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Das Königreich Württemberg. Erster Band. (1)

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Copyright

Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

Bibliographic data

Object: Das Königreich Württemberg. Erster Band. (1)

Periodical

Persistent identifier:
kbl
Title:
Deutsches Kolonialblatt.
Place of publication:
Berlin
Document type:
Periodical
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1890
1921
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Periodical volume

Persistent identifier:
kbl_1905
Title:
Deutsches Kolonialblatt. XVI. Jahrgang, 1905.
Volume count:
16
Publisher:
Ernst Siegfried Mittler und Sohn
Document type:
Periodical volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1905
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

law_gazette

Title:
Stück Nummer 10.
Volume count:
10
Document type:
Periodical
Structure type:
law_gazette

Chapter

Title:
Amtlicher Teil.
Document type:
Periodical
Structure type:
Chapter

law

Title:
Verfügung des Oberrichters von Deutsch- Südwestafrika, betreffend die allgemeine Beeidigung von Sachverständigen für gerichtliche Angelegenheiten.
Document type:
Periodical
Structure type:
law

Contents

Table of contents

  • Das Königreich Württemberg.
  • Das Königreich Württemberg. Erster Band. (1)
  • Title page
  • Vorwort.
  • Inhaltsverzeichnis des ersten Bandes.
  • Erstes Buch. Geschichtliche Einteilung und Alterthümer.
  • Zweites Buch. Land und Natur.
  • Erster Abschnitt. Die geographische Abtheilung.
  • Literatur.
  • A. Allgemeiner Theil.
  • B. Besonderer Theil.
  • C. Der landschaftliche Charakter.
  • Zweiter Abschnitt. Die naturgeschichtliche Abtheilung.
  • Index
  • Berichtigungen und Nachträge.

Full text

340 Land und Natur. 
Wir ziehen jetzt vom Hohenstaufenberg über Göppingen südwärts 
hinüber zur Schwäbischen Alb, an welcher der Staufen, als ein weit 
ins gehügelte Land vorgeschobener Posten Wache hält, fern hinschauend 
bis an die Vogesen und bis an die freilich nur an den seltensten Tagen, 
gleichwie ein Traumbild, aufschimmernden Schneespitzen der Alpen. — Wir 
ziehen hinüber zum Steilrande der Alb und hinein in ihre so tief in das 
Herz des Kalkgebirges eindringenden, von Felsenkränzen begleiteten Thäler. 
„Erhabene Berge mit den herrlichsten Aussichten, ungeheure Felsenmassen, 
abgerissene schroffe Wände, schauerliche Wildnisse, rauschende Wasserfälle, 
finstere Höhlen und Felsenschluchten, wilde Ruinen und reizende fruchtbare 
Thäler findet man hier im pittoreskesten Gemische,“ sagt Schübler in 
seinem „Ausflug auf die Alb im Sommer 1810“, — und wahrlich, un- 
erschöpflich ist hier die Mannigfaltigkeit der großen landschaftlichen Ein- 
drücke, so daß ein Dichter, wie Gustav Schwab, ein ganzes prächtiges 
Buch nur über die Nordtraufe des Gebirges geschrieben hat. Hören wir 
ihn, wie er davor sich ausruht im Abendlichte: „Die dunkle Farbe des Ge- 
birgs wird in ein durchsichtiges Blau verklärt, über das der Sonnenschein 
eine leichte Röthe gießt, in der bald mehr Wechsel der Formen hervor- 
tritt, als das Auge früher geahnet. Sie hält uns die reichen Buchen- 
wälder, von welchen diese Berge bis zu ihren obersten Höhen umkleidet 
sind, schimmernd entgegen, zeigt dem Blicke den Anfang mannigfaltiger 
Thäler, die sich zwischen den mehr und mehr vom ganzen Bergeszug ab- 
gelösten Massen eröffnen, bescheint, wo die Vorhügel einen Durchblick ge- 
währen, die schmucken Städte und Dörfer, die üppigen Obstwälder, die 
sich am Fuß der Alb hin und in die Thäler bergein ziehen, beglänzt die 
Kalkfelsen, mit welchen die Höhen übersäet sind, und vergoldet die wenigen 
Gipfel des Gebirges, auf welchen sie uns vorher unbemerkte Schlösser 
und Burgen zeigt. Und wenn dem Betrachtenden hier und dort ein Bauer, 
auf die goldnen Bergspitzen deutend, die Namen Hohenzollern, Achalm, 
Urach, Neufen, Teck, Hohenstaufen, Rechberg, Rosenstein zu nennen weiß, 
so mag seine Phantasie wohl noch ein zweites Leben aus der Vergangen- 
heit über diese Bergkette heraufbeschwören.“ 
Oder hören wir Hölderlin, wie er nach seiner Rückkehr in die Hei- 
mat das ihm so liebe Gebirge begeistert grüßt: 
Ihr milden Lüfte, Boten Italiens, 
Und du mit deinen Pappeln, geliebter Strom, 
Ihr wogenden Gebirg', o all' ihr 
Sonnigen Gipfel, so seid ihr's wieder! 
Wir wandern und schwelgen von Berg zu Berg, von Thal zu Thal; 
am schönsten ist es oben auf den duftenden Bergheiden. Da mögen wir 
Rast halten unter uralter Waidbuche, umher die kahlen zerlöcherten Fels-
	        

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