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Von Potsdam nach Doorn.

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Nutzungslizenz

Public Domain Mark 1.0. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliografische Daten

fullscreen: Von Potsdam nach Doorn.

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
cbl
Titel:
Zentralblatt für das Deutsche Reich.
Erscheinungsort:
Berlin
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Sammlung:
deutschesreich
Erscheinungsjahr:
1873
1918
DDC-Sachgruppe:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Sprache:
Deutsch
Weitere Titel:
Central-Blatt für das Deutsche Reich.

Zeitschriftenband

Persistenter Identifier:
cbl_1884
Titel:
Central-Blatt für das Deutsche Reich. Zwölfter Jahrgang. 1884.
Bandzählung:
12
Herausgeber:
Carl Heymanns Verlag
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Sammlung:
deutschesreich
Erscheinungsjahr:
1884
DDC-Sachgruppe:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Sprache:
Deutsch

law_gazette

Titel:
Stück No 22.
Bandzählung:
22
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
law_gazette

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Von Potsdam nach Doorn.
  • Titelseite
  • Rechte; Erscheinungsjahr; Druck.
  • Inhalt
  • Einleitung
  • Versailles 1870/71.
  • Fürsten -- Allgemeines Stimmrecht.
  • Erstes Buch: Mehr sein als scheinen.
  • 1. Der lange Weg zur deutschen Einung.
  • 2. Die Deutsche Bewegung bis 1848.
  • 3. Von Mehrheitsbeschlüssen zu Blut und Eisen.
  • 4. Das Bismarck-Reich.
  • Zweites Buch: Mehr scheinen als sein !
  • 1. „Dann regiere Ich selbst !"
  • 2. Des Kaisers Außenpolitik.
  • 3. Imperator Rex.
  • 4. Wesenszüge Wilhelms II.
  • Byzantinismus und Autobyzantinismus.
  • Der erste Geschäftsmann.
  • Der König und sein Adel und seine Sozialdemokratie.
  • Mimicry, Scherze und Reklame.
  • Des Kaisers Unterhaltung und Kostümierung.
  • Der gewollte Eindruck -- und der gemachte.
  • Religion und Kirche.
  • Die Nörgler und Schwarzseher.
  • 5. Abwärts !
  • Verlagswerbung.

Volltext

wie der Schnee, wenn er dem Bergsteiger eine sichere Brücke über die Fels- 
spalte vortäuscht. Diesen Leuten ist ja gleichgültig, abgesehen von denen, 
welche der Bedientensinn als dunkler Drang treibt, ob das öffentliche Wohl, 
das Verhältnis zwischen Volk und Kaiser darunter leidet. Der Zug der Zeit 
ist nicht so nivellierend, wie man gern sagt, aber er verwirft Fiktionen, die 
früner nützlich und nötig waren. Grund genug für die Byzantiner, gerade 
diese Fiktionen nicht nur aufrechtzuerhalten, sondern auf die Spitze zu trei- 
ben, weil das Wesen des Kaisers hier einen günstigen Abgriffspunkt bietet.“ 
Es wird dann ausgeführt, daß ‚Einfachheit in der Form und im Handeln 
immer den vollkommensten Ausdruck der Majestät gebildet haben, jede stark 
vorwiegende Form aber ein äußeres Hilfsmittel ist und infolgedessen auch 
nur ganz äußerlich in dem vom Herrscher gewollten Sinne wirken kann. 
Das hat zu allen Zeiten gegolten und tut es heute um so mehr, weil der tra- 
ditionelle Nimbus der Majestät dem natürlichen Verlauf der Entwicklung 
gemäß zu verbleichen beginnt. Dadurch wird aber nicht berührt der Sinn 
für innere Größe, die hohe Achtung für einen Mann, auf dessen Schultern 
eine ungeheure Verantwortung liegt, welcher, einem ruhm- und verdienst- 
vollen Fürstengeschlecht entsprossen, der geschichtlich gewollte Führer 
des Deutschen Reiches geworden ist.“ 
Diese Sätze sind vielleicht geeignet, den Boden zu kennzeichnen, auf dem 
die nationalen und monarchischen Kritiker standen. Sie wollten nichts für 
sich, sie wollten nur kennzeichnen und bessern. In dieser Verbindung ist 
auch die Tätigkeit des Alldeutschen Verbandes hervorzuheben. Der spätere 
langjährige hochverdiente Vorsitzende desselben, Justizrat Heinrich Claß, 
legte schon im Jahre 1903 der Öffentlichkeit einc ‚Bilanz des Neuen Kurses“ 
vor, die eine sachlich unanfechtbare, erschütternde Übersicht der kaiser- 
lichen Mißerfolge lieferten. Sie erregte großes mißfälliges Aufsehen mit den 
üblichen schweren Vorwürfen der Schwarzseherei, des Ungehorsams, des 
Nörgelns, des politischen Dilettantismus, aber keine Zeitung und keine 
Sonderschrift konnte versuchen, ‚Die Bilanz des Neuen Kurses‘ zu wider- 
legen, weil eine sachliche Widerlegung nicht möglich war. Neun Jahre 
später veröffentlichte derselbe Verfasser unter dem Decknamen Frymann 
eine ausgezeichnete Schrift: ‚Wenn ich der Kaiser wär’.‘“ In ihr wurden 
dem Monarchen Perspektiven gezeigt und Ratschläge gegeben, deren Be- 
folgung dem Deutschen Reich viel hätte ersparen können, wenn der Kaiser 
ein anderer Mann gewesen wäre — als er war. Aus unerreichbarer Höhe 
aber zitierte der Kaiser verächtlich in die Öffentlichkeit hinein: 
‚Ich schau herab von meinem Tier 
Auf das Gehudel unter mir!“ 
* 
398
	        

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