Contents : Rosenheimer Anzeiger. 63. Jahrngang (63)

KHosenheime  Anzelger

Deonnerstag,  8.  März  1017
#——“

 

Endlic  r  eines,  der  Kinder,  E———
der  Papi  bis  demn  er  Mammi
i  4  Serben  gibt

  
  
  
  

sie  —  gute
½  sie  hndenn.  Maliczek  liet
seine  Frau  kasdbs  7.  sie
und  tro

hen  und  uns

nach  Haufse,

traf.
##u  erwiderte.  „Du  wirst
Hoch  nicht  für  das  Kind  sorgen  iess  Antwort
pers#tzte  den  Wut.  Er  dog

tot
i  .  sie
e  r#a  r5  *  r  im

graben.  Bei  der  Verbanoiung.  gab  der  GW
psochiater  an,  daß  Waliczel  den  Mord  us
Ueberlegung  begangen  habe,  nach  der  Tat  aber
geistig  nicht  t+nßrt  war.  Das  Gericht

255

—  sac  z  90P  ren,schweren  Kerkers.
  De  ter  stellte  ihm  anheim,
Antrag  !!  g  der  Strafe  zu  stellen,

  damit  er  wieder  ins  S  gehen  könne.
Die  Strafe  könnte  ihm  dann  m  Bn

wege  erlassen  werden.  „Sie  w.  n  doch  wieder
ins  Feld?“  Waliczel:  „Ja,  vie  t  werde  ich
7  .Verhanlun  ter:  eneeäl
WMerden  Sie  wieder  ein  braper  Soldat

Der  Weltkrieg
bericht.)

Die  Metzer.  Festungswerke.
Verlin,  7.  März.  Die  Blätter  veröffentlichen
  Berichte  ihrer  Kriegsberichterstatter,  welche
die  Metzer  Bollwerte  besucht  haben.  Die  unsinnigen
  Gerüchte,  daß  Metzer  Südforts  in  den
Händen  Prr.  Frangosen  sein  sollten,  hat  der  banerische
  Kriegsminister  früher  schon  dementiert.  Die

 

Kriegsberickterstatter  slellen  nunmehr  sest,  daß

sämtliche.  Dun  Met  stärker  als  jemals

  sind  und  dem  groten  artilleristischen  Angriff

  Widerstand  leisten  könnten.

Ein  Dampfer  mit  Salpeter
aufgebracht.

Hamburg,  7.  Wärz.  Der  mit  einer  Ladung
Salpeter  nach  England  bestimmte  Dampfer  „Lioingstone“
  ist  in  der  Nordsee  aufgebracht  und
wegen  Beforderung  von  Bannmarc  als  Prise
nach  Hamburg  eingebracht  worden.

Wölfe  an  der  Balkanfront.

Sof  ia,  7.  März.  Auf  der  ganzen  Balkanfront
  herrscht  Winterwetter.  Bei  Kälte  und
Schneegestöber  kommen  die  Mölfe,  vom  Hunger
  getrieben,  in  ganzen  Rudeln  aus  Rumänien
über  die  Donau  nach  Bulgarien.  Die  bulgarischen
  Bauern  müssen  Hetzsagden  veranstalten,  um
der  Wolfe  Heir  zu  werden.  —  2

ber  melngeichräntte  N  Vovt-Kries

Die  guten  Aussichten  des  U-Bodot-=Krieges.

Budapest.  7.  März.  Der  Stellvertreter
des  Chefs  des  Admiralstabes  sagte  zu  einem  Mitarbester
  der  Zeitung  „A  Nap“:  Wir  brachten
durch  die  Scesperre  inobesondere  Saloniki  in
eine  sehr  schwere  Lage,  sodaß  die  Ententemächie
in  ihrem  —  ungemein  gehindert  sind.  Im

4(——

Mede.  Die

chlffe,  im
Mittelmeer  die  Kohlentransportschiffe  die
vollste  Beute.  Man  kam  amehmen,  daß  die

#kbensmittelversorgung  Englands  durch  11—12
Millionen  Tonnen  Schiffsraum  versehen  wird.
Ein  Teil  dieses  Schiffsraums  wurde  schon  am
Tage  des  Inslebentretens  der  Seesperre  I##-gelegt,
  denn  die  neutralen  Schiffe,  die  man  nuf
212—3  Millionen  Tonnen  veranschlagen  lann,
sind  ausgeblieben.  Es  ist  sehr  leicht  einzusehen,
daß  jede  einzelne  Tanne  Schifforaum,  wesche
von  England  serngehalten  wird,  die  Notlage
Englands  steigert.  Falls  es  im  verschärften  U-Boot-Krieg
  gelingt,  zwei  Millionen  Tonnen
zu  versenken,  muß  sich  die  Lage  sehr  kritisch#gestalten.
  Nach  den  bisherigen  Verlusten  ist  es  sehr
leickt,  auszurechnen,  wann  der  kritische  Punkt  erreicht
  wird.  Die  Lage  der  U-Boote  gestaltet  sich
jetzt  von  Tag  zu  Tag  günstiger,  weil  die  Tage
länger  werden  und  das  U-Boot  im  allgemeinen
nur  bei  Tag  arbeiten  kann.  Ueberdies  wird  Pstig
  on  der  Vermehrung  der  U-BVoote  gearbeitet,
sodaß  man  annehmen  kann,  daß  ihre  Wirksamkeit
  noch  weit  mehr  erhöht  werden  wird,  als

dies  zu  Anfang  der  Fall  gewesen  ist.

Die  Gefahr  für  England.

KNKristiania,  7.  März.  „Schiffahrts-Tidende“
  schreibt  bei  Besprechung'  ves  Unterseebootskrieges,
  es  sei  möglich,  daß  das  britische  Weltreich
  den  größten  Krieg  der  Weltgeschichte  verlieren
  werde  ausschließlich  wegen  schlechter  Verwaltung
  der  Welttonnage.

Englands  U-Boote-Angst.

Lugano,  7.  März.  Die  „Stampa“  berichtet:
  Im.  „Daily  Telegraph“  erklärt  Hurd,  der
Ausgang  des  Krieges  wird  im  nächsten  halben
Jahre  entschieden  werden.  Durch  das  deutschenglische
  Duell  wird  der  Kampf  der  beiden
Mächtegruppen  überhaupt  seinem  Ende  zugeführt.
  Hurd  zitiert  einen  Ausspruch  Jellicoes,
daß  ohne  Handelsmarine  England  überhaupt
nicht  existieren  könne,  und  schließt:  Fällt  unsere
Handelsmarine  unter  ein  bestimmtes,  leicht  zu
bezeichnendes  Niveau  herab,  so  ist  das  Heer  verloren
  und  um  Englands  Seeherrschaft  ist  es  neschehen
  und  das  Volk  kann  dann  nichtsmehr  leben.
  „Manchester  Guardian“  schreibt:  Wenn  unsere
  Handelsverbindungen  unterbrochen  werden,
dann  müssen  wir  den  Krieg  rettungslos  verlieren.
  „Daily  Telegraxh“  führt  weiter  aus:  Die
deutschen  U.  Boote  verseuchen  in  größerer  Zahl
als  je  die  Gewässer,  die  unsere  Dampfer  durchfahren
  müssen,  und  reihen  Erfolg  an  Erfolg,
denn  sie  versenken  nicht  nur  Schiffe,  sondern  auch
wertoolle  Ladungen.  Finanziell  könnten  wir  diesen
  Schaden  ja  tragen,  denn  wir  sind  keich,  aber
es  beginnt  uns  an  Handelsschifsen  zu  fehlen,  und
die  Reeder  finden  selbst  um  teuersten  Preis  nicht
genügend  Schiffsraum,  um  die  Lücken  auszufüllen.
  Im  letzten  Viertefjahr  haben  die  Deutschen
fast  500  Dampfer  versenkt.  Jetzt  arbeiten  sie
mit  verdoppeller  Energie.  Die  Verluste  steigen

s

 

 

und  steigen  und  jedes  versenkte  englische,  verbündete

  oder  neutrale  Schiff  werringert  unsere
Kräfte,  denn  wir  leben  und  lärnpfen  durch  die
Handelosch#sse.  Ohne  Ueberfluß  an  diesen  sind
wir  zu  Lande  und  31  Wasser  machtlos.  Mit  ihren
U--Booten  haben  die  Deutschen  ein  ganz  neues
Schiffoproblem  aufgerollt.

s

Verwischun-Die

  amerikanische  Kriegspolitik.

Neuyork,  7.  März.  Wegen  des  von  den
Juriften  entdeckten  alten  Gesetzes,  das  den  Handelsschissen
  verbietet,  Widerstand  gegen  Kriegsschiffe
  befreundeter  Nationen  zu  leisten,  ist  jetzt
die  Lage  so,  daß,  selbst  wenn  es  den  (Juristen
noch  gelönge,  einen  Weg  zu  finden,  der  Wilson
zu  handeln  gestattet,  die  Angelegenheit  sich  noch
Wochen  lang  hinziehen  kann.  Das  Repräsentantenhaus
  hat  sich  noch  nicht  konstituiert.  Da  beide
Parteien  sich  so  ziemlich  die  Wage  halten,  werden
  die  Kämpfe  um  den  Vorlitz  einige  Zeit
in  Anspruch  nehmen.  Der  Vorschlag  Wilsons,
daß  der  Senat  seine  Geschäftsordnung  ändern
solle,  findet  Widerstand,  da  man  im  Senat  niemals
  einen  Schluß  der  Debatte  kannte.  Das
Publikum  bleibt  im  allgemeinen  ruhig.

Amerikas  Hochfinanz.

Bern,  7.  März.  Pariser  Blätter  veröffentlichen
  eine  Depesche  aus  Neuyork,  wonach  die
amerikanische  Hochfinanz  bereit  ist,  den  Regierungen
  der  Vereinigten  Staaten  und  der  Entente
  jede  finanzielle  Unterstützung  angedeihen
zu  lassen.  Die  Einführung  der  militärischen
Dienstpflicht  werde  von  der  Hochfinanz  ebenfalls
für  die  Politik  Amerikas  als  notwendig  betrachtet.

  Es  soll  ein  Gesetz  eingebracht  werden,  welche

alle  Ausgaben  von  Obligationen  der  alliierten
Regierungen  für  eine  gewisse  Zeit  nach  dem
Kriege  von  den  Steuen  besrei.

Chlns  nuler  den  —  bee  Enleule

London,  7.  März.  Die  „Times“  berichten
  aus  Peking  vom  Sonntag,  daß  die  Präsidenten
  der  beiden  Häuser  des  Parlaments  anläßlich
  der  Ministerkrise  den  Präsidenten  besucht
haben  und  ihm  mitteilten,  daß  er  den  allgemeinen
  Wunsch  des  Parlaments  falsch  verstanden
habe.  Es  werden  energische  Versuche  unternommen,
  um  eine  Versöhnung  zwischen  dem  Präsidenten
  und  dem  Mmnisterpräsidenten  herbeizuführen.


London,  7.  März.  Reuter.  Es  verlautet,
dak  unter  den  allüerten  Mächten  völliges  Einvernehmen
  über  die  Lage  in  China  besteht.
Die  alliierten  Mächten  handeln  in  einigem  Zusammengehen
  und  gewähren  China  jeden
Rat,  den  es  fordert.  Von  einer  Note  der  (Gesandten
  der  Alliierten  an  China  ist  hier  nichts
bekannt,  dagegen  beraten  die  Botschafter  über
den  finanziellen  Beistand,  der  China  gewährt
werden  soll,  falls  es  sich  zum  Abbruch  der  Beziehungen
  zu  Deutschland  entschlossen  haben

Nur  auf  diesem  Wegel

 

Der  finanzielle  Beistand  wird  in  der  Form
geleistet,  daß  die  aus  dem  Boxeraufstand  an  #die
Mächte  zu  leistenden  Entschädigungen  bis  nach
dem  Kriege  aufgeschoben  und  der  Zolltarif  reoidiert
  wird.  Das  sind  die  beiden  Punkte,
die  noch  erörtert  werden.  Alle  führenden  Personen
  Chinas  sind  für  den  Abbruch  der  Beziehungen
  zu  Deutschland.  Doch  sind  noch  einige
technische  Schwierigkeiten  vorhanden.  veren  L5.
sung  der  Präsident  wünscht,  beu'r  er  seine
Zustimmung  gibt.

—.  —
Einstellung  des  Bierbrauereibetriebes
  in  Norddeutlschland.
Berlin,  7.  März.  Wie  das  „B.  T.“  von
unterrichteter  Seite  erfahren  haben  will,  wird
die  Biererzeugung  Norddeutschlands  demnachst
ganz  eingestellt  werden,  da  die  (erfie  zu  andere#n
Nahrungszwecken  benötigt  wird.  Aufangs  Mai
dürfte  es  voraussichtlich  in  Norddeutschland  kein
Bier  mehr  geben.
Wird  Bayern  diesen  Schritt  Norddeutschlands
nachmachen  müssen?
Kaiser  Karl  in  Budapest.
Wien,  7.  März.  Kaiser  Karl  wird  den  9.
März  in  Budapest  verbringen.  Wie  die  „N.  Fr-Pr.“
  meldet,  wird  der  Besuch  der  ungarischen
Hauptstadt  auch  politische  Bedeurung  haben.  Der
Minister  des  Aeußern,  Graf  Ciernin,  somie  der
1.  Hofmarschall  werden  sich  in  Begleitung  des
Kaisers  befinden,  der  in  der  Burg  auch  die
Führer  der  ungarischen  Oppesition  empfangen
wird.
Strafgefangene  im  französischen
eere.  '
Paris,  7.  März.  Die  Kammer  nahm  eine
Vorlage  an,  betr.  Einftellurg  pon  Strafgefangenen
  in  die  Einheiten  der  Kämpfer  und  ihre
Verwundung  zu  Verteidigungsarbeiten.

hame  Chront.

Eine  löbliche  Fischmarktordnung
bestand  im  Mittelalter  in  Oldenburg.  Wie  heute
  die  allgemeine  Fieischlnappheit,  so  hatten  damals
  die  ausgedehnten  Fastengebote  der  Kirche
den  Bedarf  und  die  Nachfrage  der  Bepölkerung
  nach  Fischen  bedeutend  gesteigert.  Um  im
Interesse  der  Verbraucher  die  Fischhändler  zu
zwingen,  ihre  Ware  rasch  und  billig  wegzugeben,
  erließen  die  Bebörden  eine  Verordmung,
daß  die  Händler  und  Händlerinnen  sich  nicht  setzen
  durften,  solange  sie  noch  etwmas  zu  rerkaufen
  hatten.  Aehnliche  Marktordnungen  bestan
den  auch  in  Wien  und  in  Venedig,  wo  die  Fi
scher  sogar  bloßen  Fußes  u.  unbedecklen  Hauptes
  (in  der  südlichen  Hiße!)  stchen  mußten.

 

 

 

Wetterbericht  fur  Donnerstag,  den  8.  Mäörz-Meist
  trüb,  zeitweile  Schnecfälle.

Tiott  dem  Allmächtigen  bat  es  gelallen,  unsere  inniggeliebte,  treubesorgte  Muitter,  Schwiegermutter,  Glossmutter,  Schwester  und  lame

Frau  Emmy  Scanzoni  von  Lichtenfels

verw.  von  Schastieni  zu  Remété  und  Poganyest,  geb.  Schemfl,

nach  kurzem,  schwerem  Leiden,  verschen  mit  den  Troenmungen  der  hl.  Kirche,  zu  sich  zu  rufen.

ROSENHEIM,  den  7.  Marz  1917.

Die  Berdigurg  lindet  Donnerstag,  den  B.  März,  um  4½

Im  Namen  der  tielftrauernden  Hinterbliebenen:

Elsa  Frtilran#  vün  Seckendorff—Aberdar  geb.  von  Sebastiari.

um  9  Uhr  vormiuags  io  der  Stadtpfarrkirche  abgehalten.

 

Uhr  vom  Leichenhaus=  aus  stah.  Der  Serlengontesdierst  wird  am  Freitag,  den  9.  Marz.