gesamt 14 816 Koͤpfen. Demgegenuͤber hatte die Suͤdafrikanische
Union im gleichen Jahre eine europaͤische Bevoͤlkerung von
1278 713 Köpfen, also beinahe das Hundertfache. Deutsch-Südwestafrika
besaß keine schwere und eine wenig zahlreiche sonstige
Artillerie.
Die Behauptung, der Gouverneur von Südwestafrika habe
mit Maritz vor Beginn des Krieges Verabredungen irgendwelcher
Art getroffen, ist durchaus unrichtig. Unsere Gegner haben einen
Beweis hierfür nicht einmal versucht.
Es ist unrichtig, daß die deutschen Truppen alsbald nach Ausbruch
des Krieges bei Scuitdrift und bei Nakab-Süd englisches
Gebiet angegriffen haben. Richtig ist vielmehr, daß englischerseits
von einer bei Scuitdrift im Orangefluß liegenden Insel auf
deutsches Gebiet hinübergeschossen wurde. Deutscherseits ist
lediglich dieses Feuer erwidert worden. Der Angriff erfolgte von
englischer, nicht von deutscher Seite. Der zweite Ort, Nakab-Süd,
liegt überhaupt nicht auf englischem, sondern auf deutschem
Gebiet!
Zum Beweise dafür, daß Nakab-Süd im englischen Gebiet
liege und seine Besetzung eine Verletzung englischen Gebietes sei,
hat die Regierung der Südafrikanischen Union am 9. September
1014 im Parlament in Kapstadt den Abgeordneten eine englische
Karte vorgelegt, auf welcher der Platz Nakab-Süd auf englischem
Gebiete eingetragen war. Eine Betrachtung dieser Karte, von
der ein Originalstück in meinem Besitz ist, zeigt aber deutlich, daß
Nakab-Süd ursprünglich auf deutschem Gebiet eingetragen war,
daß diese Eintragung durch Rasur entfernt und die Rasurstelle
nachträglich mit brauner Farbe überdruckt und der Ort Nakab-Süd
auf engliches Gebiet verlegt ist.
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