein  Gewehr  wegwarf  und  sich

sestnehmen  ließ.  Er  n  urde  in  das  Amtsgerichtsgesängnis
  eingeliefert,  während  der  andere  in
oa#Stiftungskrankenhaus  verbracht  wurde.
Oberjäger  Hachbaum  wurde  in  seine  Wohnun
gebracht.  Die  Verletzungen  der  beiden  sind  nicht
unerheblich.

—  —  —  —  —

 

Blersol  und  Malzschlebungen

München.  14.  Jannar.  In  Munchen  tre  fen
auf  den  Kopf  jetzi  nur  noch  vier  Halbe  Bier
täglich=  Im  Hinblick  auf  die  Bierlnapphe#-#  wurde
eder  vom  siellv.  Generalkommano?  eine  An
olronung  getroffen.  wecche  die  HOb#stmencc
Bier,  welche  an  einen  Gaft  verabreicht  wer
den  darf.  in  der  Mittagszen  auf  einen  ha!
ben  Liter,  in  den  Abendstunden  ouuf  drei  halbe
Vitel  fenssent  und  überdies  dem  Wirte  dar
Recht  einraumt.  für  spater  kommende  Gäste
Furiorge  zu  treffen.  Zudem  hat  der  Gan  kein
Necht  auf  Verabfolgung  der  genaumen  Mengen,
  rielmehr  darf  der  Wer#  be#  ur  zuteichenden
Vorräten  eine  weitere  Verkürzung  eintreten
lasten,  nur  muß  diese  gleichmäßig  fur  alle  Gene
geschehen.  Die  bisher  üblihe  vorzugs#e#ise  Behendlung
  von  einzelnen  Gänen  und  Gesellsciasien
  wurde  ausdrüdich  verdoten.  Auch  das
Gasienbier  hal  der  Wirt  gleichm  ö#ig  unter  seine

fundschaft  zu  verteilen,  wobei  er  auf  die
Kopfzahl  der  Familien  und  ihren  bisherigen
Vierbezug  billige  Rucksicht  neh'nen  soll.

München.  14.  Januar.  Die  „Münchene:
Post“  hat  am  letzten  Donnerstat  als  Ursa
chen  der  Biernot  große  Malzschiebungen  von
Vayern  nach  Norddeutschland  bezeichnet  und
darauf  hingemiesen,  daß  Schiebe“  das  A#vfuhrverbot
  fur  Gerile  aus  Banein  dadar  1,  .
umgchen  gen  uht  hatten.  dat  sic  Malz,  da
#er  die  bayer.  Brauindunrie  bestimmt  war,
zu  überlricben  hohen  Preisen  nach  Nor#
deurichland  vertauft  haben.  Das  war  selbmtretiiandlich
  eine  Machenschaft.  die  ebenso  mur
derrechtlich  in  wie  die  Ausfuahr  von  Wersic
ierol.  Die  „Münchn  Pot“  fügie  ihrer  Miit.
rcilung  beilimmte  im  Frageform  gellei’dete  An
ilugen  bei.  die  dahin  gi:  sgen.  ob  die  bayerischr
Gesdst#s'lelle  de:  Rils.  Csitengefellicheft  per#
schi  hübr.  dirse  Kriego.  uchcras  e  durch  Berspechungen
  mit  den  Schiebern  und  Zablung.
zn  Abfindungsfummen  aus  der  Welt  zu  schuif

sen,  ob  die  Mengen  des  widerrechttich  aus
Bayern  fortgesetzten  Malileo  dekannt  sesen,
um  wmie  viel  die  gebrachten  „Sühneopfer“

die  halbe  Million  uberschritten  hätten,  weln#en
Zmecken  diese  Geld  zugefuhrt  werden  solle  und
öd  die  amtliche  Stelle  überhaupt  zu  solchen
„Abschlüssen“,  die  dem  Sicorunkn.  l  vorgrif
sen.  befugt  sei?  v
TLas  stellv.  Generalkommando  des  1.  Ba##.
Aimeckorps,  dem  die  Malzskontingentscertei
lungsslelle  somie  die  Biewerteilungs#telle  un
leenehen,  gibt  über  die  Sache  folgende  Mitlreliung
  heraus:  „Es  ist  richtig,  daß  während
de  rergangenen  Sudiahres  Zus  nordbayer  schn
Beitieben  Malz  unbefugt  nach  Norddeutsch
o  ausgeführt  worden  ist.  Auf  Vorsteilung
der  stellv.  Generalkommandos  haben  die  Betefligten
  die  unrechtmaßigen  Ger#inne  gemeinnutzigen
  Einrichtungen,  welche  die  Ausgeslaltung
der  Massenspeisung  und  die  Versorgung  der
Schwer=  und  Schwerstarbeiter  bezweden,  zuge
juhrt.  Jn  di:  Zuständigkeit  der  Gerichte  lonnte
und  woͤllie  damit  nicht  eingegriffen  werden.“
Diese  amtliche  Auslassung  gibt,  das  ist  nicht
zu  leugnen,  indirelt  die  Richtigkeit  der  Ankio
gen  der  „Münchn.  Post“  zu,  die  noch  erganzend
minent,  daß  es  sich  um  4000  Waggons,  alfo
um  eiwa  800  000  Zemner  Mabz  n  ndelt,  daß
die  Absindungssumme  die  halbe  I  nei
übeischreitct.  Das  Blatt  lagt  noch:  „Die  oon
une  auf  mehr  ale  eine  halbe  Million  angege
bene  Abf  ndungssumme  ist  zwar  ich  überschritten,

  oürfte  aber  trotzdem  in  keinemn  Verhälinie
  zu  den  po#n  den  Schieb-en  erzieiten  Ge-————————————
  die