Staatsbibliothek des ewigen Bundes Logo
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Deutsches Kolonialblatt. XI. Jahrgang, 1900. (11)

Access restriction

There is no access restriction for this record.

Copyright

Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

Bibliographic data

fullscreen: Deutsches Kolonialblatt. XI. Jahrgang, 1900. (11)

Periodical

Persistent identifier:
kbl
Title:
Deutsches Kolonialblatt.
Place of publication:
Berlin
Document type:
Periodical
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1890
1921
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Periodical volume

Persistent identifier:
kbl_1900
Title:
Deutsches Kolonialblatt. XI. Jahrgang, 1900.
Volume count:
11
Publisher:
Ernst Siegfried Mittler und Sohn
Document type:
Periodical volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1900
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Contents

Table of contents

  • Heinrich der Löwe Herzog von Bayern und Sachsen.

Full text

460 Funftes Buch. I. Heinrich in der Verbannung. Friedrichs letzte Taten. 
anstaltet, überhaupt ihm alle Vergünstigungen geboten, die in England da- 
mals gebräuchlich waren. Vor allem auf die Jagd, die Heinrich II. leiden- 
schaftlich liebte, mußte ihn sein verbannter Schwiegersohn begleiten). Von 
Dover begab sich der Herzog nach London; aber in der großen, schon damals 
volkreichen Stadt fand er keine Ruhe, sein Herz zog ihn zu seiner Gemahlin, 
deren nahe Niederkunft er erwartete. Deshalb eilte er, vom König feierlich 
eingeholt, nach Winchester, und in der Tat gebar wenige Tage nach seiner An- 
kunft Mathilde ein viertes Söhnchen, dem der Name Wilhelm beigelegt 
wurde und den die Engländer nach seinem Geburtsorte als Wilhelm von 
Winchester bezeichneten"".) Inzwischen schien auch für Heinrichs des Löwen 
und Mathildens Tochter — gleichfalls Mathilde geheißen — eine große Zu- 
ktunft sich vorzubereiten. Der größte Vasall König Heinrichs II., König 
Wilhelm der Löwe von Schottland, begehrte auf einer Zusammenkunft mit 
seinem Lehnsherrn und dessen Schwiegersohn die Hand der jüngeren 
Mathilde. Allein derenglische König scheint diese Verbindung nicht gewünscht 
zu haben und wußte sie unter dem Vorwande einer Verwandschaft zwischen 
dem Schotten und dem braunschweiger Fürstenkinde zu vereiteln““). 
Heinrich der Löwe aber, wie er sich immer reichlicher mit den lang ersehnten 
männlichen Nachkommen beschenkt sah, die einst ihren Vater stützen und 
rächen und die Macht des Hauses herstellen sollten, schöpfte auch aus der 
Ankunft seines früheren Hauptfeindes, des Erzbischofes Philipp von Cöln, 
in London für die nächste Zukunft freudigere Hoffnung. 
1182 Seit Heinrichs Weggang aus Deutschland hatte sich hier vieles geändert. 
Zuerst in Sachsen. Hier war, nachdem der gefürchtete Löwc entfernt war, 
unsägliche Verwirrung entstanden. Die geistlichen Fürsten, besonders der 
Bremer, zogen alle ihre früher dem Welfen erteilten Lehen wieder ein und 
riefen dadurch zahlreiche Streitigkeiten mit den Weltlichen hervorf). Herzog 
Bernhard zeigte sich nicht geeignet, die wichtige, aber schwierige Oberherr- 
schaft seines Vorgängers weiterzuführen; er handelte schlaff, ohne Plan und 
ohne Tatkraft. Dann trat er wieder plötzlich mit Gewaltmaßregeln auf und 
legte seinen Untergebenen neue, drückende Steuern auf, die deren höchsten 
Unwillen erregten, so daß man ihn zugleich geringschätzte und haßte. Die 
Lübecker, die er durch Gründung und Begünstigung Lauenburgs bedrücken 
wollte, da sic ja von seiner Herrschaft befreit waren, wußten sich vom Kaiser 
Recht gegen ihn zu verschaffenft). Ganz anders trat der jugendliche Graf 
Adolf III. von Holstein auf. Er benutzte die erlangte Freiheit sofort dazu, 
) Radulphus de Diceto, p. 272 f. — Gervas. Cantuar. l. c.: toto fere anno # 
expensas regis in anglicis deliciis perendinavit. — Vgl. Matthieu Paris, Grande 
Chroniquec, trad., p. Huillard-Breholles II, p. 67. — Geraldus Cambrensis, Do 
instructione principis, Distichon II, M. G. Ss. XXVII, 402. 
½% Bened. Petrob., p. 460. — Radulfl, d. Dic. L.c. 
Kh) Rich. Pauli, Herzog Heinrich d. L. und Wilhelm d. L., König von Schott- 
land; Götting. Gelehrte Anz., 1880, S. 143 ff. 
) S. Loreck, S. 245 ff. 
+.) Arnold. Lubic. III, 1. 
 
	        

Downloads

Downloads

The entire work or the displayed page can be downloaded here in various formats.

Full record

METS PDF Mirador

This page

PDF Image Preview Image Small Image Medium Image Master Mirador

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Formats and links

Formats and links

ausgabe:

The metadata is available in various formats. There are also links to external systems.

Links

OPAC DFG-Viewer Mirador

Cite

Cite

The following citation links are available for the entire work or the page displayed:

Full record

This page

Citation recommendation

Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the fourth digit in the number series 987654321?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.