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Von Potsdam nach Doorn.

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Public Domain Mark 1.0. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliografische Daten

fullscreen: Von Potsdam nach Doorn.

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
rgbl
Titel:
Reichs-Gesetzblatt.
Erscheinungsort:
Berlin
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Sammlung:
deutschesreich
Erscheinungsjahr:
1871
1918
DDC-Sachgruppe:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Sprache:
Deutsch

Zeitschriftenband

Persistenter Identifier:
bgbl_1877
Titel:
Reichs-Gesetzblatt. 1877.
Signatur:
rgbl_1877
Bandzählung:
11
Herausgeber:
Königliche Geheime Ober-Hofbuchdruckerei (R. v. Decker)
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Sammlung:
deutschesreich
Erscheinungsjahr:
1877
DDC-Sachgruppe:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Sprache:
Deutsch

law_gazette

Titel:
Stück No. 39.
Bandzählung:
39
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
law_gazette

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Von Potsdam nach Doorn.
  • Titelseite
  • Rechte; Erscheinungsjahr; Druck.
  • Inhalt
  • Einleitung
  • Versailles 1870/71.
  • Fürsten -- Allgemeines Stimmrecht.
  • Erstes Buch: Mehr sein als scheinen.
  • 1. Der lange Weg zur deutschen Einung.
  • 2. Die Deutsche Bewegung bis 1848.
  • 3. Von Mehrheitsbeschlüssen zu Blut und Eisen.
  • 4. Das Bismarck-Reich.
  • Zweites Buch: Mehr scheinen als sein !
  • 1. „Dann regiere Ich selbst !"
  • 2. Des Kaisers Außenpolitik.
  • 3. Imperator Rex.
  • Kaiser und Bundesfürsten.
  • Die Majestät -- Von Gottes Gnaden.
  • Von Gottes Gnaden.
  • 4. Wesenszüge Wilhelms II.
  • 5. Abwärts !
  • Verlagswerbung.

Volltext

des Kaisers, sich auf diese Weise gegen Kritik salvieren zu können. An das 
Komische grenzte schon: daß der Kaiser als Präsidium des Bundes der deut- 
schen Fürsten und als Diener der Verfassung erscheinen, als König von 
Preußen nur Gott verantwortlich sein wollte. Auch in Preußen aber bestand 
eine Verfassung, auf die der König sich verpflichtet hatte. In Preußen gab es 
dieselben politischen Parteien wie im Reich, und die gesamten Bundes- 
staaten hatten ebenfalls ihre Verfassungen. Derartige Berufungen Wil- 
helms II. auf die Ausschließlichkeit seiner Verantwortlichkeit Gott gegen- 
über brachte zu allem anderen Unheil die Bundesfürsten in Verlegenheit und 
beunruhigte deren ‚Untertanen‘ je nach ihrer Parteirichtung schwer. Auch 
das Bundesverhältnis konnte in Krisen kommen, wenn, wie es nicht selten 
geschah, im Parlament eines Bundesstaates Beschwerden, mit Beschimpfun- 
gen gemischt, gegen den Kaiser und König von Preußen losgelassen wurden. 
Während der Kaiser also für sich durch derartige Reden nichts besserte, 
sondern alles verschlechterte und schwieriger machte, merkte man im Lande 
bald genug, daß Wilhelm II. seinem Wesen nach niemals fähig sein würde, 
einen Staatsstreich auch nur zu versuchen ; man begriff allmählich, daß seine 
Reden nur ein Abreagieren seiner Sehnsüchte waren, die zu verwirklichen er 
nicht der Mann war. So wurden schließlich diese theatralischen Ausbrüche 
für die offenen und verkappten Feinde der Monarchie zu willkommenen 
Propagandamitteln. Die Hetzagitation der westlichen Demokratien aber 
sprach mit moralischem Schaudern von dem reaktionären Herrschertum des 
Deutschen Kaisers und freute sich über das Wachsen der Sozialdemokratie 
und demokratischer Anschauungen. 
Der Standpunkt: Ich fühle mich lediglich Gott verantwortlich, ist an sich 
nicht anfechtbar. Den Begriff der Verantwortlichkeit, in höchstem Sinne 
genommen, kann dasein Kaiser und ein König sagen, aber auch jeder andere 
Mensch. Dieses Verantwortlichkeitsgefühl entbindet aber weder den Mon- 
archen, noch einen Beamten oder Arbeiter von ihren irdischen Verantwort- 
lichkeiten und Verpflichtungen. Die Vermischung dieser beiden Verantwort- 
lichkeiten von zwei getrennten Standpunkten aus war Sophistik. Dazu kam 
die scheinbare Auffassung seines Gottesgnadentums in dem Sinne, wie ihn 
frühere Jahrhunderte mit demselben verbanden. Daß er im Sinne seines 
Großonkels, Friedrich Wilhelm IV wirklich geglaubt hätte: vom Augen- 
blick der Thronbesteigung an trete er mit Gott in ein besonderes Verhältnis 
der Inspiration, ist, trotz allem, zu bezweifeln. Stimmungen solcher Art mag 
der Kaiser bisweilen gehabt haben, die vielleicht aus derselben Wurzel seines 
Wesens kamen, wie seine Überheblichkeit, die ihm schon eigen gewesen war, 
als er noch lange nicht die Regierung angetreten hatte. 
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