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der Sonne zuwenden. Da sie 3—5lappig sind, so lassen sie die Sonnenstrahlen
leichter durch. Auf der Unterseite zeigen sie kleine, goldglänzende Punkte, die
von Harzausschwitzungen herrühren. Einige Pflanzen haben nur Staub--,
andere nur Stempelblüten. Die Stempelblüten sind zapfenartige
Gebilde. Sie bestehen aus Deckschuppen, hinter denen je zwei Blüten
sitzen; jede Blüte ist außerdem zum Schutze mit einem kleinen Deck-
blättchen versehen. Auf den Deckschuppen und Deckblättchen finden
sich ebenfalls gelbliche, klebrige Harzdrüsen. (Hopfenstaub.) Sie ent-
halten zum Schutz gegen Tierfraß einen würzigen, bitteren Stoff,
der dem Biere den angenehmen bitteren Geschmack verleiht. Nur
um dieses Hopfenstaubes willen wird der Hopfen gebaut. — Die Klimmhaken
Staubblätter hängen in grünen Rispen herab. — Aus dem wilden am Hopfen-
Hopfen hat sich erst durch sorgfältige Pflege der angebaute Hopfen stengel.
entwickelt. Da er sehr hoch wird, so stützt man ihn durch 5—6 m lange Stangen.
2. Hopfenernte. Ende August färben sich die Stempelblüten dunkelgelb,
fühlen sich klebrig an und erhalten einen starken Geruch und bitteren Ge-
schmack. Dann schnei- »
det man die Stengel
20—40 em hoch über
dem Erdboden ab,
bindet sie zusammen
und schafft sie nach
Hause. Hier werden
die Stempelblüten
behutsam abgeschnit-
ten und durch ein
untergestelltes Gefäß
aufgefangen, damit
Hopfen.
» A. Männk. Blüte. B. Weibl. Blütenstand. C. Schuppenblatt mit 2 weibl. Blüten.
der Hopfenstaub nicht r. Fruchtstand. F. Decblatt mit Frucht. G. Blütenhülle, die eine Frucht einschließt,
verloren gehe Dar- H. deren Längsschnitt. #. Schuppenblatt, d. Deckblatt, bh. Blütenhülle, k. Fruchtwand.
auf trocknet man sie an der Luft und verpackt sie sorgfältig in Kisten oder Säcke.
Der in der Erde zurückgebliebene Wurzelstock treibt 12—15 Jahre hintereinander
im Frühjahre wieder neue Aste. (Bierbrauerei s. Chemie! S. 99.)
s 4#. Bolunder. I. (S. 73.)
1. Standort. Sage. In der Hecke, im verlassenen Winkel am Hause, auf
Schutthaufen, am Gartenzaune ist der Holunder zu finden. Der Landmann hat
ihn gern; denn in vielen Krankheitsfällen ist er ihm ein treuer Helfer. Am
heilkräftigsten sind seine Blüten, die einen schweißtreibenden Tee geben. Darum
galt er auch unseren heidnischen Vorfahren als heilig. In seinen Zweigen
wohnte Frau Holder (entstellt aus Holda), die Schutzgöttin des Hauses. Kinder
tranken zum Schutze gegen Halsweh aus Holunderröhren. Unter dem Holunderbaume
begrub man die abgeschnittenen Haare und Nägel und die ausgezogenen Zähne,
damit niemand durch sie den Bewohnern des Hauses ein Gebrechen anzaubern könne.
2. Mark. Kork mit Rindenporen. Stamm und Zweige enthalten viel
Mark. Je jünger die Zweige, desto dünner die Holzwände und desto dicker