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zuvor Tausende von Beamten und Arbeitern brotlos geworden
waren, so liegt der Gedanke nahe, dass die Bank, ohne die Interessen
ihrer Aktionäre und des Staates zu schädigen, mit der
Kreditgewährung hätte liberaler sein können, zumal es doch ihre
Aufgabe war, Handel und Gewerbe zu unterstützen. Sie war hierzu
mehr als jede andere der grossen Zentralbanken in der Lage;
denn bei keiner von ıhnen erreichten, wie aus nachstehender
Tabelle ersichtlich ist, die Metallbestände auch nur annähernd eine
solche Höhe wıe beı der Preussischen Bank. Ausserdem war bei
keiner von ıhnen, abgesehen von der Bank von England, das Verhältnis
zwischen Notenumlauf und Metallvorrat so günstig wie
beı der Preussischen Bank. Es betrug, in Tausenden von Reichsmark
gerechnet, beı der
Ende August 1873 Ende September 1873
Noten- Metall- Noten- Metallumlauf
deckung umlauf deckung
Preussischen Bank. . | 794160 | 753726 |95°/, ı 908022 | 731871 | 81°,
Österr. Nationalbank. | 672117 | 291452 |43,30/,| 677363 | 289863 |43°/,
Bank von Frankreich | 2294200 | 573600 | 25°/, 12350400 | 573600 | 24°,
Bank von England... | 515327 | 481704 |93°/, | 533562 | 432646 | 81,8
Die beiden letzten Geschäftsjahre der Bank, 1874 und 1875,
können nicht als besonders günstig bezeichnet werden. Infolge der
allgemeinen wirtschaftlichen Depression blieben die Umsätze in
allen Geschäftszweigen, abgesehen vom Depositenverkehr, der eine
Steigerung aufwies, hinter denen der Vorjahre zurück. Die Gesamtumsätze
hielten sich in beiden Geschäftsjahren auf etwa
5,7 Milliarden Thlr. Wenn auch die verteilten Dividenden erheblich
geringer ausfielen als im Vorjahre, so können sie doch mit
1234 und 15°%/,o00 % nicht gerade als ungünstig angesehen
werden.
Eine Heranziehung der Preussischen Bank bei der Münzreform
hatte auch in diesen Jahren nicht stattgefunden. Gleich
den übrigen Banken war ıhr Bestreben darauf gerichtet gewesen,
sich in jener Zeit nach Möglichkeit ihrer Silberbestände zu entledigen
und dafür Gold anzusammeln. Unterstützt wurde das
noch dadurch, dass die Bank nur verpflichtet war, in Silber zu
zahlen. Sie hielt daher auch, als im Jahre 1874 die Goldausfuhr
begann und infolgedessen eine Valutakrise eintrat, ıhre Goldvorräte
zurück, so dass diese nicht nur keine Verminderung, sondern
sogar noch eine kleine Vermehrung aufwiesen, wie die nachstehende
Zusammenstellung ergibt, aus der gleichzeitig ersichtlich
ıst, dass die Bank auch im Jahre 1875 bemüht war, ihren Goldvorrat
zu kräftigen.