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Privatrecht und Polizei in Preußen.

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Bibliographic data

fullscreen: Privatrecht und Polizei in Preußen.

Monograph

Persistent identifier:
biermann_privat_polizei_1897
Title:
Privatrecht und Polizei in Preußen.
Author:
Biermann, Johannes
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Julius Springer
Document type:
Monograph
Collection:
preussen
Publication year:
1897
DDC Group:
Recht
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Chapter

Title:
Theil I. Umfang der polizeilichen Verfügungsmacht im Allgemeinen.
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
§ 1. Die Polizeiverordnung.
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Privatrecht und Polizei in Preußen.
  • Title page
  • Rechtsvorbehalt.
  • Vorwort.
  • Inhaltsübersicht.
  • Index
  • Theil I. Umfang der polizeilichen Verfügungsmacht im Allgemeinen.
  • § 1. Die Polizeiverordnung.
  • § 2. Die Polizeiverfügung.
  • § 3. Gerichtliche Nachprüfung.
  • Theil II. Beschränkungen des Privatrechts durch die Polizei.
  • § 4. Einleitung.
  • Kapitel I. Polizei und Gewerbefreiheit.
  • Kapitel II. Polizei und Privateigenthum.
  • Kapitel III. § 25. Polizei und dingliche Rechte an fremder Sache.
  • Kapitel IV. § 26. Polizei und obligatorische Verhältnisse.
  • Alphabetisches Sachregister.

Full text

4 Umfang der polizeilichen Verfügungsmacht im Allgemeinen. 
bestimmungen des § 6 a—h, welche durch die generelle Klausel der 
litt. i ergänzt werden, auf den Grundsatz des § 10 II, 17 A.L. R. sich 
zurückführen“". In einem seiner letzten Urtheile 1) hat es sich dann dahin 
geäußert, daß die in litt. i getroffene allgemeine Bestimmung in der im 
8 10 II, 17 A.L. R. definirten Aufgabe der Polizei, die nöthigen An- 
stalten zur Erhaltung der öffentlichen Ruhe, Sicherheit und Ordnung 
und zur Abwendung der dem Publiko oder einzelnen Mitgliedern desselben 
bevorstehenden Gefahr zu treffen, ihre Erläuterung finde. 
Der Strafsenat des Kammergerichts, der derzeit höchste preußische Straf- 
gerichtshof, ist dem Obertribunal gefolgt. Die Entscheidung vom 5. VII. 
832) führt hier aus: durch § 6 litt. i des Gesetzes vom 1 1. III. 1850 habe 
der Polizeibehörde nur die Möglichkeit gewährt werden sollen, „innerhalb 
des durch die Bestimmungen sub litt. a—h des § 6 a. a. O. und des 
§ 10 II, 17 A.L. Rs. begrenzten Gebiets polizeiliche Vorschriften 
ähnlicher Art zu erlassen“. Die Entscheidung vom 11. IV. 863) sagt 
ähnlich: „Wie vom Kammergericht in konstanter Rechtsprechung festgehalten 
ist, soll durch die Bestimmungen des § 6 litt. i und des § 12 des 
Gesetzes vom 11. III. 1850 der Polizeibehörde keineswegs das Recht 
verliehen werden, alle Materien, welche überhaupt Gegenstand der 
Gesetzgebung sein können, soweit besondere Interessen dies erforderlich 
erscheinen lassen, auch zum Gegenstand polizeilicher Verordnungen zu 
machen; vielmehr ist auch durch diese Bestimmungen das polizeiliche 
Verordnungsrecht auf die durch § 10 II, 17 A. L.R. und 8 6 litt. a—b 
des citirten Gesetzes gezogenen Grenzen beschränkt und die litt. i des 
§6 sowie § 12 a. a. O. nur dahin zu interpretiren, daß innerhalb jener 
Grenzen polizeiliche Vorschriften über Materien erlassen werden können, 
welche den unter litt. a—h a. a. O. speciell aufgeführten ähnlich sind."“ 
In dem Urtheil vom 17. II. 884) heißt es: daß die in litt. i a. a. O. 
getroffene allgemeine Bestimmung in der im § 10 II, 17 definirten 
Aufgabe der Polizei ihre Erläuterung finde ). 
Vor allem aber ist das Oberverwaltungsgericht in einer großen 
Reihe von Erkenntnissen für diese Beschränkung des Polizeiverordnungs- 
1) Entsch. v. 1. VI. 78 (Oppenhoff Bd. 19, S. 292). 
2) Johow und Küntzel Bd. 4, S. 256. 
3) Verwaltungsbl. Bd. 7, S. 256. 
!) Johow Bd. 8, S. 143. 
5) Nicht unzweideutig ist die Entsch. v. 24. V. 88 (Johow Bd. 8, S. 149), nach 
welcher § 10 II, 17 A-L. R. die Grenzen der Polizeigerichtsbarkeit nur theoretisch be- 
stimmt.
	        

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