Full text : Hammer oder Amboß. Dritte Reihe der Kriegsaufsätze. (3)

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gänglicher  Geldmenschen  betrachtet  und  verwaltet.  Den
alten  englischen  Diraten  floß  doch  kühnes  Weilingerblut
durch  die  Adern;  die  oft  schlauen  und  harten  Staatsmänner
  des  18.  und  19.  Jahrhunderts  waren  wahre  Patrioten
und  Menschen  von  anerkennenswerter  —  bisweilen  von  er.
staunlich  großer  —  Kultur;  die  heutigen  Machthaber  kennen
  nur  ein  Lebensziel:  durch  Gewalt  Gold.  Auch  die  vorhin
  angerufene  „physische  Gewalt“  wird  nicht  etwa  durch
eigene  Kraft  betätigt,  sondern  durch  Geld  und  durch  Tyrannei
  gekauft  und  aufgetrieben.  Diese  Leute  find  die  Feinde
nicht  nur  Deutschlands,  sondern  aller  Kulturideale,  für  die
Deutschland  steht:  Bildung,  Gesittung,  Fleiß,  Wissenschaft,
  Schutz  der  Schwachen,  Organisation  des  Staatslebens,
  Würde  jedes  Einzelnen  usw.  Gegen  diese  Tyrannen
  und  grundschlechten  Menschen  muß  die  letzte  Phase  des
Welttkrieges  gerichtet  sein:  dieses  „England“  gilt  es,  vernichtend
  zu  treffen.

Wer  nun  ein  Ziel  will,  muß  logischerweise  die  Mittel
wollen,  die  zu  diesem  Ziele  führen;  wer  die  Arsachen  des
Krieges  vernichten  will,  muß  die  Menschen  zugrunde  richten
  wollen,  die  den  Krieg  veranlaßt  haben,  die  ihn  heute
hartnäckig  weiterführen,  und  die  ihn  morgen,  nach  einem
verfrühten  Frieden,  wieder  und  immer  wieder  anschüren
würden.  Keiner  von  ihnen  geht  aufs  Schlachtfeld  hinaus;
dort  find  sie  nicht  anzutreffen,  noch  kann  die  Quelle  ihrer
Macht  dort  getroffen  werden.  Was  schert  sie's,  wenn  einige
hunderttausend  Inder  und  Neger  hingeschlachtet  werden?
Was  schert  sie's,  wenn  die  Blüte  Grankreichs  und  Hunderttausende
  tapferer  Italiener  und  Russen  dahinsinken?  Wenn
Städte,  Dörfer,  Waldungen,  Bergwerke  der  Vernichtung
anheimfallen?  Was  schert  fie's,  wenn  die  Aberreste  eines