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Die in Stuetgart wohnende Abonnenten berichtigen die Gebuͤhr, wie bisher, auf
dem Speditions= Comtoir, und von den Königl. Kanzlei= und andern Stellen) welche
Frei„ Sremplare erhalten, ist ermeldtes Comtoir in Betref der fürs Jahr 1816. erforder
lichen Anzahl von Blättern in Kenntniß zu sezen. Gegen baare Einsendung des Betrags
werden Exemplare von der neuen Auflage des Staats= und Regierungsblates von den
Jahren 1806 bis lo. im Auszug zu den schon öfters bekannt gemachten Preißen und
von den Jahren ##877 bis 15. die Original= Ausgabe der Jahrgang à z fl. und einzelne
Bldeter das Stück füc 4 kr. abgegeben.
Stuttgart. Da guch la diesem Jahre wieder eine beträchtliche Anzahl von Obst= und anderen
Blumen in den Königl. Baumschalen zu Birkach und Einsiedel zum Verkaufe ausgesetzt ist; so
werden die Baumliebhaber hicvon mit bem Aafügen benachrichtigt, daß sie sich mit ihren Bestellungen
an den Hofg#r#tner Walker zu Hohenbeim, und an den Hofgriner Ammermöller zu Einfiedel,
n wenden haben, welche von dem zum Werkaufe destimmten Quantum die Bedörfnisse der Liebhaber
n dem gegenwaͤrtigen Spä# und nächstkünftigen Frühjahre, *4. baare Bezahlung befriedigen wer
den. Den 21. Nod 16515.= dn. Bau= und Garten-Direction.
Stuttgart. Zufolge ellerhöchsten Befebls vom 25. ver. Mon. soll ein Quantum Zwiebal, Meel
und Kochgerste, welches die Königl Landwehr= Regimenter aus dem Felde mitgebracht haben, nebst
einer Anzahl von Kisten im bffentlichen Aufstreich verkauft werden. ite Liebhaber hiezu haben sich
den 28. Rov. Vormittags 9 Ühr in dem Canzleigebude der unterzeichneten Stelle einzusinden, und
dieser Bersteigerung anzuwohnen. Den 16. Nov. 1815. Königl. Kriegs-Departement, 1. Seckion.
Ko rb. Die Techter des Börgers Franz Kollbacher, Veronsca, von Weitingen ist gesonnen sich
nach Imnan im Fauͤrstenthum Sigmaringen zu verehlichen. Wer unsr- an dielell- zu machen glaudt,
hat solche innerhalb Jahres-Frist bel der Behbrde vorzubringen. Den 16. Nov. 1815. K. Ober#amt.
Blberach. Ein unterm 15. dieses im hiesigen Oberamts-Bezle# arretirter hierunten bezelchurter
Vagant angeblich Jobann Georg Ott von Wabst, Großherzoglich Badenschen Oberamts Alz, gebümig,
wuste mittelst gewaltsamen Ausbruchs aus eenem Gefängnisse zu emntkommen. Da derselbe nach vor
läufigen Anzelgen ein sebr verdächtiger Mensch, und wabrschelnlich ein entsprungener Zuchthaußfirästg
ist, werden saͤmtliche Polizel Beboͤrden ersucht, auf denselben zu fahnden, und ihn auf Bemeten ge-
en Erses der Kosten hieher woblverwahrt einzuliefern. Signalement. Derselbe ist mittelmäsiger aber
agerer Statur, dem Ansehen nach 356 J. alt, hat schwarze über die Stirne Fängende Haare, solche
Augen und Auabraunen, große etwas gebogene Nase, mittelmäsigen Mond, blasse Wangen, rundes
K'an und schwarzen Bockendart. Er war bekleider, mit eimr weißen Jake, einer gelb und rothen We:
ste mit schwarze# Esofassung von Flanell , blauen langen Beinkleidern mit weigen Kubpfen von Bein,
Schuhen und Strämpfen, einem rothen Halstuch, urd einem runden Hut mit Wachstaffet hedeckt uad
weisser Leinwand schlecht geföttert. Den 10. Nov. 1615. Koͤn. Oberamt.
Rledlingen. Der zu Kapvel dieseitigen Pberamts in Dienst stebende Baurenknecht Sebastsen
Sonntag von Reichenbach, Oberamts Waleser, wurde gestern Abends in dem Walde zwischen Al-
mannsweiler und Kappel rzuberisch angegriffen, und hat sich durch einen dem Räuber angedlich in
Arm angebrachten M sser-S#ich von demselben wieder befreit, worauf der Leztere entflohen ist. Simt=
liche obrigkeitliche Behdrden und Polizei: Stellen werden daher ersucht, auf diesen hienach bezeichneten
Ränuber alles Fleitzes fahnden zu lassen, und ihn im Betretungsfall woblverwabrt an das ugtekzeich-
nets Oberamt ennzuliefera. Derselve ist eln Miasch von mittlerer, untersezter Statur, und trägt einen
dunklen, tüchenen langen Ueberrok, und runden Dut. Den 15 Nos. 1815. K Oderamt.