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ihm von dem Ausschlag im Nacken Mitteilung machen müssen. Am
19. 5. fand ich, Wegener, das ganze Gesicht voll Ausschlag, das rechte
Ohr entzündet und die Halsdrüsen stark geschwollen.
325. Srankfurt a. M. Am 28. 4. 1911 impfte Sanitätsrat
Dr. D. das Kind von Frau Kn. Gleich danach erkrankte das Kind,
nahm die Brust nicht mehr, wollte keinerlei Nahrung, fieberte und
schlief nachts kaum. Der Arm schwoll stark an und war stark gerötet.
Die Mutter machte 8 Tage lang kalte Umschläge. Bei der Nachschau
sagte Dr. D.: „Ach was, dummes Geschwätz. Fragen Sie Ihren
Hausarzt, der wird Ihnen auch sagen, daß das mit der Impfung
nichts zu tun hat.“ Noch am 17. 5. waren die Impfpusteln feurig
und stark gerötet.
326. Srankfurt a. M. Katharina M., am 21. 7. 1908 ge-
boren, wurde zum ersten Mal von Dr. med. G. mit Erfolg am
21. 5. 1910 geimpft. Bis zur Nachschau am 28. 5. war alles gut.
Am 29. und 30. Ausschlag; Schwellung am linken Ohr. Am 1. 6.
hohes Fieber und 2 Pusteln am Kinn. Am 3. 6. ein über 5-Markstück-
großer, gelber, eitriger Belag an der Rückseite des Ohres, nach vorn
übergreifend. Am Arm 2 Pusteln mit stark geröteter Umgebung.
Nach Aussage der Mutter trat am Ohr auf die Salbenbehandlung
seit dem 2. 6. Besserung ein. Dr. G. sagte, er begreife nicht, wie das
gekommen sein könne, vielleicht habe das Kind mit den Händen
übertragen.
327. Frankfurt a. M. Eusebius Sch., am 9. 2. 1910 geboren,
immer gesund, wurde am 24. 5. 1911 von Dr. med. W. geimpft.
Am 31. 5. 11. bildete sich am linken Oberschenkel eine Geschwulst, die
erst am 30. 6. verschwand. Der Knabe war in Behandlung der Aerzte
Dr. med. K. und Dr. med. S. Jetzt, nach der Heilung, hat er zwischen
den Beinen geschwollene Drüsen.
328. Hltenburg. Else Kirmse, am 26. 7. 1900 geboren, wurde
am 5. 6. 1901 durch Medizinalrat Dr. Rothe in Altenburg geimpft.
Am 12. 6. 1901 war Nachschau. Bescheinigung: „mit Erfolg“'. Am
14. 6. schwollen die Blattern an, am 15. 6. waren bei großen
1. Schmerzen Arm und Hand geschwollen; am 22. 6. war das Kind
besinnungslos und ist am 25. 6. 1901 an Brand der Impfwunden
gestorben.
329. AKltenburg. (K) Rudolf Arnold, geboren am 1. 11. 1909,
bis zur Impfung völlig gesund, wurde am 30. 5. 1910 mit Erfolg