Metadata : Rosenheimer Anzeiger. 64. Jahrngang (64)

Kummer  72

über  die  Angelegenheit.  ohne  Kommentar  und  im  liebesgabendienst  und  Postverlehr  sowie  der
erimert  daran,  daß  Caillaurx  in  dem  Prozeht  Geislichen  im  Hilfsdienst  gesordert;  die  Suger  rseiner
  Frau  am  27.  Juli  1914  erklärte,  daß  er  versergung  ist  ebenfalls  Gegenstand  der  Vernicht
  meht  als  1  200  000  Frcs.  Vermögen  be-,  Dha#dlungen.  Frankreich  darf  darüber  nicht  im
Das  „Journal  des  Debats“  14t  mit:  „Zweisel  sein,  daß  wir,  falls  es  die  erniedrigende

aillaux  erfreut  sich  bis  jetzt  leiner  Vergünsti.  Behandlung  unserer  Gefangenen  gegenüber  uscht
gung.  Er  winde  in  eine  gewöhnliche  Zelle  ge-ändert,  weitere  Vergeltungsmahnahmen,  anordbracht.
  Hauptmann  Boucherdon  weigerk  sich,  el-  nen  werden.  ir  n  410  000  gefangene
was  mitzuteilen.  ·  Franzosen  und  ũber  Hoon  Offiziere,  mindestens

———  Q  doppelt  soviel  als  die  Franzosen  Gefangene  von
die  Gefangenen-Behandlung  ans.  Wir  müssen  schliehlich  gegen  die  gesangeim
  hauplausschuß.

nen  Franzosen  vorgehen,  wollen  wir  unfere  bra-*
  Berlin,  15.  1.  Der  Hauptausschuß

ven  Soldaten  und  Krieger  nicht  im  Slich  lassen.

Hierauf  wurde  von  Ausschußmitgliedern  erltläl:

  Wenn  e:  uscht  be  Keutenbbe=  esser  wird,  müs-'

  en  wir  unfere  Machtmitlel  rücklicht  elos  zur
des  Neich  s  *zi  *  die  Seband  Anwendung  bringen;  wenn  alle  Vorstellungen
Frantere-  as  #  Anfrage  deihe  Geün-  nichs  nüten,  muß  krutale  Gegenseitigkeit  ier
die  Regierung  zu  ihren  neuen  Mahnahmen  werden.  Die  erste  Vergelkungs  mahnahme  ist  bn5

  der  Internierung  von  Franzosen  und
Französinnen  nordfranzöfischer  Gebiete  veranlaßt
Hätten,  bestatigte  General  Friedrich,  daß

reits  1915  angerrdnet  worden.  Dem  Kriegsm'-nister
  und  der  Heeresderwaltung  lann  nicht  vorgewersen
  werden,  daß  se  zu  spät  eingegrissen
läten.  Wir  haben  von  Anfang  an  eine  mensch-⅛
  Hef—
e  ii  krbntn  liche  Vehandlung  unserer  Gefangenen  verlangt.
##  -  ehi  ·  z1  ;  Ve  2  -  itzn  *
zosen  ihr  Verhalten  nicht  ändern,  werden  weitere  In  weileren  Verlauf  der  Sihungen  erklärt
charfe  Vergellungemabnahmen  angeordnen.  Das
chwere  Unrecht,  das  die  Iranzosen  au  unseren
Elsässern  getan  haben  und  ihre  Weigerung,  lie

itze.  —

 

 

 

  

Unle  saatsetre  är  ven  dem  Vussche,  es  sei  der
Winsch  des  Reich-zkanilers,  dasz  morgen  die  po—
ltitte  Deb##tte  nicht  ausgenemmen  wird,  da  die.s
bei  dem  Stande  der  Verhandlungen  in  Vrest-*

  lIa  ·  .-Fkkusazägchliassk
  der-“  baaße  00  Heh  Litowsl  eine  schädliche  Wirkeng  hüben  könnte.
i  1  3  1  „

Hoczminden  überführt  wurden;  minoestens  200

Elsässer  werden  noch  w-  derrechtlich  in  Frank-  Ausland.  -

reich  zurückgehalten.  Alle  Vorsiellungen  und  Spanien

7  .  ranzo  ubeach2e:  n  «.·  .

åfåfsksku"?«?T"LZ.’:"FIT-kkkx»TUTTI-PET-IT2.I;«?LsT-IWIIdOsiJ-"NIJHEEPWOMM

*  —  r  *  l  2  1  E  *

gehalten,  bis  die  Franzosen  den  letzten  Ellässer  kii  4•  nu.  liahire  1

Derausgegeben  haben.  .

*  2  —  in  Bern  mit  den  rarich  ii  ven  gröfter  Wich  iglei.  Kommt  die
Engläidern  und  den  enderen  Nationen  war  der  #.  irl  Wge°  Fon,  ein  acd-  zunn  br
I  ##  "

Wi  rer  #  —  WWu-  tneedn  8  «  das  in.  letzner
ten;  der  Verbinn  en  in  Korenbage  en  Redeltion)
I  t  go  *

waren  rfreulich.  In  Bern  hatte  die  deutsche  l
Regierung  grotzen  Widerstand  zu  überwinden,  Polisijche  Kundschau.
auum  60  000  F  E—  am  lienväler  zum  Austausch  eu  brin-  Steuerreform  in  BVavern
gen;  die  Framoren  legten  dem  alle  möglichen,  ,  »  e  »»·«
Hindernisse  in  den  Weg.  Die  Schweiz  hat  un  D  Dem  bwerichen  Landtag  ist  die  in  der  Budsere
  Bemühungen  lebhaft  unterft  übt.  Ich  gebe  geltede  des  Finanzministers  angekündigte  Vormich
  der  Lolsiung  hin,  daß  die  Franzos#en  sich  1  lage  zur  Fertführung  der  Reform  der  drrekten
kach  nech  rn  7  4%  e  1mur  4  iei  s-  Stetern  zugegangen.  Die  Vrrlage  bringt  sieben

44  ein  (nlr  e-  Gestet#.  u  run  Zl  —  verner
  treten,  sowie  ein:  befere  Behandlen  #  Gesekentwürse,  näml'ch  un  Entwurf  en-s  Ver
rer  Landsleul:  in  die  Wege  leiten.  Am  1.  6  mögenssteuergesetzes,  eines  Gesetzes  zur  Abändebruar
  werden  Schweiner  Aerzte  in  Junr  rung  des  Einkommensteuergesetzes,  eines  Gesetund
  Deutichlund  Umschau  helen  und  ich  heise,  zes  ur  Abänderung  des  Haussteuergesetzes,  eines

Gesezeo  zur  Abänderung  des  Umlagengesetzes,

daß  das  Ergeb#us  ei  gegensellizer  Auslausch

1  4  (  .-.  -  .
BUT-n  "·l""1-VLIA  V«1(«7"g""«"dk.cmeswcjctzcszukAlmpdctungdessiapctalkcns»
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tengtfetzes,  eines  Gesehes  zur  Abänderung  des
Einfübrungsgesees  und  endlich  eines  Gesetzes
zur  Akänderung  der  Kirchengemeindcordnung
"a  der  beiden  Gemeindeordnungen  für  die  Lanöltile
  rechts  und  lini#s  des  Rheins.  Die  Vor-Schweiz

  ijt  durch  das
Schweiz  ermöglicht  wor-20
  000  Väier  Koxf  um
Kopf  auszutauicher,  ill  ven  Frankreich  nicht
angenommen  worden.  26-r  hüben  dann  vorgeschlagen,
  50—0  Framio##en  gegen  4000  deutche
Familienväer  auszutauichen;  sie  wollten  eher  c
westmckr«)lr·-1vkr1u-«)evon  Deutschen  werden
  in  Frankkreich  schwer  bestraft;  in  Deutschland
  und  England  auf  Grund  ron  Vereinbarungen
  hagenen  mit  14  Tagen  Gefängnis.  In  Bezug
  auf  Sabetage  sind  wir  mit  England  im
Einvernehmen;  sie  ell  weder  getrieben,  noch
unterstützt  werden.  In  Frankresch  dagegen  werd
die  Sabe#tage  amtlicherseits  unterstützt;  das  muß
gegenüber  irrlümlichen  Zeitungemeldungin  festgestellt
  werden.  Beschimpfungen,  schlechte  Behandlung
  und  Beraubung  ven  Kriegegesangenen
  sind  in  Frankreich  länsig.  Wir  haben  Vorstellungen
  und  Minnahmen  dagegen  verlangt.
Ebenso  haben  we##r  die  Verwendung  gefangener
Unterossiziere  aller  Grade  zur  Beaussichtigung

Spruchwelshelt.
Der  schmerz  In  der  große  lebrer  der  Menfchen.
Unnr  fine  hauche  entfallen  Öch  alt  -telen,

enlegen.)
wonteh  u  Preu
wosten  enaen.  Hner  schritt  durch  den  Hof  zu  einer  hroßen,

runden  Oessnung  im  Boden
„Was  it  denn  das  hier?“  l
eilano  Dias,  Herr  Professor,  wissen  Sie,“  rief
.  Iue,  di  e  lcrbtgcjpkungcnwatz,,daSutcm-un-Die
  Knine  5698  Saimin.  sendischer  Schacht,  aber  er  ist  ganz  nersallen.

Der  leitet  von  hier  zum  anderen  Teil  der  Ruine
10)  Noman  hinüber  und  von  vort  weiter  hinunter  bis  an
ant  dem  Lande  der  —  von  Luls  Humpeler.  den  Fulz  der  Ruine  und  bis  zum  Steinhaus  bei
unittem  Garten.“

Ise  hatte  Balmer  an  der  Hand  gefaßt  und
fültle  ihn  von  der  Oeffnung  weg  bis  an  den
Rand  der  Ruine,  von  wo  die  Felsen  fenkrecht  abstürten
  bes  zum  Talgrund,  und  zeigte  ihm  das
Tlein  us.

„Ilse,  geh  nicht  so  weit  hinaus,“  rief  Frau
von  Hohenfels  nähertretend.  v  (F.

„Ich  kann  ja  nicht  füne  Auting,  der  Herr
Presessor  lält  mich  fest  an  der  Hand

Ei  blickte  bei  diesen  Worten  vertrauensvoll
und  zuversichtlich  zu  Balmer  auf.

Familienvärer  in  der
Entgegenkommen  der
den.  Unser  Versuch,

  

     

eilheil  besonderen  Ausschusse  überwiesen.

Baoyerischer  Landlag.

München.  14.  1.

 

Die  Leder-  und
Brennstosfversorgung.
Die  leidige  Lederversorgung  und  der  Brennstosmangel

  beschäftigten  zu  Beginn  der  Beratungen

  in  dieser  Woche  daz  Haus.  Es  lagen
hierm  eine  Reine  von  Amrägen  vor,  die  vom

Ausschuß  zu  Sammelantragen  zusammengefaßt

wurden  und  die  von  Ver  Negierung  Abh.-lfemaß-.

  verlangen.  Die  Frage  der  Lederkala-Da

  muf,  le  Valmer  herzlich  lachen:
Dieses  Zeugnis  nehme  ich  mit  Vergnügen

liept  Polde  Gescheiden.

„Was,  du  spielft  ½  so  munderschen  Geige?
  Komnz  her  und  laß  dir  danke

Ohne  Schen  trat  soe  #u  ihm  hen.  Voalturr  legte
  seine  Hand  auf  das  dunlle  Lodenköpfchen
und  blickte  Ilse  in  die  Augen,  die  wie  zwei
schwar##e  Kirschen  in  dem  liebreizenden  Gesicht
aufleuchteten.

„Du  lleine  große  Künilerin!“
4%  en  sü  Ihr  zartes,  silbernes  Stimmn

  erkl

„Herr  Poffesor,  spielen  Sie  auch  Geige?“
„Nein,  leider!  Ich  habe  die  Musik  unendlich

„Bist  du  denn  auch  schon  in  em-  unterirsieb
  aber  ich  habe  niemals  Zeit  ge  Geobt,  spie-  dileen  Gange  gewe  *2  6  dieh
betreiben  „Rein,  Mutting  erlaubt  es  nicht.“

kn-  zu  lernen.  Ich  habe  andere  Musi

„  denn  für  eine?“
*“  Ille,  wie  kannst  du  so  neugierig  sein?“

“—
#%n  Mutting,  ,de
—

—  sich  #u  der  jungen  Frau.“

„Gehört  das  Steinhaus  auch  zu  Ihrem  Besitz,
  gnädige  Frau

„Ja,  das  ist  ein  Vte  8  Es  war  frũher
mit  dem  Herrenhaus  verbunden.  Mein  Vater
aber  ließ  das  Herrenhaus  umbauen,  und  uut  i#s

 

Rosenlsel#er  Anzelge#n

Zeil  sehr  der  Emtente  zuneigt.  Die
l

«  trägt  zweifellos  sozialen  Gesichtspunllen
NRechrung.  Voraussichtlich  werden  die  Vorlagen

mität  besprach  zmachst  der  Abg.  Genlner
(Soz.),  der  auf  die  Ursachen  näher  einging  und
insbesondere  auf  die  Schwierigkeiten  der  Berg-,
For.  und  Landarbeiter  hinwies,  bie  diese  Ar
beiterkatehdorien.  bei  schlechtem.  Schuhwer  ausgeetzt
  Er  befürwortete  cine  größere  Dezen-2
  im  Verlehr  mit  Leder  und  k4
waren.  Der  unabhängige  Sozialdemokrat
Simon  machte  die  Regierung  für  die  pelnkalamität
  verantwortlich,  behauptete,  daß  die
militärischen  Belleidungsämter  mit  Leder  unwirlschaftlich
  verfahren  und  wandte  sich  scharf
gegen  den  Wucher  mit  Ersatzschuhen,  wobei  er
auf  den  Tisch  des  Hauses  Strohschuhe  niederlegte,
  die  er  um  den  Wucherpreis  von
erstanden  halle.  —  Dann  kamen  eine  Reihe  von
Negierungsvertreter  zum  Zuge.  Di:  Militärverwaltung
  sandte  deren  zwei  vor.  Ihren  Darlegungen
  ist  zu  entnehmen,  daß  die  Heeresverwaltung
  bereit  ist,  alle  ihr  zu  Gebot:  stehenden
Mittel  zu  ergreisen,  um  die  Ledernot  zum  minbesten
  zu  mildern.  Sie  erllärten  sich  mit  den
Anträgen,  insbesondere  auf  Errichtung  ciner
bayerischen  Leder-onderbewirks  schaflung,  einvers#anden.
  Weller  wurde  von  den  Vertretern  der
Heeresverwallung  mitgeteilt,  daßm  diese  dem
Ministerium  de;z  Innern  40  000  Klgramm  Leder
  uberwicien  habe  zur  Verforgung  der  Zivil-1
  völlerung,  und  es  wurde  bestritten,  daß  die
Vellefdungsämter  unnütz  hohe  Lederbeslände
angehäuft  hätten.  De  Vertreter  der  Zivilstagteministerien
  mußten  im  allgemeinen  die
schr.  ierige  Lige  auf  dem  Ledermarlte  zugeben.
Sie  Aru#ien  bedauerliche  rmeie  auch  leine  radilale
  Vesserung  in  Aussicht  stellen.  Ja#  Staatsrat
v.  Meincl  kenmziichnet:  die  Lage  dahin,  daß
er  sagte:  W.  r  alle  werden  uns  an  die  Helzsohlen
  noch  gewöhnen  müssen!  Erireulich  wor  zu  hören,
  das  in  nächster  Zeit  20  000  Paar  Schule
für  Forn  und  Weldarbeter  bereitgestellt  wür—
den.  In  der  me  #eren  Deb#it:  führte  Abg.
Lun  (Vd0.,  ernent  bi#tere  Klage  der  bayer.  Lederlländler
  und  Schuhmacher,  die  gezwungen
Würden,  minderwerlige  Holz  ohlen  über  den  Weg
ven  Verlin  31  beziedzen.  Abg.  Keidel  (Soz.)
rezeichnete  die  ganze  Dislussion.  über  die  angeschnittenen
  Fragen  als  ein  wertloses  Produtt.
Darauf  fanden  die  Anträge  des  Ausschusses  Ann—
  alme.
I  Im  weiteren  Berlaufe  der  Sitzung  wandte
man  sich  dann  den  Anträgen  belr.  ausreischende
  Versorgung  der  Bevölkerung
und  der  mirtschaftlichen  und  industriellen
  Betriebe  mit  Breunstoffen,
insbesondere  Kohlen,  31,  wobei  .
Korncrisozg  ospnqigcp  Vorgehen  der  Regierung
  durch  Verstaatlichurg  der  Kohlengruben
"t  ferderte  und  auf  die  schlimmen  Folgen  hinwies,
die  ungenügende  Kohleub:  lieserung  für  die  industriellen
  Betriebe  mit  sch  beingen  müßte.  Insbesendere
  verlangte  auch  er,  daß  die  Enischädigungexslicht
  für  Arblier,  die  31  seiern  ge--wungen
  seicn,  dem  Staat  rder  dem  Unternehmertum
  auferlegt  werde.

 

 

 

Der  Ausbauder  baper  ischen
Wasserkräfte.
ünchen.  14.  1.  In  der  heutigen  Sitzung
des  Finanzausschuses  der  Kammer  der  Abgeordneten
  *  nd  der  Haushaltsetat  des  Innern
auf  der  Togesordnung.  Die  Abgg.  Auer  (S.),
Held  (Zir.,  und  Dr.  von  Pichler  (Ztir.)  fordern
Inangriffnahme  de:  Ausbaues  der  bayer.
Vasserträfte  noch  wäahrend  des  Krieges.
Sltaalemmisser  von  Bret:  reich  erwidert  darauf,
deß  in  Kochel  cine  Bauseltion  err'chtet  worden
sei.  Alle  Vorarbeiten  sciem  in  Angriff  genommen.
  An  enen  Ausbau  der  Wasserkräfte  könne
jedod  erst  nach  dem  Kriege  gedacht  werden.  Für
den  Inn.  die  Isar  und  den  Lech  ist  die  Ansiedelung
  grorer  Industri  en  gelichert.  Die  oberfrändie

  jehige  Vi  lla  entstanden.  Das
stet  aber  aus  Pietät  sein  Dasein.
Da  durchuckte  ihn  ein  Gedanke.
„Gnädige  Frau,  würden  Sie  mir  eine  große
Bitte  gewähren?  Wäre  es  moͤglich,  daß  Sie  mir
das  Steinhaus  vermieten?“
Eine  erstaunte  Gegenfrage  lag  in  ihren  Auein
  s!

Enthka

„Ich  suche  schon  seit  längerer  Zeit  einen  ruhigen
  Ort,“  erllärte  Balmer,  „an  dem  ich  ungestört
  eine  grohe  Arbeit  vollenden  könnte.  Seit
langen  Jahren  arbeite  ich  an  ihr,  nun  denke  ich,
in  einem  Jakre  fertig  zu  sein.  Es  handelt  sich
um  eine  Erfindung.  Heute,  als  ich  mir  den
lübschen  lleinen  Ort  angesehen  hatte  u.  jetzt
dort  das  lle  ux  friedliche  Steinhäuschen,  dünkt
es  mich,  als  wäre  gerade  hier  der  geeignetste

Ort  .“

„Sie  tönnen  über  das  Steinhaus  oerfügen,
Herr  Professor.“
Frau  Hotenfels  reichte  ihm  die  Hand,  welche
er  mit  groher  Wärme  ergriff.  4
Wie  soll  ich  Ihnen  danken,  gnädige  Frau?“
Die  lleine  Jise  sprang  vor  rrhlde,  "
„Mutting,  Mutting,  jeht  vlesbi  der  err
5  essor  bei  un
nge  Johee  igen.  sagten  Sie,  arbeiten  Sie
an'  einer  Erfindung
„Ja,  gnädige  Frau,  vor  ig  Jahren  schon
in  nir  die  Idre  tu  dieser  mndung  gcin
s  ich  noch  im  Gymnasium  war.
7  an  melne  Joee,  und  sie  nannten  mich
n  Traͤumer.  r  in  einem  Dahre  hoffe  ich.

 

 

 

Donner--tas.  JI2.  Januar  19186

lischen  Hraulwer  belommen  direlte.  eeerunger
auftrá  ge  Nelch  wird  zum  Ausbau  des
Inns  einen  #bbeen  Zu###ß  l.istin.  Fär  N
derbayern  ist  ie  eni  etun  eines  Froeat.  alt
werte·  gebl  ant.

becgiedene  ##

Eine  Gedächtniskapelle  am  SIsonzo.
  D'e  Mate:  des  Mais.r:  von  Oeslerr.  **  Ecz
herze  gin  Maria  Josepha,  hat  dieler  Tage  die
Stelle  am  Torrenko  bei  Ruda  bekucht,  an  der
der  Kaiser  seinerz  it  in  Leb  nogefahr  gekemm.n
war.  An  der  Unfallstelle  wird  eine  schlichte,  dem
Ortscharalter  angepaßte  Gedächtniskapelle  er#
richtet  werden.

Hotel  Misurina  abgebraunt.  Wie  die
—  ner  Zeitung“  meldet,  ist  am  Samstag  das
isurina-See  gelegene,  der  Fam.lie  Aposkni-
  (Tortina)  gehörige  Grand-Hotel  Murinc,
eines  der  schönsten  Alpengasthöse  in  d#en  Dolom.-ten,
  abgebrannt.  Einzelheiten  über  den  Brand
sind  nicht  bekannt.

Hof-  und  Personalnachrichten.

München.  15.  Janar.
Der  Großherzog  von  Oldenburn
ist  heute  vormittag  zu  lurtei  Besuche  bei  dem
Könige  eingetroffen  und  hat  in  der  Residen;
Wehnung  genommen.

Mlachener  euigkeilen.

*  München.  15.  Jannar.

Tödlicher  Ungluckssall.  In  den  Baye-=rischen
  Geschützwerlen  in  Freimann  war  am
Dienstag  der  43  jährige  aus  Galizien  stammen.
de  Anstreicher  Greg.  Dzwonka  mit  dem  Anstrechen
  der  Transmis  ion  auf  einen  Hängegerüst  in
der  Geschoßdreherei  beschäftigt.  Durch  Abreien
  einer  der  Querstangen  des  Gerüstes  srũrzte
Dzwonka  aus  über  drei  Meter  Höhe  herab  und
erlitt  so  schwere  Verletzungen,  daß  er  sosort  verschied.


Bayerische  nachtiien

Raubmord.  Am  11.  Januar  wurde  der
Gütler  Joseph  Kiener  in  Frohnau  bei  Nũrn«
derg  in  seiner  Wohnung  ermordert  und  beraubt.
Der  Täler  ist  abends  zwischen  7  und  3  Uhr
durch  ein  eingedrücktes  Feuste  er  in  die  Wohnung
eingestiegen.  Als  Kimer  en  Geräusch  hörte  und
nachsah,  stach  ihn  der  Einbrecher  sosort  in  den
Rücken,  verfolgte  ihn  und  tötete  ihn  durch  Hammerschläge
  auf  den  Kopf.  Dann  entwendete  er
aus  dem  Kamin  25  vlin  geräucherles  Fleisch,
außerdem  stabl  er  250  Mark  Bargeld.  einen  An
zug,  einen  Topf  Schmalz  und  2  Laibe  Vrot.  Der
Täater  wurde  in  seiner  Wohnung  in  Nürnberg
fesigenemmen.  Er  leugnet  die  Tat,  iͤt  aber

durch  die  in  seinem  Besit  besindlichen,  gestohle.
nen  Sachen  überführt.

Die  Schußwasse  in  Kinderhänden
In  Schopsloch  hat  der  12  Jahre  alte  Sohn  des
Handelsmannes  August  Meyer  im  Spiel  seinen
gleichaltrigen  Vetter  durch  einen  Gewehrschuß

gelötet.
Beerisches  Oberland.

Außdorf,  16.  1.  Treibriemendieb
sta  Hl.  In  der  Nacht  vom  Freitag  auf  Samt
tag  wurden  im  Sägewerk  des  Wolsgangz  Adomer
zei  schwere  Ledertreibriemen  gestohlen.  Der

Vesiter  erleidet  zirka  2000  Mark  Schaden.  Für
N#hastmachung  des  Täters  und  zur  Erlangung
der  Riemen  wird  vom  Sägewerlebe:  siter  eine  gute
Belobnung  usgesegt.

 

 

 

 

den  Traum  zu  Ende  geträumt  zu  haben:  u.  dan-“
meinem,  Vaterlande  mein  großes  Werk  weihen  5
lönnen.“

Mia  sah  ihn  bewundernd  an.

War  so  was  möglich?  Zwanig  Jahre  an  einer
  Idee  festholten  und  arbeiten?  Steckt  in  dem
Manne  nicht  etwas  von  dem  Heldenblut  der  alten
Ritter,  wie  es  auch  in  ihren  Adern  rollte?

Sie  machten  sich  auf  den  Heimweg.  Ilse  hatte
  den  Apparat  an  sich  genommen  und  schritt  eilferlig
  voraus.  Durch  das  schmale  P  beichen
stiegen  sie  die  Stusen  hinab.  Ilse  war  scho
über  das  Prett,  welches  die  Brücke  über  den
Graben  bildete,  hinübergeeilt  und  wartete  drülen.
  Mia  von  Hohenfels  folgte  und  bicht  hinter
ihr  schritt  Balmer.  Sie  hatte  das  Ende  des
Breltes  beinahe  schon  erreicht,  da,  ein  kurzes

Shwanken,  ein  Schrei  Imer  hatte  die
Eel  lalt  vor  sich  rasch  erfaßt  und  mit  einem

lurz#en  Schwung  auf  den  jenseitigen  Boden  gehoben.
  Das  Brett  jedoch  glitt  berunter,  Balmer
stürite,  vꝛ  elt  sich  aber  im  dehten  Augenblid
noch  mit  den  Händen  an  der  uer  fest  und
schwang  sich  auf  den  Rand  des  Grabens.i

Mit  weit  i-'i  Augen,  die  Hände  vor
##en  wie  rastn  rrt,  blidte  Mia  dem
ti  nach,  welches  der  Felswand  entlang  75

.  1.—  Buutter  umschlungen  und
i  ell-  ihr  erschreckt  zu
7  tting  wär  de
#  ch  —  si
achnn  kan.1

—  242