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Deutsche Geschichte im 19. Jahrhundert. Zweiter Teil. Bis zu den Karlsbader Beschlüssen. (25)

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Bibliographic data

fullscreen: Deutsche Geschichte im 19. Jahrhundert. Zweiter Teil. Bis zu den Karlsbader Beschlüssen. (25)

Periodical

Persistent identifier:
cbl
Title:
Zentralblatt für das Deutsche Reich.
Place of publication:
Berlin
Document type:
Periodical
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1873
1918
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German
Other titles:
Central-Blatt für das Deutsche Reich.

Periodical volume

Persistent identifier:
cbl_1879
Title:
Central-Blatt für das Deutsche Reich. Siebenter Jahrgang. 1879.
Volume count:
7
Publisher:
Carl Heymanns Verlag
Document type:
Periodical volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1879
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

law_gazette

Title:
Stück No. 46.
Volume count:
46
Document type:
Periodical
Structure type:
law_gazette

Chapter

Title:
1. Allgemeine Verwaltungs-Sachen.
Document type:
Periodical
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Staatengeschichte der neuesten Zeit.
  • Deutsche Geschichte im 19. Jahrhundert. Zweiter Teil. Bis zu den Karlsbader Beschlüssen. (25)
  • Title page
  • Vorwort.
  • Inhalt.
  • Zweites Buch. Die Anfänge des Deutschen Bundes. 1814-1819. (Schluß.)
  • 3. Geistige Strömungen der ersten Friedensjahre.
  • 4. Die Eröffnung des Deutschen Bundestages.
  • Europäische Lage.
  • Die Frankfurter Verhandlungen.
  • 5. Die Wiederherstellung des preußischen Staates.
  • 6. Süddeutsche Verfassungskämpfe.
  • 7. Die Burschenschaft.
  • 8. Der Aachener Kongreß.
  • 9. Die Karlsbader Beschlüsse.
  • 10. Der Umschwung am preußischen Hofe.
  • Beilagen. (I - V)

Full text

132 II. 4. Die Eröffnung des Deutschen Bundestages. 
hatte, als er durch sein gehässiges Auftreten in den sächsischen Händeln 
den so oft erprobten Beistand Preußens verscherzte. König Max Joseph 
und Montgelas beschworen den preußischen Gesandten Küster, der Wiener 
Streitigkeiten zu vergessen. Der Staatskanzler erwiderte kühl: „die Zeit 
wird darüber entscheiden;“ zeigt der bayrische Hof in Zukunft freund— 
schaftliche Gesinnungen, so wird der König unser Herr nicht unversöhn— 
lich sein. Dann befahl er dem Gesandten, im Verein mit England und 
Rußland den österreichischen Unterhändler zu unterstützen.) 
In Altbayern erregte die Nachricht von Osterreichs Forderungen leiden- 
schaftlichen Zorn. Das Innviertel war seit Jahrhunderten, bis auf eine 
kurze Unterbrechung, immer wittelsbachisch gewesen, Salzburg hatte stets 
zum bayrischen Reichskreise gehört und mit den Nachbarn im Kurfürsten- 
tume freundlichen Verkehr unterhalten. Und diese beiden Landschaften 
mit ihrer reinbayrischen Bevölkerung sollte man dahingeben für die ent- 
legene überrheinische Pfalz, deren bewegliches, leichtlebiges Volk dem schweren 
altbayrischen Wesen von altersher widerwärtig war! Der alte Stammes- 
haß gegen die Osterreicher regte sich wieder, die Erinnerungen an die 
Kämpfe von 1705 und den sagenhaften Schmied von Kochel waren in 
jedermanns Munde. Den Salzburgern ward bei schwerer Strafe ver- 
boten, von der Abtretung des Landes auch nur zu reden. Marschall Wrede 
polterte und drohte, und in den Kreisen der Offiziere vernahm man die 
bittere Klage: „uns fehlt der Schutz Napoleons.“ Am lautesten zürnte 
Kronprinz Ludwig; der empfand es als eine Entehrung der neuen Königs- 
krone, daß der Tausch seinem Hause nicht durch freien Vertrag, sondern 
durch den Befehl der vier Mächte aufgezwungen werden sollte. Auch die 
literarischen Mordbrenner der Wittelsbacher rückten wieder ins Feuer. 
Eine grimmige Flugschrift „Entweder — oder", von Aretin verfaßt und 
durch den Prinzen Karl massenhaft verbreitet, forderte alle treuen Bayern 
brüllend auf, „jede Pflugschar in ein Schwert zu verwandeln, die Zwei- 
herrschaft Osterreichs und Preußens zu bekämpfen.“ Im Salzburgischen 
wurde durch die bayrischen Beamten eine Petition umhergetragen, welche 
dem Hofe „hunderttausende von Bajonetten“ freiwilliger Salzburger zur 
Verfügung stellte: „das Volk ist es, das durch keine Überbildung ent- 
nervt, mit üppiger Fülle des Jugendalters gerüstet ist; und das Fürsten- 
haus ist es, das älter als alle anderen! Sollten wir dieses von Osterreich 
zu befürchten haben, welches noch kürzlich, als es sich den Absichten Preu- 
ßens auf Sachsen widersetzte, die edelsten und gerechtesten Grundsätze aner- 
kannte?" Während das Bajuvarentum dergestalt den alten Groll gegen 
die norddeutsche Großmacht von neuem ausschüttete, sagte König Max 
Joseph zu Küster: er hoffe auf einen nahen Krieg zwischen Osterreich 
und Preußen, dann werde Bayern treu auf Preußens Seite stehen!) 
*) Küsters Bericht, 2. Sept. Weisungen Hardenbergs vom 5. Okt. u. 1. Dez. 1815. 
**) Küsters Bericht, 25. Januar 1816.
	        

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