Nummer 188
A## dem Gerichassasl.
Veirügereien. ·
Traunstein, 16. Aug. Um seine verkrachte
Erüflenz wieder slott zu mad en, wollte der vormalige
Bauer und nummehrig: Oekonomiearbei.
ier Andreas Sechuber von Söchtenan den
Güterhandel betreiben. Dabei wid. er leider von
der geraden Linie ab zund- verfiel auf betrügerifd.:
Grifse. So wird ihm zur Lait gelegt. das, er
einen Waldanlauf mutele eines selbstgesertigten
und salsch unterschriebenen Vertrags singierte.
auf Grund dessen er einen leichigläubigen Wie
derverkäufer in der Person des Sägewertebefibers#
Pinsl von Trostüerg sand. Dieser gab inm
gleich 200 Mk. Vorichuf um die er nun bie.
auf wenige Jehner gesch ädigt isl. Wegen einer
Ukiundenjälsck. upi im Zusammenhang mit Be
#teug erhielt Seehuder 1 Jahr 6 Monate (##
jängnis.
Diebiahs.
Trannstein, 16. Augmt. Der lerige 25
ger Mati ias Gasser, bedien#zt im #iageltiren
Tägnerk zu Piien, ich. ), sich 1# di: (Haillir:
schait zur lrenrose dottiell mein und siahl Gr-
reuenung einer vom s Lunegercht Munchen ausgesprochenen
Zmonatigen Strafe erhielt er jetzt.
7 Monate Gefängnis.
B3unte Chrous .
der Lie beedienu fur die Brolmar-*!
u. Es ist gegenwärtig eine ic lechte Zeit fur
die Herrsc.. aiten, die irgend welchen (örund L
ben, der Vehörde im weiten Bogen aus dem
Wege zu gehen, denn uer bei der Vehörde
nichi gemeldet i#l, bekommt auch leine Lebensmittelkarten.
Und da nach einer lürzlichen verössemsickten
Statistik auch die Spitzbuben im
Durchschnitt von der Hand in den Mund leben,
lommt das Hamstern mohl nur bei wenigen ihre
Veruses in Frage. In diesein Dilemma hait' ein
Mam, der nichr gern mit der Vehörde zu ien
harte, einen wirklick ingenidsen Einfall, oer sreilich,
nict durch seine Schuld, jehlsch’ng. Der
Mann poslierte sich vor dem Gefängniseingang
und wartele. Endlich glücte es. Er halie einen
Mann ewischt. der betrübten Herzens „einen
ag almanen sollte“. Diesen überredete er, doch
ii.n siten iu lassen, er wolle d as aus reiner Menl.
Es bedurite keiner großen Ueber-#r
um den Tausch zu bewerkslelligen.
Der Namtoulose erhielt die Zumte Aungeich rrift und
Raosenheĩmer Anzelger
Samstag, 18. August 1917
verbußte den Tag. Wie ublich, exhiellet bei det
Entlassung einen Entlassungsschein auf den Namen
der anderen. und hieran war ihm besonders
gelegen. Er wies ihn bhei der Brolmarkenstelle
vor und hätte auck die Marken hetommen. wenn
man sich nicht erinnert hatte, daß es noch einen
Mann dieses Namene in Stellm gab.
Schwindel murde entdeckt und der Vrotmarlenbedurftige
uw#rd sick demnächl wegen Ursundensäliching
zu verantworten lahen, walrend der
andere ni4t um seinen Tag im Gefannis n
lun lommen wird.
der Geldankauf.
Vom Ehrenaueschuß der Goloankaussitelle
wird uns beschrieben: Der gewaltig gesteigerte
Bedar an Zal lungemitteln führte zu einer stelineu
Vermebrung des Notenumiaufes im Rercche,
womil, wenn unsere gesunde Währungsrultur
aufrecht erhalten werden soll, der Goldt seand
der Neichsbant Schritt hatten soll. Dem siehen
aber tratz der Einlieferung von uber einer Milliarde
wold und des Erfolgs der Sammlung
von Goldwertsachen, Schwierigteiten entgegen
im Hinblick darauf, daß der Goidbedarf auch aum
Jwecke der Bahlung an das neutrale Auslaud
für Waren, die wir von dori noch be: — kön-:
Der
nen, gewuchsen ist; zum Teil handell! es si dabes
um Lebensmittel, deren wir dringend bedürfen.
Dieser Umstand sollte auch den Lemßten, der noch
im Beiitze von gemunztem Gold oder von goldenen
entbehrlichen Schmucksachen ist, veranlassen,
das Gold dem Vaterland zu überlassen. was um
so weniger ein Opier #1. als für abgegebene
Schmudiachen und (berate der reine Goldwert
voll bezahlt wird. Die beliebte tunstlerisch gepragic
eiserne Denlmunze, welche dagegen verabfolgt
wird, ist fur jedermann eine schöne Erinne-PFunge.
abe neben dem Bewußtsein, dem Vaterland
in schwerer Zeit duuch Verzicht auf Gold--schmu
genünzt eu haben. Die Stadt Rosenheim
stebl bei den im Reichsbankbezirl Rosenheim zufammengesaßt
en Goldankaufenellen in Bezug
auf die Einlieserungen nicht an eriter Stelle;
moch’en voch alle Kreiie der hiesigen Bevölkerung
der Goidanklaufbewegung volles Verständni?
enigegenbringen und zahlreich zur Goldaulaufsilelle
im Kanihaus J. Senft pilgern, um
8
für Geld einer hohen vaierländischen Pflicht zu
genügen!
éEs wird gebeten, allen schrifikichen
Aufragen auf Inserate eine
Frelmarke#
belzaulegen.
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lilllaun muldernder Umilände und umer Zzu
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wenn auch von dier Lehre weg.
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Direttiou: Alols Bach.
Samstag. den I8. u Sonntag, den 19. Augusl 1917
Erna Morena!
Der Schal der Sünde
Drama in 3 Akten.
Mit Erna Moren in der Hauptrolle
Neuester Kriegswochenbtricht.
Paulchen im Liebesrausch Lastspirl in 2 Akten.
Begien der Vorführungen: Sanslag 2 Uhr, soneg
1 Uhr bis nachts 11 Uhr.
Comaten
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Ja. Pius genkard,
Jelefon 258.
G.brzau#e — •½550
Tweiräderkaren
oder Bierwägenl, zu kanen geiucht.
F. Sa
659
Nr. 0016 W.
K. stellov. Generalkommand? l. und lU. Baner. Atmerkorps.
Bekanntmachung.
ie 1 Auehängen von Karten und Plänen.
Betress:.
Bekauntmachung.
Au a der meuch Vrot-, Mell-. Kurtossel. Fetl-, Gier- und
Muthtart n sindet .-Zamstos.
den 18 Angust 19
lags von 7 I2 Uhr und nach: Viass # 2
in nreben Aratna2.7. Emngng Rathauetraste) #t
A-beidem wird noch eine Brotzulage: Marke ben. geben,
630 E Bter guus a#lben werden dalfs.
lte Abgabe der Kartken ersolgt an grfe Familteneangehörige,
gegen Vorzeigung der Auswelskar
Nosenheim, den 17. Auguft 1917.
Stadtmagikrak.
Bekanntmachung.
Belreff: Die Regelung des Verbrauchs von Brot und Mehl.
Der Sladlmagisteal beschließt Abände zung den bis erinen Regelung
aurgel. Reiecha in Anwendung ichr *W dm
lür die Ernic 1917 nach Anb 95 Mehio lcranngnt chu
1. Der mlatt ige Wochenbrotverbraz ch wird hei den Bro“l#. i l 7P7 1575
mmi bei den Broklkarsen Il ant 2205 g„: Wrat ce. oruch auf die
Uhr
sär welche
Glr“
AI##nRd:
Kralkarte 1 baben nur diejen: en Berionnen. aisee in einem bewertüchen
Arbeiten in
oder indultriellen Betriebe schwerc, Rörperche lertten
Die Karte li wird nur aus Antrag
haber
iupemiesen.
Die Wochenvrotkarle eirrtda ut 1 A.
1 Ausweismarke für !) % «
ttttntktototodtt-«t-r)i
Clttsttnt tttettkttt sc s-- grB
· ih« däm-
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t- Sawackornn und
r * 2.0 ar Rggenmelt
. # # nder u: * einem Jahr k Es in verbolen
für or iler cinem Jahr reinurin anzunehmen und zu verwenden.
Der zuläsnge Söchlenehlderbrauch #ird hir 4 Wochen auf 199 gr
gehie jelgeiea Die Mohlikarte eh i Nuen elrmarten i 200 Kr.
Der Mehikartenbe rechliale kam jedoch Rault 251 k. Mec !-Seln
varzbrot berienen Die ehlkarte, erbält Brotka: n*" bligi.
einschließ 4 der Kinder kan er einem Nahr.
5 à Noggeni#ot in in sänire Jorim
;330 gt * 120 #K#: oder 252 ¼ gr ber
Latb.% (Senumely a s gt heraeltel!t n
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tt:.tt.tt Metsttttvon
ien. Voenzter dar! in runden
, Es Werben solbende. Kieinhandel # ##s Oblhrreie im Se des
Pölhlpreisgelener leltgeie
bir 2 r-„
1! Semmel
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., 1 Unnd Toqgtttnnr .JI
tN zu
« Roggeubroi aan in * auch m Stüchken 3 nge.
chnien und dar ½ ###- ick um ½ Uf nerkanikt werden.
Di 4 ehereie gelten nicht #u- die Brotalgabte in den Wirtichalten.
lehende Vorichriten treten sosor: ul lhrer Berkündigung m den
A in Kraft.
Nosenheim, den 17.
August 1917. 61.5
Stadtmagistrat. 3
Bekanntmachung
Versorgung mit Frähkeitoffelu.
Der Stadlmagiltrat erläßt in ausge#etzten Betreste nachlalgende lordnnn 1#
Der BHöchltpreis für Frühkarkofteln bei der Waabe an die Lerbra
cher wird unt Welortiger ——— aus 17 Vlg. für dasr Plund u
gesett. e Preia ist preis un Sinne ben Höchftpreisgeletzes
allt fär den kind feeon auf dem Gikkmulienmarkt wie in den
iiso Verausel tellen.
n der städsilchen Verkaufftelle im bserc wvedn lär die Zen
¾# 2 sent mit 1. Zetember allo für #ten 14 T b Mon
lan, den 20 lfid. MlK während der gaunzen * tär 5 kace am Mor t
tgdtIItstX Donnerslag. den 30. An ’ ut jüm. Slliche Kartoffelmarken
der ersten und zweilen Woche zusammen (Nr mit 16 d Ptd. Kartoffeln
pro oos abgegeden.
r Nennmert feder einzelnen Markte
einhehepeen für 1 Plund Kartoffeln bettägt
Die Lerkaussltelle ilt an obigen Lerkauls lagen geöfln#e vormillags von
12 Uhr und nachmillag von 2—5 Ahr.
Kofenheim, den 1v. Augum 1917.
Stadtmagistrat.
#à
wir aum 8# kektnesent. Der
I2 Pfg.
Ulrr
e Kenlo Generalkommandas I. und Il. Baner. Armeekor#s erlafsen
auf G dee ßes rt. 4 Nr. 2 des Kriegszustandögeseres zur Ethaltung de
Kenllichen Sthenh folgende 6176
Auordnung:
5 1. Es ist verboten, an Orten, wilche dem r Weänglis
nd, Karten 8 die- Sadtz Eisendahn-, Hasen= und Fabrikanla
in einem großeren 99000 r bortellen, außzuft en
auszulegen. — brer 7 en.
82 derhandlungen w agnis bis #u einem Jahre,
bein e Von en nttldetsdek Umstände ttttt Duft oder mit Geldstrafe dis zu
a Lagl# tritt mit ihrtr Veröfsentlichung im „K. V.
den 10. August 1917.
&
Staatsangelger"
Manchen, W
666 F####inenselt, Morkultur.
Der Unterzeichnete empfiehlt sich zur Becmittlung von
Trannsteiner
Herbst-Saatgetreide
(Nogsen und Weizen) Gaatkarte must eingesant werben.
P. Bachmaier, Getreidehandlung
ie Kommandierenden Generale:
J. B.; von Mant. bsattel.
in Haslach, Post Traunstein.