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gewesen. Man hat es daher auch den herzoglichen Sachwaltern,
die nach Wien gingen, ganz getrost gleich pag. 4
in ihre Jultruktion gesetzt, „dem kaiserlichen Hof in Anerin=„nerung
zu bringen, welche theure und vielfältig wiederholte
„Versicherungen während des Krieges gegeben worden seyen,
„S. H. D. allen Vorstand und die Haudhabung ihrer lan-„desfürstl.
Macht und Gewalt wider ihre Landschaft zu allen
„Zeiten williglich angedeihen zu lassen.“ Mag es aber immerhin
in den Akten verborgen liegen bleiben, wie Kauniz
Renzen empfangen hat, da er endlich Audienz bei ihm erhielt,
und moͤchte es nur nicht gar zu helle am Tage liegen,
wie der ganze Prozeß ausgegangen sey, ungeachtet der Reichs-Vicekanzler
Graf Colloredo von der Partie des Herzogs war,
Graf v. Dürkheim, Montmartins Tochtermann im Reichs-Hofrathe
und noch überdieß bei der kaiserlichen Hof-Kommis
sion saß, auch, wie die Akten zeigen, hergoglicher Seits Geld
nach Wien geschickt wurde. Anderer Umstände nicht einmal
zu gedenken, daß z. B. der Schwager des damaligen ersten
wirtembergischen adelichen Geheimenraths einer der Referenten
in causa im Reichs-Hofrathe gewesenl, auch, was
vielleicht vor Allem bemerkt werden sollre, Montmartin, der
das ganze Spiel angefangen hatte, von Maria Theresia zum
wirfembergischen Staatsminister empfoblen worden ist.
So sehr nun aber auch dem Eindruck, den ein solches
Beispiel machen muß, unverkenubar der wichtige Einwurf
entgegensteht, daß man von einem solchen einzelnen Falle, wo
es in Manchem seine gauz eigene Beschaffenheit gehabt habe,
nicht auf's Allgemeine schließen könne, so auffaollend ist cs
doch, daß Herzog Karls Großvater, der Herzog Administrator
Friedrich Karl, — jetzt sind es ungefähr gerade hundert
Jahre, — ebendasselbe Schicksal zu Wien gehabt har. Auch