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schußgerech!, jür einen Schuß gerecht, im Bereiche eines
Schusies: in schuszgerechter entlernung Schiller
4, 71; bildlich: eine Kleinc verschicbung . sich meine
Auszecrungen schuscgerecht zu bringen Bismarck Red.
16, 200. — Schußlinie, k. Linie die ein abgegebener
Schuß durchfsliegt: er zog die gefallenen .. nus der
schuszlinio Freytag Soll?2,219.— schußrecht, = schußgerecht:
schuszrecht stcht es (das Untier) fur den jäger
Geibel 5, 19. — Schußweitc, k. so weit ein Schuß
reicht: sie reiten auszer schuszweite um das schlosz
Frevtag Soll 2, 236. — Schußwunde, s. durch einen
Schuß entstandene Wunde.
Schüffel, f. vertiefte Speiseplatte, frühes Lehnwort
aus dem gleichbed. lat. scotula, ahd. secugzila, mhd.
schuzache, schurzel, mud. schetel. schettel, schuttel.
entsprechend dem altengl. scutel, scotelc, Platte, Teller,
und dem altnord. Masc. skutill, Platte, Tischchen:;
discus, seutella, scutusa schussel, schusscl, schissel
Dies.; metallene, irdene, thönernc, porzellanenc, silbernc
(1i. Mos. 7, #l) schussel; schusseln . aus feinem golde
2. Mos. 25, 29; lache, tiefte (Bel 32) schusseln; las
uns disz bier mit schusseln aus der melkgelten schöpfen
und es bei zeben schusseln zusaufen Garg. 178; lasz
uns .aus ciner schussc! essen Hv Kleist Amphitr.
3, 83; der mit der hand mit mir in die schusscl tauchet
Matth. 26, 23; schussel mit braten, fleisch, gemuso,
suppe, fruchten u. s. w.; das schussclchen mit der
polenta Hepse 5,2; daher auch von der in der Schüssel
gebrachten Speise: einc schusscl (Gericht) üsche Adelung;
bin ich doch beinahe erstickt von dem dufte
Ihrer groben scbusseln: Möser Phant. 1, 161; (ein
Mahl) wovon cin wohlbetagtes huhn . . dio beste
schussc! machte Wieland Musar. 2, 113; sprichwörtlich
der erste in der schusscl, der letzte heraus; bei
lecren schusseln sitzen, nichts zu esien haben: —
Wagschale: eine wage sonder schussel Homburg
Clio 1, F3b; schusselchen, eine Art Frucht bei verschiedenen
Flechten, auch eine Art Muscheln; regenbogenschusscuchen
eine Art vertiefter alter Münzen.
Schusser, m. lleine Spielkugel, die in Schuß gebracht
wird, Schnellkügelchen: schusscr, schnellkaulchen. globiis
siotitis Steinbach; spielst du mit schussorn Gocthe
4, 110. — schussern, mit Schussern spielen.
Schuster, m. Schuhmacher, mhd. schuochsütere, zufammengezogen
schuochster, schuoster; der letzte Teil
der Zusammensetzung ist das aus dem lat. sutor übernommene
und umgebildete ahd. saütäri, mhd. sdturre
Näher, dem verdentlichendes schuoch vorgesetzt wurde;
der häufige Gebrauch veranlaßte Rückgang der Form
und später einen gewissen niedrigen Klang des Wortes,
so daß es in nenerer Spr. fast nur noch mit spöttischem
oder verächtlichem Nebensinne verwendet wird:
%ttr schuester, schuster, schuchter Dies.; were
das leder breit genug, so dörfts der schuster nicht
inn zencn umbzihen Garg. 74; der schuster, der mit
aller zuftiedenheit an scinen leisten kloptt Möser
Phant. 2, 197; sprichwörtlich: schuster, bleib bei deinem
leiptken (j. dort); schusters rappen, der schwarze Schuh
oder Stiejel, vgl. unter roppen; dic post ist schon bestelll,
und ladet mich bercits auf meinen schusterrappen
Günther 1039; geratter schuster oder schncider,
für allerhand Volk aus geringem Stand; e Christe
warczu du wilt, bin ich bereit, wiltu mich ein
schuester adder schn ider sein, dis wil ich thucn
Lutber krit. Ausg. 1, 652. schuster auch Name der
Schabe, einer Art des Bocdläsers, und einer Sxinne,
Ptrsauum oslnsdso,t Wehberknecht. Dazu: (Filzhütchen)
das von den feinen weiszen florentincrhuten der underen
frauenzimmer schustermuszig abstach Keller Einnged.
112. — schullern, als Schuster arbeiten; in freierem
Emne ctwas schustern, zusammen schustern, dürftig
und gleichsam als Flickwerk berstellen; schweizerisch
M. Heyne, Teunches Voctertuch, 111.
schußgerecht — schustern.
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schustern, hümpeln, stümpern Stalder; (poetischer
Ur= und Grundstoss) wio er dem menschengeschlechte
angeboren und nicht ungeschustert ist Keller Nachl.
159; geld einschustern in ein Unternehmen, um es
dadurch zu halten; in älterer Spr. ich schustero ein,
delrimentum natiorSteinbach; schustern auch Spielausdruck
im Tricktrack Adelung.
Schutt, m. Anschüttung und dazu Verwendetes,
jüngere erst frühnhd. bezeugte Nebenform zu dem Fem.
schurte (s. d.); zufrübest in der Bed. eines Erdwalles:
agger, schut Dief.; baweten ciucu schut umb sie
(die Stadt) her 2. Kön. 25, 1; wider dich wird er
bellwerk aufschlahen, und einen schutt mucher. Hes.
26, 5; im Plur. schutte machen Dan. 11, 15, Stieler
verzeichnet schutte; später von schlechter Erde, Gestein
trümmern aus zerstörten Gebäuden u. a., als Massenwort
ohne Plur.: sand-, mist-, kehr-, stcin -, kulkschutt
ebd.; sch. laden, weglubren; stüdte voller schutt
und stein P erhardt 96, 10; Troja lag in schutt
und staub Schiller Siegesjest; Magdeburg ist schutt
Wallenstein, Prolog; bildlich: ein groszer schutt, die
stürtte meines glucks Goethe nat. Tocht. 3,2; eine
altertumliche verfassung und langjäbrige ansammlung
des schuttcs Bismarck Red. 4, 264; schutt — Grus,
Geröll von Bergen, berg-, felsenschutt; übertragen:
ihre (der Wahrheit) stille quelle im dunkeln schutt
des irrthums aulangraben Schiller Karl. 3, 5; zur
Wegebesserung: sich" wic rings der damm sich erbebt.
und schon nach dor milte sich der rollende schmt.
herandrüngt Gocthe Achill. 131; — in anderm Sinne
gewerbliches Wort: im Branwesen, das zu einem Gebräude
gehörige Malz, wie man es in das dazu gebörige
Wasser schüttet; in der Landwirtschaft bestimmte
Menge Getreide als gegebener Lohn und Unterhalt; bei
Müllern das zum Abmahlen ausgeschüttete Getreide. —
Schütt, n. Schutzbrett, niederd. Nebenform zu schut
(s. d.); bildlich: das schutt der thränen aufzuziehen
Göckingk Lieder zweier Lieb. 80. — Schütte, s. Anschüttung,
mhd. schutc, schut, in der weiteren Bed. der
Anschwemmnng, der dadurch gebildeten Injel, des Erdwalles,
des Schuttes, auch des Kornbodens zum Aufschütten
(Lexer), woron im älteren Nhd. schutte
= Erdwall, 'asm, agger terrenus (Schottel) geblieben
ist: (ie) schutten eine schut umb die sta!
2. Sam. 20, 15; bei Adelung sand-, kalk-, steinschutte
aufgeschütteter Haufen als oberdeutsch; sonst schweizerisch
schutte Schüttboden und Regenschaner Stalder; in
neuerer Spr. noch — Bündel Langstroh: schutte. sc#
(ongissima in deerbum cosecta, eine schutte stroh,
sasciceulus strament Stieler; eine schutte stroh zu
seinem lager Schiller 6, 113; vo der freund auf
seiner schütle noch in ticfltm schlummer lag Geibel
2, 77. — schütleln, heftig hin= und her bewegen, abd.
scutilön, uihd. schutelcn, schuttchn, Häufigleitsbildung
zu schutten (s. d.): Jaroere schuttcln, schuttlen, schut—
lellen Dies.; schuttelt den sack Garg. 75; zusammen,
durch cinander schutieln; lasz das chaos. durcheinander
die atome schutteln Schiller die Freundschaft;
cinen menschen schuttein, um ihn zu wecken,
zu sich zu bringen; durch vagendes schuttelndes lachen
Garg. 11; von einem pferde, auf cinen wagen geschuttelt
werden, im Neiten oder Fahren Adelung;
wich schmicht das lcher; von se muer Beschutteit
Schiller Näub. 1, 5; baume schutteln, um die Frucht
zu gewinnen, die frucht vom baume, ubflel. birn#n
schutteln; wenn du deinen olebaum bast geschuttckt
5. Moj. 21, 20; das haupt schmichn, verneinend, zwei
felud, verwundernd, verachtend: das die volker das
heulbt uher uns schutleln Ps. 11, 15; schutickte zu
allem den kopf und brummtp das srin ritel saule
##sche Gaudv Erz. 19; auch ohne Acc.: ihr schutickt?
Lesiing Nath. 1, 3; die haud, e#inander dic hande
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Schutt — schütteln.