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Deutsches Wörterbuch. Dritter Band R-Z. (3)

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Public Domain Mark 1.0. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliografische Daten

fullscreen: Deutsches Wörterbuch. Dritter Band R-Z. (3)

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
cbl
Titel:
Zentralblatt für das Deutsche Reich.
Erscheinungsort:
Berlin
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Sammlung:
deutschesreich
Erscheinungsjahr:
1873
1918
DDC-Sachgruppe:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Sprache:
Deutsch
Weitere Titel:
Central-Blatt für das Deutsche Reich.

Zeitschriftenband

Persistenter Identifier:
cbl_1913
Titel:
Zentralblatt für das Deutsche Reich. Herausgegeben im Reichsamt des Innern. Einundvierzigster Jahrgang. 1913.
Bandzählung:
41
Erscheinungsort:
Berlin
Herausgeber:
Carl Heymanns Verlag
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Sammlung:
deutschesreich
Erscheinungsjahr:
1913
DDC-Sachgruppe:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Sprache:
Deutsch

law_gazette

Titel:
Stück Nr. 30.
Bandzählung:
30
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
law_gazette

Kapitel

Titel:
5. Marine und Schiffahrt.
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Deutsches Wörterbuch.
  • Deutsches Wörterbuch. Dritter Band R-Z. (3)

Volltext

5 
21 
das Wort deutsch zu erklären, befriedigen nicht. Plur. 
ahd. serchi, mhd. sarke und serke, uhd. nur mit Um- 
laut serge; die Form sark geht bis ins 17. Ih.: sark, 
loeulus Schottel. Im Mhd. besonders den Stein- 
sarg und den Behälter für die Leiber der Heiligen be- 
zeichnend: sarcophagus, kumba sarich, sarch, sarck, 
sarg, dodensarckstein Dief.; der beilgen linte serke 
(in den Münstern) bero#chet wurden schöne Kvr Würz- 
burg Silvester 2102; später, wie heute, auf den Holz- 
sarg bezogen: (Jesus) rürct den sark an, und die 
treger stunden Luc. 7, 14; meine freund’ in särgen, 
leich' an leiche Lenau 167; einen toten in den sarg 
legen, cinen sarg öffnen (Platen Ballad. 12), schlieszen. 
erheben. fortfuhren (Schiller Ränb. 4, 5), zu grabe 
tragen, ins grab senken; wir alle würden . die haare 
ausraufen uber curem sarge 1, 1; einen jungling. noch 
nicht reif zum sarge Elegie auf d. Tod eines Jünglings; 
sprichwörtlich: der nagel zu jemandes sarge sein, seinen 
Tod mit verursachen; frei, von der Aschenurne: den 
sarg, der beiter die verglühte esche barg Uhland 
120; im mhd. auch übertragen auf Behälter, Schrein 
überhaupt, selbst sehr frei (Maria gotes sare Wacker- 
nagel Kirchenl. 2, 382b); jetzt noch landschaftlich für 
Brunnentrog, brunnensarg; am Hochofen eine kleine 
dachartige Vorrichtung Jacobsson. — sargen, in einen 
Sarg legen, vgl. einsargen. — Sarras, m. Art großer 
Säbel; Wort erst des 18. Ih., wie man annimmt, aus 
dem poln. za für, raz Hieb, Stoß entstanden; sarasz, 
sarrasz Adelung; wie wetterschein entlodert sein 
sarras der scheide Bürger das Lied von Treue; so 
sollte doch dein sarras . abprallen Hv Kleist Käthch. 
5, 1. 
Sasse, m. Ansässiger; ahd. säzo, mhd. saäze, altengl. 
sæta; sasz, possessoy, der ein gut selbst oder unter 
eincm andern besizt Frisch; in Zusammensetzungen 
wic bei-, frei-, binter-, in-, laudsasse; als einfaches 
Wort erst im 18. Ih. von norddeutschen Schriftstellern 
emporgebracht: sassen von Unterthauen des Löwen 
Hagedorn Fab. 1, 12; (du) sasse der altruhmlichen 
IIansaburg Voß 3, 216; schbeinen fürst und sassen 
bedroht 5, 267. — sässig, sitzend, angesessen, mhd. 
sæzee; gewöhnlich nur in Zusammensetzungen, vgl. an-, 
aufässig; auch land-, schloszsässig, in einem Lande, 
auf einem Schlosse angesessen; selten für sich: zu Londen 
.. war cin kaufmann sässig Uhland 445. 
Satan, m. der Teufel; hebräisches Wort, durch Ver- 
mittelung des griech. satanäs und satäu, lat. satanas 
in die germanischen Spr. ausgenommen, geth. satanas 
und satanga. ahd. satanäs, mhd. satapäs, satanät, satinäs, 
satän; mhd. als Wort der Bibel teils in der vollen 
Form satanas (Luc. 13, 16. Ossenb. 12, 9 u. ö.), teils 
als satan (Hiob- 1, 6. Matth. 12, 26 u. ö.) auch an 
Menschen übertragen: sprach zu Petro, heb dich satan 
von mir Matth. 16, 23; in die allgemeine Rede über- 
gegangen, selten in voller Form: was satanas gethan 
Wieland Klelia, Einleitung 35; gewöhnlich als satan; 
in festen Redewendungen: das weisz der salan, wie 
der teufel (s. d.); schier dich zum satan Schiller 
Kab. 1, 1; wort an halten, wenn sie es anch dem satan 
gegeben hätten Räub. 2, 3; nun schau, wie der satan 
scin spicl hat Voß Idyll. 3, 139; als starkes Schelt- 
wort: von dir satan! Schiller Kab. 5, o; ha satun! 
worinn verstrickst du mcine seele? Räub. 1, 5; dasz 
diescs mädchen kein mädchen, sondern ein eingeflcischter 
satan ist Goethe Aufgeregt. 1, 2; milder: kein satan 
von buchhändler will es (das Buch) mir ja abnehmen 
Kotzebue Pagenstr. 1, 6; Plur. ihr sdtane von rangen!, 
zu wilden Jungen gesagt; von einem Hund: he, wie 
der satan bellt! Voß Idyll. 11, 1; auch in Zusammen- 
seunen: ein satanskerl!; das satansrich, u. s. w. — 
atänisch, dem Satan eigen oder gemäß, teuflisch: den 
schmeichelhafting suszen worten der hellisch satanischen 
fargen — satanisch. 
satt. 216 
schlangen H Sachs Dicht. 3,175; der gröszist satanisch 
grewel Wackernagel Kirchenl. 1, 835b; satanische 
boszheit Adelung; das geweb ist satanisch fein 
Schiller Kab. 3, 2. 
Satt, befriedigt rücksichtlich des Verlangens nach 
Speise, befriedigt überhaupt, dicht, fest; gemeingerm. 
Wort, goth. sabs, altnord. saör, altengl. säd, altsächf. 
sad, ahd. mhd. sat, Participialbildung zu einer Wurzel 
sa sättigen, die sich im griech. ämenai sättigen, lat. sat, 
satis, satur wieder findet. Die Steigerungsformen in 
älterer Spr. zum Teil mit Umlaut (sätter, am sütteston 
Steinbach neben satter, am sattesten), jetzt nur ohne 
solchen. 1) ursprüngliche Bed. nur von der erfolgten 
Stillung des jeweiligen Hungers: bitbiu ir üzut ton 
then brötun inti sate wurdut Tatian 82, 1; seltener 
attributiv und substantiv: sö satez kint niht exzen mac 
Freidank 125, 1; ein satter magen, leib; die satten 
wissen nicht, wie es den hungrigen zu mute ist; ge- 
wöhnlich prädieativ: ich esse nicht mehr, ich bin sait; 
ich kan beide sat sein und hungern Phil. 4, 12; 
ich habe kartoffeln gegessen oder ein wildes huhn: 
satt ist satt Schiller Kab. 5, 5; er wird gar nicht 
Ssatt, die kinder sind nicht satt zu machen; zwischen 
abend solt jr Heisch zu essen haben, und am morgen 
brots sat werden 2. Mos. 16, 11; mein adel machte 
mich nicht satt Schiller Phöniz. 104; sich satt esscn, 
fressen; übertragen auf die Stillung des Durstes: ich 
wart nie trinkens sat Weinschwelg 251; sich sait trinken 
Adelung; von einem Betrunkenen: sich dick und satt 
gesoffen haben, satmeitate ebrium esse Steinbach; 
das die Griechen anfangs in jbren gelachen kleine 
becherlin, und wann sie voll und satt wehren, grosze 
pocal brauchten Zinkgref 1, 125; erweitert auf die 
Stillung eines Verlangens überhaupt: sich satt sehen, 
hören, laufen, küssen, u. s. w.; das auge sibet sich 
nimer sat, und das ohr böret sich nimer sat Pred. 
Sal. 1, 8; die Pariser hatten sich noch nicht daran 
satt geschen Lessing Dram. 18; wenn ich mich. 
in gesellschaft so vieler rechtschaffner leute satt essen, 
satt lachen, und satt zanken könnte Lessing Brief 
1760; wenn wir uns an ihrem vorwitz satt erlustigt 
Wieland Perv. 3, 198; nicht ruhn soll dieser degen, 
bis er sich in österreichschem blute satt gchadet 
Schiller Wallenst. Tod 4, 7; mit Gen.: wer kan sich 
seiner herrligkeit sat sehen? Sir. 1, 31; übergehend in 
die Bed. überdrüssig, ebenfalls mit Gen.: dã man si 
kampfes machte sat (da man ihnen den Kampf ver- 
leidete) livl. Chron. 1386; ich bin sat der brandopfer 
Jes. 1, 11; man wird der weiber gar bald satt Goethe 
Clavigo 1; Gottfried ist .. wie cin beiliger, satt der 
welt und ihrcs vergänglichen rahmes Ranke Päpste 
f1.492; dasz er eines krieges satt war Häufser 
d. Gesch. 3, 103; des lebens satt, vgl. auch lebenssatt; 
statt dessen mit von: wie bin ich satt von meinem 
vakerlande! Platen Sonette 77; in neuerer Spr. auch 
mit Acc.: wenn er alsdann das schöne gesicht satt 
würe Lessing Schatz 1; so eine (Frau) wird man 
nimmer satt Geethe Jery; such einen andern. ich 
bins satt Grillparzer 1, 17; — aussgebildet als 
Dauerbegriff,. besrierigt, nicht mehr verlangend: da 
er aber lett und satt ward, ward cr geil 5. Moj. 32, 15; 
in weiterem Sinne: wo vormals an geliebter brust 
der satte landmann sang U#z 1, 45; kluft velche 
die genieszenden und satten der erde von den hungrigen 
und durstenden trennt CF Meyer Ang. Borgia 151; 
daher: eine satte mienc zeigen, cin saties lächeln auf 
dem gesichte tragen; die sunden der satten altständi- 
schen bchaglichkeit Treitschke 3, 542. 2) satt über- 
tragen auf den satt machenden Gegenstand; zunächst in 
Ubergängen, die das Adj. sowohl auf die Person als 
auf die Sache bezogen zeigen: magstu der drauben cssen 
nach deinem willen, bis du sat habcst 5. Mos. 23, 27;
	        

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