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deutsches Wörterbuch. Zweiter Band H-O. (2)

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Public Domain Mark 1.0. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliografische Daten

Volltext: deutsches Wörterbuch. Zweiter Band H-O. (2)

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
cbl
Titel:
Zentralblatt für das Deutsche Reich.
Erscheinungsort:
Berlin
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Sammlung:
deutschesreich
Erscheinungsjahr:
1873
1918
DDC-Sachgruppe:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Sprache:
Deutsch
Weitere Titel:
Central-Blatt für das Deutsche Reich.

Zeitschriftenband

Persistenter Identifier:
cbl_1900
Titel:
Central-Blatt für das Deutsche Reich. Achtundzwanzigster Jahrgang. 1900.
Bandzählung:
28
Herausgeber:
Carl Heymanns Verlag
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Sammlung:
deutschesreich
Erscheinungsjahr:
1900
DDC-Sachgruppe:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Sprache:
Deutsch

law_gazette

Titel:
Stück No. 13.
Bandzählung:
13
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
law_gazette

Kapitel

Titel:
1. Zoll- und Steuer-Wesen.
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Kapitel

law

Titel:
Bekanntmachung, betreffend die Aenderungen des Mühlen-Regulativs und der Ausführungsbestimmungen zu §. 7 Ziffer 1 und 3 des Zolltarifgesetzes.
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
law

Appendix

Titel:
Regulativ für Getreidemühlen und Mälzereien.
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Appendix

Appendix

Titel:
Anlage. Anweisung zur zollamtlichen Prüfung von Mühlenfabrikaten.
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Appendix

Appendix

Titel:
Anlage a. Anleitung zur Prüfung von Roggen- und Weizenmehl auf trockenem und nassem Wege (Pekarisiren).
Bandzählung:
a
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Appendix

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Deutsches Wörterbuch.
  • deutsches Wörterbuch. Zweiter Band H-O. (2)

Volltext

771 
die besonders gern Mäuse fängt. — Mause-, Mänse-, 
Mauskopf, m. Schimpfwort für einen stehlenden Men- 
schen, mit witzigem Anklang an das Verbum mausen, 
in älterer Spr.: ein bettelmann, ein landstörzer oder 
mauszkopf Albertinus Landstörzer 412; die gröste 
mäusköpf (Spitzbuben) Abrahama SClara Indas 
1, 315; mausekopf Frisch; in milderem Sinne, wie 
spitzbube auch: halts maul, du mauszkopf Simpl. 1, 83. 
— Mause= Mäuse= Mausloch, n. Loch als Schlupf- 
winkel für Mäuse: ich wust’ ein volles mäuseloch 
(spricht der Fuchs) Lichtwer Fab. 2, 11; sprichwört- 
lich: vor furcht in ein mauseloch kriechen; für Schlupf- 
winkel überhaupt: (Geschütz) welches er hin und wider 
inn den pasteien, mäuszlöchern, gewelben . versteckt 
ligen hatte Garg. 103; ich hab so ein paar mauslöcher 
immer offen Goethe Clav. 4. — Mause-, Mäuse-, 
Mausohr, n. Ohr einer Maus oder wie einer Maus; 
beim Pferde besondere schöne Art der Ohren; Name 
verschiedener Pflanzen. — Manse-, Mänsepfeffer, m. 
Name des Länsekrautes und seines Samens. — Mause-- 
Mänseschwanz, m. Schwanz einer Maus oder wie einer 
Maus; spöttische Bezeichnung dünner Zöpfe; auch 
Pflanzenname. — mause-, mausstill, still wie eine 
Maus, höchst still: blieb also mauszstill sitzen Simpl. 
1, 175; so blieb er nicht so mausestill Lenau 447; 
ich verhielt mich mausestil! CF Meyer Jenatsch 230; 
auch in Bezug auf die Ruhe der Nacht: es wird maus- 
still Schiller Räub. 2, 3; gern mit dem Dim., als 
mäuschenstill: nu, mäuschenstille! Weiße kom. Op. 
2, 230; im wagen aber war alles mäuschenstill Gaudy 
Erz. 36. — manse-, manstot, leicht und gänzlich tot: 
maustod, wie eine maus vom geringsten schlag gleich 
stirbt Frisch; er .stellt sich mausetodt Hagedorn 
Fab. 1, 34; sind morgen alle mausetodt Iffland 
Komet 9; hat zweihundert mann maustodt geschlagen 
Hauff 5, 27. — Mause-, Mänse-, Mauszahn, m. Zahn 
einer Maus oder wie einer Maus; Bezeichnung einer 
Art feiner Spitzen mit zackigen Rändern. 
Manschel, m. Spottname für einen Juden, nament- 
lich einen schachernden, aus dem Namen Nloses (nach 
jüdisch-deutscher Ausspr. Mausche) gebildet, im 17. Ih. 
bezeugt (Lohenstein in den auserles. Ged. 1, 104); auch 
als mausche, judenmausche Hebel 2, 253. 
Mausc, k. (. mauser. 
Maunsen, 1) Mäuse fangen, schleichen, stehlen; west- 
germ. Bildung zu maus, altengl. müsian, ahd. zufällig 
nicht bezeugt, mhd. müsen; von Katzen: katzenkint ge- 
lernt wol müsen Renner 13282; sprichwörtlich: ich war 
in meiner jugend soldat, die katze läszt das mausen 
nicht Tieck Oct. 394; von andern Mäuse fangenden 
Tieren: als sich der fuhs des müsens schamt Frei- 
dank 138, 21; von einer mausenden nachteule an- 
gefallen Schiller Machb. 2, 12; übertragen auf Men- 
schen, = lauern auf jagdbares Wild: sõ ein birsære 
muset bi wilde in einer dicke Hr Laber Jagd 546; 
bildlich: dieweil sie wol bedaucht, das in seins herren 
haus gut mausen und vogel ausnemen were Wickram 
Nachb. 845; allgemeiner, — listig schleichen, nachstellen 
und handeln: sich verkriechen und im finstern mausen 
Luther 3, 485; da maust die frau Jahel gmälich bin- 
zue Aventin 1, 175; im Liebesleben: der beckerin 
hausz, darinn ein goldschmid mauszt Garg. 46; auch 
noch in neuerer Spr.: (am Hofe) herren, dic sich aufs 
mausen gut verstechn Weise kom. Op. 1, 30; mausen 
für stehlen, zunächst in Landsknechtkreisen, das Beute- 
machen auf ihren Zügen bezeichnend: das garten, mausen, 
und das rauben wil man uns auch nicht mehr er- 
lauben (spricht ein Landsknecht) BWaldis Esop 2, 79; 
bald in der allgemeinen Spr.: die kasten aufzuschlicszen, 
zu mausen und die beutel zu fegen Luther Tischr. 
385 ; hast du keck die meilenstielel von den fuszen 
ihm gemauset Uhland 262; mausen sie das heu 
Mausekopf — mausen. 
772 
Freytag Erinn. 69; in der Redensart wie gemaust, 
flink, im Umsehen: wo alles (beim Ernten) von der 
faust ihr ging, und ihr das heu so flog als wie 
gemaust Hv Kleist zerbr. Krug 7. 2) anderes mausen, 
s. mausern. — Munser, m. der da maust, schleicht oder 
stiehlt: kätzlein, munter im spiele, gedeihn zu tapferen 
mausern Voß Luise 3, 1, 545; umgelautet mäuser, in 
duckmäuser (s. d.). — Mauser, k. Federwechsel der 
Vögel, in älterer Form Mause; frühes Lehnwort der 
Falknerei aus lat. gleichbedeutendem müta, zu lat. mütare 
wechseln; das Subst. ist ahd. nicht bezeugt, dagegen das 
dazu gehörige Verbum als mazön, gimazôön, mhd. findet 
sich müze mit dem Verbum muüzen; die nhd. Form mause 
(richtig mausze geschrieben) geht bis auf unsere Zeit;: 
vom Falken: der falk ist aller pest in der andern oder 
dritten mauze Megenberg 188, 32; von andern 
Vögeln: wie dohlen in der mause Freytag Ahnen 
1, 108; von Krebsen, Häntung: es waren krebse in der 
mausze JPaul Anhang zum Tit. 2, 99; von Menschen: 
wenn sie sich bekehren und den alten Adam in ihrer 
mausze ausziehen mussen Herbstblumine 3, 215; — jetzt 
hat sich mauszer fast überall festgesetzt: kommst du aus 
der mauser 7 die federn sind dir ausgefallen CF Meyer 
d. Heil. 148. — Mauserei, f. das Stehlen; auch im 
Plur. mausereien verüben. — mauserig, wie in der 
Mauser befindlich, daher unmustern, krankhaft gedrückt: 
na, werden Sie nur nicht mauserig Keller Werke 
2, 143; warum so mauserig 7 6, 16. — mausern, Federn 
wechseln, Iterativbildung zu dem unter dem Fem. mauser 
aufgeführten ahd. müzon, mhd. mazen; die diesem ent- 
sprechende Form mausen (richtig mauszen), gewöhnlich 
refl., von Falken und andern Vögeln gesagt, dauert 
auch in der neueren Spr.: der falk mauszet sich in 
mitten des hornungs Heußlin Vogelb. 1235; die 
meisten wasservögel mausen sich zweimal im jahre 
Goethe 43, 380; auf das Haaren der Tiere und das 
Häuten der Krebse übertragen: der fuchs maust sich 
Steinbach; jährlich, wenn er (der Krebs) .. zich 
mauset bec. Lex. 1293; von Seidenwürmern Adelung; 
vom Menschen: das mägdlein mauset sich,/pubet 
Stieler; dasz .. sein humor mit jedem jahr sich 
mause Gotter 3, LIXXIV; — daneben und jetzt bei- 
nahe ausschließlich, mausern: (es) verlängert das mausern 
Mauser — Maunt. 
das leben der vögel JPaunl uns. Loge 1, 165; die vögel 
mausern sich; nicht refl.: wir mausern nur und wechseln 
.. das gefieder H Heine 18, 96; von andern Tieren: 
möchte Pegasus sich mausern Goethe an Schiller 
19. Nov. 1796; von Krebsen, mit Umlant: die krebse 
mäusern sich Steinbach. — mausig, in älterer Spr. 
auch mausicht, die Mause vollbracht habend; altes Kunst- 
wort der Falknerei, vom Federspiel gesagt, das ein= oder 
mehrmals sich gemausert hat und reif und zur Jagd 
geschickt ist; in der Verbindung sich mausig machen in 
allgemeine Spr. übergegangen, = geschickt, rüstig, arbeits- 
lustig: new ehehalten (Dienstboten) machen sich den 
ersten tag zween oder drei so mausig und rüstig 
Franck Sprichw. 1, 845; gewöhnlich — übermütig, keck 
in Auftreten und Widerspruch: wie er in die herberg 
toll und voll heim kam, macht er sich ganz mausig 
Lindener Katzipori 211; mädchen, mache dich nicht 
zu mausicht, du bist in meiner gewalt Weise kl. Leute 
216; du hast mir nichts vorzurücken — mach dich 
nicht mausig CFMeyer Nov. 1, 147. 
Manut, f. Warenzoll, ahd. müta, mhd. mute, Lehn- 
wort aus mittellat. muta, Name eines Zolles, der bei 
Besitzänderung gegeben wurde, übertragen auf den Zoll 
für verkaufte oder zu verkaufende Waren; telontum 
maut, maute. mauten Dief.; Wort namentlich des 
bair.= östreichischen Sprachgebietes: liesz alle schuld 
gult scharwerk maut zol ungelt auf fünf jar nach 
Aventin 1, 524; in neuern Quellen selten auch außer- 
halb desselben: der blutgeist der neuen mauthe Seume
	        

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