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Briefe und Akten zur Geschichte des Dreissigjährigen Krieges. Neunter Band. (9)

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Bibliographic data

fullscreen: Briefe und Akten zur Geschichte des Dreissigjährigen Krieges. Neunter Band. (9)

Periodical

Persistent identifier:
bgbl
Title:
Bundes-Gesetzblatt des Norddeutschen Bundes.
Place of publication:
Berlin
Document type:
Periodical
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1867
1870
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Periodical volume

Persistent identifier:
bgbl_1868
Title:
Bundes-Gesetzblatt des Norddeutschen Bundes. 1868.
Volume count:
2
Publisher:
Königliche Geheime Ober-Hofbuchdruckerei (R. v. Decker)
Document type:
Periodical volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1868
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

law_gazette

Title:
Stück No 18.
Volume count:
18
Document type:
Periodical
Structure type:
law_gazette

Contents

Table of contents

  • Briefe und Akten zur Geschichte des Dreissigjährigen Krieges.
  • Briefe und Akten zur Geschichte des Dreissigjährigen Krieges. Neunter Band. (9)

Full text

58. 1611 125 
Kurfürst von jenen Landen, wenn diese [die obern] verloren wären, Februar 
nichts behalten: denn jene Leute sind nicht gewohnt, ihrem Herrn 12. 
viel zu geben, sondern sie wollen einen haben, der sie reich macht. 
Gefahrvoll ist auch, dass Spanien oder Burgund, wenn sie inne 
werden, dass der Kurfürst von den Assistierenden ganz verlassen ist, 
nicht wie bisher still sitzen sondern versuchen werden, sich jener 
Lande zu bemächtigen; und will Burgund schon nichts unmittel- 
bar anfangen, so braucht es nur Sachsen einen Reiterdienst zu 
tun; denn die jülicher Lande sind allenthalben offen, dagegen viele 
Plätze darin, die leicht so befestigt werden können, dass sie ohne 
besondere Macht und unerschwingliche Kosten vom Feind nicht 
zurückgewonnen werden können, die auch an günstiger Lage die 
Festung Jülich weit übertreffen; ja um die Lande nur vor einem ge- 
wöhnlichen Ueberfall in etwas zu sichern, bedürfte man eines stetigen 
Heers von 6000 Mann zu Fuss und 1000 Pferden. Woher soll man 
aber auf die Dauer dazu die Kosten nehmen, zumal wenn man auch 
heroben eine „Landrettung‘‘ anstellen müsste; denn dazu bedürfte man 
noch mehrern Kriegsvolks, da dies ganze Land allenthalben fast offen 
ist oder nur „ganz liederliche“ Pässe hat. Der Kurfürst kennt 
zudem die Schwierigkeit, auch nur das geringe Kriegsvolk, das man 
bisher erhielt, zu befriedigen. 
Bleibt es beim jetzigen Zustand, so hat der Kurfürst von den 
Landen unten nur den „schlechten Titul“ und muss zu allen Sorgen 
und Mühen noch sein ganzes Vermögen hineinstecken. Wie leicht könnte 
es aber kommen, dass die untern Lande von Soldaten „übermacht‘‘ 
würden und daraus eine gänzliche Rebellion entstünde, wie man ohne- 
hin bereits viele Klagen vernimmt; der Kurfürst könnte über- 
rascht und, ehe man diesseits aufkäme, so geängstigt werden, 
dass er sich aller Ansprüche auf die Lande begeben müsste; 
mindestens aber würde man, wenn man auch die Stirn böte und sich 
gegenseitig Land und Laute weidlich verdärbe, da diese Lande wegen 
der auf ihnen liegenden Schuldenlast nichts ertragen können, im 
besten Fall schliesslich doch zu diesem Mittel [des Verzichts] 
greifen müssen. 
Der Kurfürst hat zwar zwei junge Herrn, aber nicht von starker 
Komplexion; würden sie in jungen Jahren dahin sterben, so hätte 
man mit allen Mühen und Kosten nur ein fremdes Haus, in das 
man ein Fräulein verheiratet, gross gemacht. Darum ist besser 
einen Frieden zu machen als des lands Verderben zu erfahren, 
„sonderlich da auch hin und wider im lande in kurz verwichnen 
jaren allerhand ostenta und prodigia sich sehen und merken lassen, 
welche ominos genug gewesen, dahingegen aber wenig frölichs aus- 
gangs angedeutet“; auch die Prognostika, die nicht zu verachten 
sind, klingen nicht zum besten. Und selbst, wenn der Kurfürst oben 
oder unten Landes einen Sieg erringt, so wird die Sache darum doch 
„ninderst auf einen ort gebracht“: unterliegt auch Sachsen, so bleiben
	        

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