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Deutschland als Kolonialmacht.

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Bibliographic data

fullscreen: Deutschland als Kolonialmacht.

Monograph

Persistent identifier:
deutschland_kolonialmacht
Title:
Deutschland als Kolonialmacht.
Place of publication:
Berlin
Document type:
Monograph
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1914
DDC Group:
Geschichte
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Chapter

Title:
Kamerun. Von Langheld, Kaiserlicher Major a. D.
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
Natürliche Verhältnisse.
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Deutschland als Kolonialmacht.
  • Title page
  • Rechte; Druck.
  • Widmung.
  • Wegwort.
  • Inhaltsverzeichnis.
  • Bilderverzeichnis.
  • Rechtliche Grundlagen. Verwaltungs- und Gerichtsorganisation. Von J. Gerstmeyer.
  • Tafel 1. Verwaltung -- Gerichtswesen -- Schutztruppe 1. Gerichtssitzung in Westafrika. / In der Schaurihütte, Ostafrika.
  • Tafel 2. Verwaltung -- Gerichtswesen -- Schutztruppe. 2. Gouvernementsgebäude, Tsingtau. / Bezirksgericht in Windhuk. / Gouverneur- Wohnhaus, Windhuk.
  • Staats- und völkerrechtliche Stellung der Schutzgebiete.
  • Abgrenzung der Schutzgebiete.
  • Die Rechtsstellung der Bevölkerung in den Schutzgebieten.
  • Die koloniale Gesetzgebung.
  • Die koloniale Behördenorganisation.
  • Die Selbstverwaltung in den Schutzgebieten.
  • Die Kolonialbeamten.
  • Überblick über das Verwaltungsrecht.
  • Gerichtsverfassung und Recht der weißen Bevölkerung.
  • Die Gerichtsbarkeit über die Eingeborenen und das Eingeborenenrecht.
  • Die Organisation der Kolonialtruppen und ihre Aufgaben. Von Gouverneur a. D. Leutwein.
  • Tafel 5. Verwaltung -- Gerichtswesen -- Schutztruppe 5. Gebirgsbatterie, Südwestafrika. / Ältere Geschütze, Südwestafrika. / Patrouillenwagen der Schutztruppe, Südwestafrika. / Kriegerverein Windhuk.
  • Tafel 6. Verwaltung -- Gerichtswesen -- Schutztruppe 6. Leutnant in Feldausrüstung (Hererokrieg). / Ostafrikanische Unteroffiziere auf Zebras. / Südwestafrikanisches Kamelreiterkorps. / Ostafrikanischer Askari.
  • Tafel 7. Verwaltung -- Gerichtswesen -- Schutztruppe 7. Vor der Kaserne, Dar-es-Salâm. / Heliographenabteilung, Dar-es-Salâm. / Polizeitruppe am Agu, Togo. / Ostafrikanische Schutztruppe.
  • Tafel 8. Verwaltung -- Gerichtswesen -- Schutztruppe 8. Einsames Grab an der Jaundestraße, Kamerun. / Soldatengräber, Südwestafrika. / Gedenkstein des Kampfes am Waterberg. / Friedhof in Lindi.
  • Deutsch-Ostafrika. Von Hans Zache.
  • Natürliche Verhältnisse.
  • Erwerb und Behauptung.
  • Jetziger Zustand und Aussichten der Kolonie.
  • Deutsch-Südwestafrika. Von Major a. D. Kurd Schwabe.
  • Natürliche Verhältnisse.
  • Erwerb und Behauptung.
  • Die Wirtschaft des Schutzgebiets und ihre Zukunft.
  • Kamerun. Von Langheld, Kaiserlicher Major a. D.
  • Natürliche Verhältnisse.
  • Erwerb und Behauptung.
  • Entwicklung und Entwicklungsmöglichkeit.
  • Togo. Von Hauptmann Smend.
  • Natürliche Verhältnisse.
  • Erwerb und Behauptung.
  • Entwicklung und Entwicklungsaussichten.
  • Die deutschen Kolonien in der Südsee. Von Richard Deeken.
  • Tafel 81. Südsee 1. Kaiser-Wilhelms-Land. Dorf-Szene (Dallmannshafen). / Ahnenhaus. / Dolch aus Kasuarknochen.
  • Tafel 82. Südsee 2. Kaiser-Wilhelms-Land. Jüngling im Festschmuck. / Tanztrommel. / Witwentracht. / Mit Ton verkleideter Schädel. / Eingeborene im Festschmuck.
  • Tafel 83. Südsee 3. Kaiser-Wilhelm-Land. Vom Fischfang heimkehrende Kanus. / Eingeborener im Schmuck. / Signaltrommel. / Nackenstütze beim Schlafen.
  • Tafel 84. Südsee 4. Kaiser-Wilhelm-Land. Eingeborene mit Schmuck aus Ebernhauern. / Eingeborene mit Riesenbanane. / Krieger.
  • Kolonien in der Südsee.
  • Kaiser-Wilhelmsland.
  • Der Bismarckarchipel und die Salomonsinseln.
  • Die Karolinen und Marianen.
  • Die Marshallinseln.
  • Samoa.
  • Kiautschou. Von Hauptmann Friedrich Leutwein
  • Natürliche Verhältnisse.
  • Erwerb und Behauptung.
  • Wirtschaftliche und Verkehrseinrichtungen.
  • Die Marine im Kolonialdienst. Von Konteradmiral z. D. Schlieper.
  • Ostafrika.
  • Südwestafrika.
  • Kamerun.
  • Togo.
  • Südsee.
  • Kiautschou.
  • Das christliche Missionswesen. Von Universitätsprofessor Dr. Schmidlin.
  • Stand und Entwicklung.
  • Schule und Literatur.
  • Sozial-caritatives Wirken.
  • Religiöse Missionsarbeit.
  • Literatur.
  • Die wichtigsten Kolonialprodukte und ihre Bedeutung für Mutterland und Weltmarkt. Von Prof. Dr. Voigt.
  • Nationalwichtige Produkte an deren Lieferung die deutschen Kolonien beteiligt sind. Einfuhr in Deutschland 1911.
  • Tafel 123. Kolonialprodukte 1. Hevea brasiliensis mit Zapfmarken. / Kakaobaum mit Früchten. / Kokospalme mit Früchten.
  • Tafel 124. Kolonialprodukte 2. Dattelpalmen. / Zimmtpflanzung. / Öffnen der Kokosnüsse zur Kopragewinnung. / Gummi-Zapfen. / Kaffee-Blüte.
  • Tafel 125. Kolonialprodukte 3. Baumwollpresse. / Baumwollblüte. / Pressen der Baumwollballen.
  • Tafel 126. Kolonialprodukte 4. Sisalverarbeitung. Schneiden der Blätter. / Waschen der Fasern. / Transport zur Fabrik. / Trocknen. / Faserungsmaschinen. / Sisalprodukte.
  • Koloniales Verkehrswesen. Von Dr. Paul Rohrbach.
  • Tafel 127. Verkehrswesen 1. Lagunenkanal bei Anecho. / Transport von Arbeitsgleis. (Togo-Inlandsbahn.) / Stopf- und Richtkolonne. (Togo-Inlandsbahn.)
  • Tafel 128. Verkehrswesen 2. Ostafrikanisches Bahnbild. / Elfenbeinkarawane am Pangani (1896). / Ostafrikanisches Bahnbild. / Trägerkolonne.
  • Tafel 129. Verkehrswesen 3. Brücke der Schantungeisenbahn. / Umbau der Bahn Karibib-Windhuk: alte Brück, neue Brücke.
  • Tafel 130. Verkehrswesen 4. Kapspurlokomotive, Südwestafrika. / Zug der Otavibahn. / Löhnung von Eingeborenen, Bahnhof Windhuk.
  • Tafel 131. Verkehrswesen 5. Bahnhof Karibib. / Lagerplatz, Bahnhof Windhuk. / Verschiffung von Kopra.
  • Tafel 132. Verkehrswesen 6. Drahtseilbahn auf Nauru. / Unterführung am Auaspaß, Südwestafrika. / Arbeiten am Auaspaß.
  • Anhang. Bearbeitet von der Schriftleitung.
  • Kolonialpolitik und Weltmachtstellung. Von Oberleutnant a. D. Dr. Paul Leutwein.
  • Wesen und Arten der Kolonien.
  • Geschichte der Kolonialpolitik.
  • Kolonialpolitische Ergebnisse.
  • Die Kolonialreiche und ihr Mutterland im Jahre 1913.
  • Der koloniale Wettbewerb der europäischen Großmächte.

Full text

162 MWä ———————————————————————3 
Bei der großen Unsicherheit die die politische Lage mit sich brachte, erschien 
es praktischer, sich zusammenzuschließen, um sich verteidigen zu können. So 
finden wir im Graslande größere Siedelungen, denen man die Bezeichnung 
Stadt geben muß. Häufig sind diese Siedelungen mit Graben, Wall und Mauer 
umgeben und machen einen festungsartigen Eindruck. Sie haben bei der Be- 
setzung des Landes eine große Rolle gespielt und häufig die Schutztruppen zu 
energischem Einschreiten veranlaßt. 
Die Befestigungen der Mohammedaner sind jetzt allgemein in Wegfall ge- 
kommen, da die Eingeborenen eingesehen haben, daß sie doch dem Angriff der 
Schutztruppe nicht standhalten können, zum Teil haben sich die Dörfer auch so 
ansgedehnt, daß sie über die Befestigungen hinaus gewachsen sind. Die Neu- 
anlage, auch schon die Erhaltung, erscheint zu mühsam, so daß jetzt die Städte 
der Mohammedaner überall im Lande als offene gelten können. 
Die Heidenstämme des Graslandes wohnen hänfig zerstrent in den zerrissenen 
und zerklüfteten Felsen der Gneis= und Granithügel, die ihnen bei drohender 
Gefahr einen vorzüglichen Zufluchtsort geben. 
Entsprechend dem verhältnismäßig niedrigen Kulturstande, in dem sich die 
Völker Kamernns befinden, sind auch ihre Kulturgeräte noch äußerst primitiv. 
Die Handwerke werden fast überall von den einzelnen Familien betrieben, 
so daß man von einer Hausindustrie sprechen kann. Ein Handwerk, das von allen 
Stämmen gleichmäßig betrieben wird und in hoher Blüte steht, ist die Töpferei. 
Es ist ja der Gegenstand, der am meisten gebrancht wird, weil er zur Bereitung 
der täglichen Nahrung notwendig ist. Die Drehscheibe ist nirgends bekannt, und 
trotzdem verstehen es die Lente, dem Topf eine fast genaue Kugelform zu geben. 
Die Töpfe werden gebrannt und sind verhältnismäßig haltbar. Auch Färbung 
ist bekannt, hauptsächlich rot und schwarz. Außer Töpfen werden Schüsseln, 
Sattelbäume, Hocker und dergl. hergestellt. 
Auch die Flechtarbeiten stehen auf einer verhältnismäßig hohen Kultur- 
stufe. Man stellt Körbe, Matten, Teller und dergl. her, die ans Gras, Bast und 
Palmblättern geflochten werden und zum Teil recht bunte und geschmackvolle Muster 
tragen. Zuweilen sind diese Flechtereien noch mit Lederstückchen verziert. 
Eine Industrie, die hauptsächlich in den Händen der Männer ruht, sind die 
Schnitzarbeiten in Holz, Knochen und Elfenbein. Sie stellen Schalen, Töpfe, 
Nackenstützen, Stühle, Holzpfosten, Trommeln und Boote her. Besonders im Nord- 
westen unserer Kolonie sind diese Schnitzarbeiten sehr gebräuchlich. Man sieht 
bei den Häuptlingshütten große, vollständig geschnitzte Türpfosten und Firststämme. 
Auch enorme Thronsessel, aus einem Stück geschnitzt und mit Perlen verziert, 
werden in diesen Gebieten gefertigt. Aus Flaschenkürbissen werden alle mög- 
lichen Geräte gefertigt, teils Schalen, teils Flaschen, mit gebrannten Mustern ver- 
seheen und hänfig bunt gefärbt. 
Zur Bekleidung werden Gewebe gefertigt auf ziemlich primitiven Webstühlen, 
eine Industrie, die die Mohammedaner mitgebracht haben. Von ihnen haben sie 
dann die Heidenstämme übernommen. Als Material dient Baumwolle, die im 
Lande selbst angebant wird. Zur Färbung wird Indigo verwendet, der gleich- 
falls im eigenen Lande gewonnen wird. Hin und wieder sieht man auch rote 
und gelbe Farben. Seltener ist die Anfertigung von Rindenstoffen. Hierzu 
wird von einer Fikusart ein ungefähr meterbreites Stück Rinde abgetrennt, 
dann durch mehrfaches ins Wasserlegen und starkes Klopfen mit Holzhämmern 
gedehnt und weich gemacht. Angenblicklich haben die billigen eingeführten Baum- 
wollstosse diese Indnstrie fast ganz verdrängt. 
Im Norden des Schutzgebietes spielt die Lederindustrie eine große Rolle. 
Wenn auch nicht so gut wie in Europa, so verstehen die Leute doch die Felle zu 
gerben und machen aus ihnen eine große Anzahl von Gebrauchsartikeln, Sättel,
	        

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