Full text : Kaiser Wilhelm II als Schloßherr auf elsässischem und auf lothringischem Boden.

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verstanden  erklären,  wenn  sie  schreiben:  „Nous  ferons  des  vœux
pour  due  ces  témoins  de  notre  histoire  soient  désormais  préservés
  de  la  destruction:  NNous  implorons  un  pouveir  conser-Vateur
  contre  les  hömmes  avlides  qui  ne  Voient  dans  ces  ruines
due  des  pierres.“  (Unsere  Wünsche  gehen  dahin,  daß  diese  Zeugen
unserer  Geschichte  in  Zukunft  vor  der  Zerstörung  bewahrt  bleiben.
Gegen  jene  habgierigen  Menschen,  welche  in  diesen  Ruinen  nur  tote
Steine  sehen,  rufen  wir  eine  erhaltende  Macht  an.“)

Diesen  Wünschen  und  Hoffnungen  sollte  schon  nach  zwei
Jahrzehnten  in  pietätvoller  Weise  entsprochen  werden.

Die  durch  den  ausgezeichneten  Straßburger  Dräfekten  Migneret
1855  ins  Leben  gerufenc  archäologische  Gesellschaft  leitete  ihre
Tätigkeit  und  ihre  erste  Sitzung  vom  11.  Februar  1856  mit  einem
grundlegenden  historischen  Vortrag  des  verdienten  Straßburger
Departementsarchivars  Ludwig  Spach  über  die  Hohkönigsburg  ein.
In  ihm,  den  man  mit  Rechr  als  einen  berufenen  Vertreter  elsässischer
Eigenart  bezeichnen  kann,  erwuchs  der  Hohkönigsburg  ein  Historiograph,
  wie  sie  seither  einen  beredteren  und  verständnisvolleren  unter  den
Elsässern  nicht  gefunden  hat.  Mit  der  baulichen  und  historischen  Beschreibung
  der  Burg  war  aber  das  HProgramm  der  damaligen  Altertumsfreunde
  unserer  Heimat  keineswegs  erschöpft.  Eine  Reihe  von
Jahren  hindurch  verwandten  sie,  von  der  Departememal-Verwaltung
unterstühl,  erhebliche  Summen  zum  Wegräumen  des  Schuttes,  zur
Stütze  der  bedrohten  Mauern  und  zur  Erleichterung  der  Zugänglichkeit
der  inneren  Räumlichkeiten  im  Dalas.  Die  meisten  dieser  Erhaltungsarbeiten
  sind  durch  Spachs  Monographie  angeregt  und
durch  seine  Tätigkeit  im  Vorstand  der  archäologischen  Gesellschaft
erheblich  gefördert  worden.  Er  wandelte  ganz  auf  den  Fußtapfen
von  Schweighäuser  und  de  Golbéry  und  muß  neben  ihnen  als
einer  der  besten  Kenner  unserer  Kunstdenkmäler  und  als  einer  der
fleißigsten  Forscher  auf  dem  Gebiete  elsässischer  Burgenkunde  angesehen
  werden.