Der Landeswahlausschuß, der aus
dem Landeswahlkommissar und den Vertrauensen
der einzelnen Vorschläge besteht, ent.
det über die Aulaͤssigleit der Wahlvor
läge; sie sind am 7. Jannar 1919 öffentlich
belanntzugeben.
Ausübung der Wa
Fur die Durchführung der 2 ner ähn.
#che Vorschriften, wie sie bisher schon für die
Landtags u. Reichstagswahlen in Kraft waren.
Für jeden Stimmbezirk wird ein Wahlvorstand
Ha#, der die Geschäfte der Wahl zu leiten
. Es können, wenn in einem Stimmbezirk für
mer und Frauen getrennte Wählerlisten an.
geegt find, auch getrennte Wahlräume
stimmt werden. Die Wahl beginnt um 9 Uhr
vormittags und dauert bis 3 Uhr nachmittags.
Jeder Wähler kann seine. Stimme nur für
einen Bewerber, in zweimännigen Stinim—
lreisen für zwei Bewerber abgeben, deren Name
iin einem der zugelassenen Wahlvorschläge entlten
ist. Jede Stimme gilt zugleich auch als
ür die übrigen auf dem gleichen Wahlvorschlag
Eeheichneten Bewerber abgegeben, für den Fall,
r Bewerber, fur den die Stimme zunächst
Hrneen ist, mehr oder weniger Stimmen ert
als zu seiner Wahl erforderlich ist.
Die Wahl lann nur von dem Wähler in Person
durch nicht unterschriebene Stimmzettel ausgelbt
werden. Ungültig sind u. a. auch Stimm-Krie,
in denen eine nicht wählbare oder eine
t in einem zugelassenen Wahlvorschlag ent-#
tene Person verzeichnet ist.
Feststellung des Wahlergebnisses.
In der Wahlordnung für den neuen Landtug
ist das System der Landesverhält
niswahl in eigenartiger Form mit dem der
Einzelwahl in Wahltreisen verschmolzen. Gewählt
werden iinsgesamt 180 Abgcordnete.
Von diesen werden 163 Abgeordnete in einem
Wahlgang in den bisherigen Wahltreisen als
Stimm'reisen auf Grund der Wahlvorschläge
gewähli, 17 Abgeordnete werden auf die ein-Felnen
Wahlvorschläge nach dem Verhältnis ihrer
Stimmes:nzahl im ganzen Lande verteilk.
S#ehe Nachrichten.
Selhnord. Am 8. Dezember, nachmit.
tags 4 Uhr, ließ sich zwi schen Solnhofen und
Dollnstein bei Kilometer 122.3 eine zurzeit noch
unbekanmte, ungefähr 25 Jahre alte Frauens
person min einem Kind von einer leersahrenden
Lokomotive in selbstmörderischer Absicht überfabren.
Beide waren sosort lot.
Wildererdrama. In Nieneck bei Würz
burg erschoß der Jags— aui ffeber Köhler bei Vornahme
einer Haussuchung bei dem im Verdach!
des Wilderns stehenden Taglöhner Heinrcch
Hoffmann diesen. Hoffmann war erst lürzlich
aus dem n Heeresdienit entlassen worden.
vaherisches Hheriumd.
Kiefersfelöen, 6. 12. Der 100. Ge
burtstag ar v. Pettenkofers, des
berühmten Chemilers und Gründers der wissenschaftlichen
Hygiene und der experimentellen
Gesundheitslehre, wurde von der
Münchener Presse am 3. Dezember 1918 nach
Gebühr gewürdigt; in keinem dieser Gedächtnisartikel
war aber davon die Rede, daß dieser gro-##
EGelehrte, der sich um die Bekämpfung der
lera und anderer epidemischer Krankheiten
sowie um die Entdedung der Typhusbazillen
unsterbliche Verdienste erworben hatte, auch zu
Kiefersfelden rege persönliche Beziehungen unterbalien
hat. Eine vom hiesigen Verschönerungsverein
im Jahre 1903 am Hause Nr. 2544 in
der Kiefersfeldner Hauptstraße angebrachte, gro-Marmortafel
besagt, „daß in diesem Hause
ie berühmte Hygieniker Mar v. Pettenkofer
mit seiner Familie Iin den Jahren 1861—1867
ols erster Sommergast Kiefersfeldens gewohnt
hat.“ — Mar v. Pertenkofer, Professor an der
Universität München, wurde am 3. Dez. 1818
als Sohn einer Bauersfamilie zu Lichtenhrim
bei Neuburg a. D. geboren, war zuerst Apotheker,
Schausoieler, dann wieder Student und
hernach Mediziner und Chemiter, als welcher er
in München seine höchsten Aemter und Würden
inne hatte. Hunderttausenden hatte er durch seine
Emdeckung und durch sein Verfahren Gesuhelt
und Leben bewahrt. Als er fühlte, dah sein
Körper altersschwach und gebrechlich wurde, schoß
sich der 83 jährige Greis eine Kugel durch den
Kopf, die am 10. Februar 190 1 seinen Tod herbeiführte
Traunstein, 10. Dez. Sein Amt als
Vorsitzender des
rates Traunstein
Herir Dr. Zahnbrecher von Traunwalchen.
Bab Mibling, . Dez. Aus der gemeinsamen
Sitzung des Magistrats und
des Gemeindekollegiums vom 5. d.
Ist folgendes zu berichten: In Sachen Behebung
der Wohnungsnot wird beschlossen, von
der Ermächtigung zur Heranziehung von Woh-Kungen,
die nur mit Möbeln belegt sind, Gebrauch
zu machen. Betreffs Sperrung des Zuzuges
werden besondere Vorschriften erlassen.
Weiter wiird beschlossen, in der großen Lagerhalle
beim izitätswerk vier Wohnungen einzubanen
und iefür 15.000 Ml. zu genehmigen.
Die #meeagen. krrr 201 von 180
uf 200 Prozent erhö as Vereinslazarett
des Roten Weuzes im l im Krankenhause wird bis
Bezirksbauern
niedergelegt hat
15. Januar 1919. g kündigt. Die Errichtung
iner Messungsbehörde für den Bezirk Aibling
nit dem Sitze in Bad Aibling wird im Hinb#lick
auf die zu erwartende rege Bautätigkeit wieerholt
bramragt.
Surrberg, 9 Dez. Brandunglück. Gedlern
vormittag brannte dar Webergütler- Anvesen
in Geiersnest bei Lauter gänzlich nieder.
(Das Nieh und Mobilklar lonnte geretlet werden.
Brandstiftung wird vermutet.
Aus dem Ralhaus.
Sitzungsbericht d. „Staotmagistrate
Rosenheim
vom 30. Kooreßder 19138.
(Schluß.)
Der Startmagistrat nimmt Kenninis von der
Min. Futschl. vnm 23. November 18, wonach
vom Kriegsernähtungsamt bie Tageskopfmenge
an Mehl in Brotlarte A auf 260 Gramm erhöht
wurde, obwohl die für diese Erhöhung der
Tageslopfquote erforderliche Mehlmenge weder
in Bayern noch im Reich vorhanden ist, so daß
mit einem Fehlbetrag gerechnet werden muß, der
sich schon mehrere Monate vor der neuen Ernte
entscheirend geltend machen wird. Der Magistrat
mißbilligt dise Art der Ernährungs.
politil, kann sie jedoch nicht ändern und be
schließt darum: 1. Ju der Brotlarte 1 tritt an
der Stelle der „318 Gramm Brot“ eine Marle
mit 630 Gramm Brot. Dagegen wird für die
Besitzer der Brotlarte 1 die Mehllarte für 28
Tage um 1½. Pfunte gekürzt. 2. Für Schwerund
Schwerstarbeiter vieit die Brot= und Mehl
ration wie bisher. 3. Wegen Weizenmangels
werden nur drei Kochmehlmarlen à 250 Gramm
Kochmehl, statt bisher vier Stück, ausgegeben.
Der Rest wird in Roggenmehl geliefert. 4. Der
Noggenmehiverlauf wird neben den Mühlen auch
den Bäckern übertragen. Eine Uebertragung an
andere Mehlverkaufsstellen ist wegen des langsamen
Abgangs von Kochmehl und der großen
Verderblichteit dieser Ware nicht angängig. 5.
Bis auf weiteres ist wegen der schechten Haltbarleit
der Kartoffeln die Mehlstreckung durch
Kartosseln sortzusetzen und das eingesparte Mehl
in Reserve zu legen.
Das Bürgerred, in Rosenheim erhalten als
Kampfteiln ehmer des gegenwärtigen Krieges gebührenfrei:
Lohann Schweinsteiger, Spengler,
Johann Brocke nberger, Schreine rmeister Mi.
chael Plötz, Buch rucker und Max Guber, Säger.
Im Bollzuge der Min.-Entschl. vom 19. November
1918 betr. die Erwerbslosenfürsorge be
schliebt der Stablmagistrat eine Fürsorge für
Erwerbslose im Sime der Verordnung des
Reichsamts für die wirtschaftliche Demobilmachung
vom 13. November 1918 einzurichten und
eine Satzung in der Fassung des Entwurfes
vom 1. Dezember 1918 zu erlassen.
werbslosenunterstützung wird bei gänzlicher Erwerbslosigleit
hewährt für jeden arbeitslosen
Werktag 1. für eine mämliche Person über 21
Jahre. 35 Ml., 2. für eine weibliche Person
über 21 Jahre 2.10 Mk., Z. für eine mäimmfiche.
Person von 16 bis 21 Jahren 2.40 Mk., J. für;
eine weibliche Person von 16 bis 21 Ines 1.00 °%
tarl, 5. für eine männliche Person unter 16
Jahren I. 50
S
Familienzuschlag für den Firgatten von 1. Mk.
und für jedes Kind 50
Sihung des Nosfenheimer Volksund
Soldat
am 9. Dezember.
Es wurte vom Vorsitzenden Klage geführt
über die Unachtsamleit der Chauffeure, die bereits
zwei im Dienste des Volks= und Soldatenrates
stchende Automobile msammengefahren
haben. Soldatenrat Seeger bestäligt die zahlreichen
Klagen über das unsinnige Fahren. Es
sei indessen Abhilfe zu erhoffen, da die bis-
galeichfalleo
etwa
Als Er,
6. für eine weibliche Person
unter 16 Jahren 1.20 Mk., außerdem einen
! Schmure, Leintücher, Servietten, Kop
eenrates
herigen Chauffeure durch eltere Leute ersetzt
wurden.
Der Vollsrichtet
an c#en Rosenheimer Nat das Ersuchen,
mit ihm dasür einzutreten, daß die Wahlen zur
Nationalversammlung in allernächster Jeit slatt-#inden,
da nur durch diese Ruhe und Ordnung
in Deutschland" vintreten könne.
In einem Schreiben wiro der Vollo= und
Soldatemat benachrichtigt, dah sich unter den
Industriellen der Bezirte Rosenheim, Aibling
#und Prien ein Industrierat gebildet habe
Lund gebeten, cinem Vertreter desselben im Vollsund
Soldatenrat Aufnahme zu gewähren. Hieruber
entwikelte sich eine lebhafte Aussprache.
Vorsitzender Göpfert befürwortete den Ankn
trag im Interesse der Arbeiter. Durch die Beiziehung
eines Vertreters der Industriellen
werde es leichter möglich sein, Arbeitsgelegenheit
u schaffen. Man dürfe diese Leute nicht ausl
und Soldatenrat Bad Aibling
schließen, wenn man den Vorwurf vermeiden
wolle, keine Volksvertreter, sondern eine einseitige
Parteiinstanz zu sein. Vollsrat Langenegger
wendet sich scharf gegen die d##lassung eines
Vertreters der Industriellen. Die Leute würden
schon sehen, wenn der Volks= und Soldatenrat
sie zum Zahlen ruft. Im übrigen sollen
sie nur darauf achten, daß sie ihre Arbeiter beschäftigen.
Volksrat Baumann verwendet sich
warm für die An fahe i eines " liedes des
-adustrierates. und Soldatenrat
te mehr sb - Parteipolitik treiben.
VR. Geistaller befürwortet ebenfalls
die Einbeziehung eines Herrn vom Industrierat
als Beirat. Soloatenrat Maier wendet sich
gegen die Zulassung, da durch derlei Neuaufnahmen
die um die Revolution verdienten Männer
verdrängt würden. Vorsitzender Göpfert
betonte noch einmal, die vordringende Notwen-Uugleit
der Volks= und Soldatenräte sei, praklische
Wirtschaftspolitik zu treiben. Gegen die
Aufnahme von Mitglierern aus anderen Parteien
könne prinzipiell nichts eingewendet werden,
so lange diese nicht gegen die Nevolution
arbeiten. Schließlich wurte mit großer Me
heit die Beizsehung eines Vertreters des Industrierates
als beratendes Mitglied des Volksund
Soldatenrates genehmigt.
Vollsrat Langenegger wünscht die Veröffentlichung
eines Berichts über die bisherige umsassende
Tätigleit des Volks= und Soldatenrates
in Ausübung seiner polizeilichen Funk.
tionen, bei Beichlagnahmung eventueller Gegenstände
usw. Volksrat Rothäusler wünscht
einen Vericht über die Verwendung
der Gelder und die Auszahlung der Tagegelder
an die einzelnen Mitglieder, da hierüber die
#bemteerliähte Gerüchte im Publilum verbreitet
seien. Beiren Anträgen werd entsprochen,
die Berichte sollen demnächst veröffentlicht werden.
V Vollsrat Weiß wünscht Aufschluß über den
Verlauf der Bestände einer Feldmarkedenterei
am hiesigen Platz. Unter wesentlicher
Teberschreitung der üblichen Preise werde hier
von Soloaten alles Mögliche an den Mann
zu bringen versucht. Gegen diesen wucherischen
Schleichhende müsse das Publikum geschützt
werden. Der Geschäftsführer des Kommunalverbandes,
Herr Bolberitz, berichtet über die
Besichtigung der Bestände, die einen Wert von
ark repräsentierten, durch die
Iinlaufegenosteulcaft der hiesigen Kolonialwarenhändler.
Die Waren seien vielsach übermäßig
hoch im Preise und zum Teil verdorben
gewesen. Die Einlaufsgenossenschaft habe
damals den Kauf verschiedener Posten, vornehmlich
Zigaretten, abgeschlossen. Am Tage darauf
sei ihr durch den Beauftragten der Markedenterei
mitgeteilt worden, daß der Kauf rückgängig
gemacht werden müsse, da der Kommunalverband
München oas gesamte Lager en bloc erworben
habe. Demgegenüber berichtet Volksral
Geistaller, daß eine Anfrage beim Kommunalverband
München ergeben habe, daß von einem
golchen Abschlaß dort nichts belamtt sei.
Es
scheme, daß der Verkauf der Bestände nun zu
1ueberpreisen unter der Hand fortgesetzt werden
Der Valks= und Soldatenrat saßte daher
8 Beschluß, daß der Verkauf der Artilel der
Markedenterei der 4. Jufanterie-Dioision bis auf
weiteres einzustellen ilt. Gegen Zuwiderhandlungen
wird A#zeige beim Kriegswucheramt erstattet.
Lolalnachtichten.
Rosenheim, 10. Dez.
Jur Ergänzung der gestrigen Notiz über
die Beschlagnahme im Westen entwendeter Gegenstände
und Waren wi#rd uns noch mitgeteilt,
daß sich unter der „Beute' alte und neue Frauenlleiker,
Mäsche, TLamenwäsche, Vorhänge, alte
und neue Decken, Vorhangquasten, so ewie solche
Ver Plumeau
(nagelneu), Nippsachen, teute llaniin,
Ehgeschirre, Zuckerdosen, Kaffeetassen, 2
Schmucktästchen, eine französische Spieldose be-
fanden. Mehrere Tausend Jigarren und Jigaretten
wurden in der Wohnung Fellborns beschlagnahmt.
Roheitvakt. Am Sonntag, vormittags
zwischen 11 und 12 Uhr, vergriff sich ein lunger
Soldat in der Nähe vom Bräu am Anger an
einer wehrlosen Frau, beschimpfte sie aufs
gröbite und schlug sie in ganz gemeiner Weise,
so daß sie ärztliche Hilse suchen muhte. Die gerade
vorübergehenden Personen empörten sich
über oiese Roheit.
Gastwirtswäsche nicht mehr beschlagnahmt.
Die Wäsche in Gastwirts= u
ähnlichen Betrieben sowie in Wäscheoerleihgeschäften
war bleher aus Grund der Bekamtmachung
der Reichsbekleidungsstelle vom 25.
August 1917 beschlagnahmt. Diese Beschlagnahme
ist nunehr durch oie Bekammmachung
im amtlichen Teil vom — Tage aufgehoben
worden. Belitzer solcher
Wäsche können sie aa Vieore beliebig in
#hrem Betriebe verwenden oder vevarbeiten. Die
Veräußerung dagegen ist nur ohne Gewinn und
nur an Wiederverkäufer, nicht aber an Verbraucher
(§ 9 der Webwarenverordnung vom
16. Juni/23. Dezember 1916) gestattet. Das
Tischdeck= und Mundtuchverbot muße
zunächst noch oufrecht erhalten bleiben.
Postverkehr mit Tirol. Pakete und
Werkbriese nach den bis zur Besehungslinie am
Brenner gelegenen Orten Tirols können auf Gefahr
des Absenders wieder angenommen werden.
Errichtung von Volksgerichten.
Das Ministerium der Justiz gibt bekannt: Auf
1 Grund der Verordnung vom 19. November ds.
#(Is. (Staatsanzeiger Nr. 276) wird im Einbösstänne
mit dem Ministerium für militäri.
e
zirke München 1, Nürnberg und Furth je ein
Voltsgerlcht mit dem Sitze in München, Nürnberg
und Furth errichtet. Die Volksgerichte treten
sofort Tätigkelt. „
"
*
Angelegenheiten für die Landgerichtsbe-Weihnachtsferien.
Der Schluß
Unterricht wird in diesem Jahre für die höhe
Unterrichtsanstalten ausnahmsweise auf F
46 den 20. Dezember, nachmiltags, festgel
Die Weihnachtsserien endigen mit dem 6.
mar 1919. Die gleiche Dauer der Weihnad
ferien wird auch für die Volksschulen a.
ordnet.
Kaninchenzucht verein. Die Mitglie
werden auf die in heutiger Nummer XL
Anzeige über die Abgabe von Kleie hin gew e
Bereine und Versammlunger
Die deutsche Kaufmannschaft.
Man schreibt uns: Eine neue JZeit br
herein, eine Zeit der Furcht und des Grauc
Kaum dah die Morgenröte des Friedens
dämmern beginnen, steigen am sernen Boriz
dũslere, schwarze Gewitierwollen empor; sie
deuten den Wirtschaftslampf, den Kampfen
Dasein. Tausende kaufmännische Angeite
müssen infolge der geringen Gehälter darben
leiden, Tausende werden ourch die billigen w
lichen Angestellten brotlos. Diesen Uebeln!
unler allen Umständen vorgebeugt werden. 1
lann nur geschehen, wenn lsich eine Gemeinsc
bildet, die zusammenhält und gemeinsam
Vestrebungen aufnimnit. Gerade jetzt im Kr
waren es die Augeseellten, die die sich bescheide
all die schweren Lasten und Aufbürdungen
surchtbar harten Zeit schickten. Die Abbef
massen dagegen wurden unruhig; sie drol
mit offenen Streiks und Demonstratlonen.
haben erreicht, was sie wollten, ihre Le
wurden gesteigert, ja sehr stark geste- gett., It
wurden Mittel zum Dur schhalten zur ½%
zur Verfügung gestellt. Wie viel ande
len sich die Angestellten! Sie gaben##der
terlande, was des Vaterlandes ist, sie 9
ruhig, sie streilten nicht — auch ihre Gehe
steigerten sich nicht, wenigstens nicht in
entsprechenden Maße. Ein alles Sprichr
gate Artige Kinder verlangen nichts an
Kinder bekommen auch nichts. Diese Worte
vohrheiten sich voll und ganz.
Deutschna hnatinale Handlungsgehilfen
zun ure D. H.-V.) crachtet es nun als
hrößte Pflicht, dieser stiefmatterlichen Beh#
lung ganz energisch entgegenzutreien und7
Mitglieder nach bestmöglicher Art und #
zu. unterstüten und ihnen zu helfen. Die
bes D. . sind in erster Linie die
gung höherer- Gehälter, Neuordnung
beitszeit, Einführung der Sonntagsluche
Seitigung der weiblichen Angestellten 1
Für Sonntag, den 15. d. M., nachmistag
Uhr, hat ob'ger Vbsnn im Hotel „We:
sten“ in Rosenheim eine Versammlung ##
kaumt, zu der alle und Nichtmitglt
herglichst und dringend willkommen sind.
einer Amprache wird über die heutige r
Klarheit geschaffen werden, auch werden
Ziele des D. H.-V. eingehend besprochen.
jenigen, die noch keinem Verbande angehi
ist in der Versammiung Gelegenheit ache
ihren Beitritt zu erklären. Der D. H. V.
seimen 140 000 Mitgliedern ist der gkäßte!
Männische Verband der Welt; seine Leistu
sind bei nur & eringen Beittag-geldery d ganz
vorragend. Versäume es niemand, dieser
sammiung beizzuwohnen.
Die Versammlung der städtise
Arbeiter und Unterangestlellten
Samstagabend, die Fabrilarbeiterversamm
am Sonntagvormittag und die Salinenarbe
versammlung am Sonntagnachmittag we
wie von sozialdemolratischer Seite berichlet u
sjehr gut besucht. Die Referate des Volks
Heinr. Geistaller wurden in allen drei Versar
lungen mit großem Beifall aufgenommen.
äußerer Ersolg sind mehr als 150 neue Mit
der zu den (rurrsschaften, mehrere Aufnah
zur jozialdemokral bche Partei und Abonne
der „Münchener Post“ zu %rneichc.. 8 Die
derne Arbeiterbewegung marschierk. -
Vor trag der Blbel orscher. 1
den gestrigen Vortrag wird uns von geistl
Seite geschrieben: Im zutbosebien Eillitzerhielten
die Bibelforscher, die bisher verge
um die Versammlungsfreiheit gek#s##upft,
öffentliche Versammlung ab. Fllaaech schi
die Zuhbrer etwas enttäu scht; den# mit gr
Langweile folgten sie den ermüdenden Aus
rungen des Redners, der in fast zweistünd
Rede aus der Bibel den Beweis zu führen
suchte, daß die Ereignisse von 1874 bis 1
schon bei den — vprausgesagt wa
der f sehr wanlender,
wissenschaftlicher Grundlage aufgebaut
wollte nicht geliuhen, Verschiedene Zuhörer
ließen wöhrend des Vortrages den Saal. 2
atmete krspe auf, ols der Referent en
iUn. Jahre 1925 die Welt zugrunde gehen
Herr lan Bergmaier meldete sich
Wort und widerlegte in kurzer und sachl
Form die Ausführungen des Redners: Es
Resultat der Bibekwissenschaft, daß es unn
lich sei, aus der Bibek cine lückenlose Zeitn
nung zu gewinnen; es sei das auch nicht
Zweck der heiligen Bücher. Ferner könne
Geburtsjahr CThristi tufolge eines Fehlers
der ng nicht fe tgestellt werden.
g, bah Adam zwei Jahre im P
gelebt habe, könne aus der Biber nicht
kipeh werden. om Meltend. baled de der
mand, auch ——l- »tes
der
2