KHosenheime Anzelger
Deonnerstag, 8. März 1017
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graben. Bei der Verbanoiung. gab der GW
psochiater an, daß Waliczel den Mord us
Ueberlegung begangen habe, nach der Tat aber
geistig nicht t+nßrt war. Das Gericht
255
— sac z 90P ren,schweren Kerkers.
De ter stellte ihm anheim,
Antrag !! g der Strafe zu stellen,
damit er wieder ins S gehen könne.
Die Strafe könnte ihm dann m Bn
wege erlassen werden. „Sie w. n doch wieder
ins Feld?“ Waliczel: „Ja, vie t werde ich
7 .Verhanlun ter: eneeäl
WMerden Sie wieder ein braper Soldat
Der Weltkrieg
bericht.)
Die Metzer. Festungswerke.
Verlin, 7. März. Die Blätter veröffentlichen
Berichte ihrer Kriegsberichterstatter, welche
die Metzer Bollwerte besucht haben. Die unsinnigen
Gerüchte, daß Metzer Südforts in den
Händen Prr. Frangosen sein sollten, hat der banerische
Kriegsminister früher schon dementiert. Die
Kriegsberickterstatter slellen nunmehr sest, daß
sämtliche. Dun Met stärker als jemals
sind und dem groten artilleristischen Angriff
Widerstand leisten könnten.
Ein Dampfer mit Salpeter
aufgebracht.
Hamburg, 7. Wärz. Der mit einer Ladung
Salpeter nach England bestimmte Dampfer „Lioingstone“
ist in der Nordsee aufgebracht und
wegen Beforderung von Bannmarc als Prise
nach Hamburg eingebracht worden.
Wölfe an der Balkanfront.
Sof ia, 7. März. Auf der ganzen Balkanfront
herrscht Winterwetter. Bei Kälte und
Schneegestöber kommen die Mölfe, vom Hunger
getrieben, in ganzen Rudeln aus Rumänien
über die Donau nach Bulgarien. Die bulgarischen
Bauern müssen Hetzsagden veranstalten, um
der Wolfe Heir zu werden. — 2
ber melngeichräntte N Vovt-Kries
Die guten Aussichten des U-Bodot-=Krieges.
Budapest. 7. März. Der Stellvertreter
des Chefs des Admiralstabes sagte zu einem Mitarbester
der Zeitung „A Nap“: Wir brachten
durch die Scesperre inobesondere Saloniki in
eine sehr schwere Lage, sodaß die Ententemächie
in ihrem — ungemein gehindert sind. Im
4(——
Mede. Die
chlffe, im
Mittelmeer die Kohlentransportschiffe die
vollste Beute. Man kam amehmen, daß die
#kbensmittelversorgung Englands durch 11—12
Millionen Tonnen Schiffsraum versehen wird.
Ein Teil dieses Schiffsraums wurde schon am
Tage des Inslebentretens der Seesperre I##-gelegt,
denn die neutralen Schiffe, die man nuf
212—3 Millionen Tonnen veranschlagen lann,
sind ausgeblieben. Es ist sehr leicht einzusehen,
daß jede einzelne Tanne Schifforaum, wesche
von England serngehalten wird, die Notlage
Englands steigert. Falls es im verschärften U-Boot-Krieg
gelingt, zwei Millionen Tonnen
zu versenken, muß sich die Lage sehr kritisch#gestalten.
Nach den bisherigen Verlusten ist es sehr
leickt, auszurechnen, wann der kritische Punkt erreicht
wird. Die Lage der U-Boote gestaltet sich
jetzt von Tag zu Tag günstiger, weil die Tage
länger werden und das U-Boot im allgemeinen
nur bei Tag arbeiten kann. Ueberdies wird Pstig
on der Vermehrung der U-BVoote gearbeitet,
sodaß man annehmen kann, daß ihre Wirksamkeit
noch weit mehr erhöht werden wird, als
dies zu Anfang der Fall gewesen ist.
Die Gefahr für England.
KNKristiania, 7. März. „Schiffahrts-Tidende“
schreibt bei Besprechung' ves Unterseebootskrieges,
es sei möglich, daß das britische Weltreich
den größten Krieg der Weltgeschichte verlieren
werde ausschließlich wegen schlechter Verwaltung
der Welttonnage.
Englands U-Boote-Angst.
Lugano, 7. März. Die „Stampa“ berichtet:
Im. „Daily Telegraph“ erklärt Hurd, der
Ausgang des Krieges wird im nächsten halben
Jahre entschieden werden. Durch das deutschenglische
Duell wird der Kampf der beiden
Mächtegruppen überhaupt seinem Ende zugeführt.
Hurd zitiert einen Ausspruch Jellicoes,
daß ohne Handelsmarine England überhaupt
nicht existieren könne, und schließt: Fällt unsere
Handelsmarine unter ein bestimmtes, leicht zu
bezeichnendes Niveau herab, so ist das Heer verloren
und um Englands Seeherrschaft ist es neschehen
und das Volk kann dann nichtsmehr leben.
„Manchester Guardian“ schreibt: Wenn unsere
Handelsverbindungen unterbrochen werden,
dann müssen wir den Krieg rettungslos verlieren.
„Daily Telegraxh“ führt weiter aus: Die
deutschen U. Boote verseuchen in größerer Zahl
als je die Gewässer, die unsere Dampfer durchfahren
müssen, und reihen Erfolg an Erfolg,
denn sie versenken nicht nur Schiffe, sondern auch
wertoolle Ladungen. Finanziell könnten wir diesen
Schaden ja tragen, denn wir sind keich, aber
es beginnt uns an Handelsschifsen zu fehlen, und
die Reeder finden selbst um teuersten Preis nicht
genügend Schiffsraum, um die Lücken auszufüllen.
Im letzten Viertefjahr haben die Deutschen
fast 500 Dampfer versenkt. Jetzt arbeiten sie
mit verdoppeller Energie. Die Verluste steigen
s
und steigen und jedes versenkte englische, verbündete
oder neutrale Schiff werringert unsere
Kräfte, denn wir leben und lärnpfen durch die
Handelosch#sse. Ohne Ueberfluß an diesen sind
wir zu Lande und 31 Wasser machtlos. Mit ihren
U--Booten haben die Deutschen ein ganz neues
Schiffoproblem aufgerollt.
s
Verwischun-Die
amerikanische Kriegspolitik.
Neuyork, 7. März. Wegen des von den
Juriften entdeckten alten Gesetzes, das den Handelsschissen
verbietet, Widerstand gegen Kriegsschiffe
befreundeter Nationen zu leisten, ist jetzt
die Lage so, daß, selbst wenn es den (Juristen
noch gelönge, einen Weg zu finden, der Wilson
zu handeln gestattet, die Angelegenheit sich noch
Wochen lang hinziehen kann. Das Repräsentantenhaus
hat sich noch nicht konstituiert. Da beide
Parteien sich so ziemlich die Wage halten, werden
die Kämpfe um den Vorlitz einige Zeit
in Anspruch nehmen. Der Vorschlag Wilsons,
daß der Senat seine Geschäftsordnung ändern
solle, findet Widerstand, da man im Senat niemals
einen Schluß der Debatte kannte. Das
Publikum bleibt im allgemeinen ruhig.
Amerikas Hochfinanz.
Bern, 7. März. Pariser Blätter veröffentlichen
eine Depesche aus Neuyork, wonach die
amerikanische Hochfinanz bereit ist, den Regierungen
der Vereinigten Staaten und der Entente
jede finanzielle Unterstützung angedeihen
zu lassen. Die Einführung der militärischen
Dienstpflicht werde von der Hochfinanz ebenfalls
für die Politik Amerikas als notwendig betrachtet.
Es soll ein Gesetz eingebracht werden, welche
alle Ausgaben von Obligationen der alliierten
Regierungen für eine gewisse Zeit nach dem
Kriege von den Steuen besrei.
Chlns nuler den — bee Enleule
London, 7. März. Die „Times“ berichten
aus Peking vom Sonntag, daß die Präsidenten
der beiden Häuser des Parlaments anläßlich
der Ministerkrise den Präsidenten besucht
haben und ihm mitteilten, daß er den allgemeinen
Wunsch des Parlaments falsch verstanden
habe. Es werden energische Versuche unternommen,
um eine Versöhnung zwischen dem Präsidenten
und dem Mmnisterpräsidenten herbeizuführen.
London, 7. März. Reuter. Es verlautet,
dak unter den allüerten Mächten völliges Einvernehmen
über die Lage in China besteht.
Die alliierten Mächten handeln in einigem Zusammengehen
und gewähren China jeden
Rat, den es fordert. Von einer Note der (Gesandten
der Alliierten an China ist hier nichts
bekannt, dagegen beraten die Botschafter über
den finanziellen Beistand, der China gewährt
werden soll, falls es sich zum Abbruch der Beziehungen
zu Deutschland entschlossen haben
Nur auf diesem Wegel
Der finanzielle Beistand wird in der Form
geleistet, daß die aus dem Boxeraufstand an #die
Mächte zu leistenden Entschädigungen bis nach
dem Kriege aufgeschoben und der Zolltarif reoidiert
wird. Das sind die beiden Punkte,
die noch erörtert werden. Alle führenden Personen
Chinas sind für den Abbruch der Beziehungen
zu Deutschland. Doch sind noch einige
technische Schwierigkeiten vorhanden. veren L5.
sung der Präsident wünscht, beu'r er seine
Zustimmung gibt.
—. —
Einstellung des Bierbrauereibetriebes
in Norddeutlschland.
Berlin, 7. März. Wie das „B. T.“ von
unterrichteter Seite erfahren haben will, wird
die Biererzeugung Norddeutschlands demnachst
ganz eingestellt werden, da die (erfie zu andere#n
Nahrungszwecken benötigt wird. Aufangs Mai
dürfte es voraussichtlich in Norddeutschland kein
Bier mehr geben.
Wird Bayern diesen Schritt Norddeutschlands
nachmachen müssen?
Kaiser Karl in Budapest.
Wien, 7. März. Kaiser Karl wird den 9.
März in Budapest verbringen. Wie die „N. Fr-Pr.“
meldet, wird der Besuch der ungarischen
Hauptstadt auch politische Bedeurung haben. Der
Minister des Aeußern, Graf Ciernin, somie der
1. Hofmarschall werden sich in Begleitung des
Kaisers befinden, der in der Burg auch die
Führer der ungarischen Oppesition empfangen
wird.
Strafgefangene im französischen
eere. '
Paris, 7. März. Die Kammer nahm eine
Vorlage an, betr. Einftellurg pon Strafgefangenen
in die Einheiten der Kämpfer und ihre
Verwundung zu Verteidigungsarbeiten.
hame Chront.
Eine löbliche Fischmarktordnung
bestand im Mittelalter in Oldenburg. Wie heute
die allgemeine Fieischlnappheit, so hatten damals
die ausgedehnten Fastengebote der Kirche
den Bedarf und die Nachfrage der Bepölkerung
nach Fischen bedeutend gesteigert. Um im
Interesse der Verbraucher die Fischhändler zu
zwingen, ihre Ware rasch und billig wegzugeben,
erließen die Bebörden eine Verordmung,
daß die Händler und Händlerinnen sich nicht setzen
durften, solange sie noch etwmas zu rerkaufen
hatten. Aehnliche Marktordnungen bestan
den auch in Wien und in Venedig, wo die Fi
scher sogar bloßen Fußes u. unbedecklen Hauptes
(in der südlichen Hiße!) stchen mußten.
Wetterbericht fur Donnerstag, den 8. Mäörz-Meist
trüb, zeitweile Schnecfälle.
Tiott dem Allmächtigen bat es gelallen, unsere inniggeliebte, treubesorgte Muitter, Schwiegermutter, Glossmutter, Schwester und lame
Frau Emmy Scanzoni von Lichtenfels
verw. von Schastieni zu Remété und Poganyest, geb. Schemfl,
nach kurzem, schwerem Leiden, verschen mit den Troenmungen der hl. Kirche, zu sich zu rufen.
ROSENHEIM, den 7. Marz 1917.
Die Berdigurg lindet Donnerstag, den B. März, um 4½
Im Namen der tielftrauernden Hinterbliebenen:
Elsa Frtilran# vün Seckendorff—Aberdar geb. von Sebastiari.
um 9 Uhr vormiuags io der Stadtpfarrkirche abgehalten.
Uhr vom Leichenhaus= aus stah. Der Serlengontesdierst wird am Freitag, den 9. Marz.