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Privatrecht und Polizei in Preußen.

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Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

Bibliographic data

fullscreen: Privatrecht und Polizei in Preußen.

Periodical

Persistent identifier:
kbl
Title:
Deutsches Kolonialblatt.
Place of publication:
Berlin
Document type:
Periodical
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1890
1921
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Periodical volume

Persistent identifier:
kbl_1913
Title:
Deutsches Kolonialblatt. XXIV. Jahrgang, 1913.
Volume count:
24
Publisher:
Ernst Siegfried Mittler und Sohn
Document type:
Periodical volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1913
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

law_gazette

Title:
Stück Nummer 1.
Volume count:
1
Document type:
Periodical
Structure type:
law_gazette

Chapter

Title:
Nichtamtlicher Teil.
Document type:
Periodical
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
Nachrichten aus den deutschen Schutzgebieten.
Document type:
Periodical
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
Togo.
Document type:
Periodical
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Privatrecht und Polizei in Preußen.
  • Title page
  • Rechtsvorbehalt.
  • Vorwort.
  • Inhaltsübersicht.
  • Index
  • Theil I. Umfang der polizeilichen Verfügungsmacht im Allgemeinen.
  • § 1. Die Polizeiverordnung.
  • § 2. Die Polizeiverfügung.
  • § 3. Gerichtliche Nachprüfung.
  • Theil II. Beschränkungen des Privatrechts durch die Polizei.
  • § 4. Einleitung.
  • Kapitel I. Polizei und Gewerbefreiheit.
  • Kapitel II. Polizei und Privateigenthum.
  • § 19. Das Prinzip.
  • I. Das Grundeigenthum.
  • II. § 23. Das Eigenthum an beweglichen Sachen.
  • III. § 24. Entschädigungsansprüche wegen polizeilicher Einschränkungen des Eigenthums.
  • Kapitel III. § 25. Polizei und dingliche Rechte an fremder Sache.
  • Kapitel IV. § 26. Polizei und obligatorische Verhältnisse.
  • Alphabetisches Sachregister.

Full text

202 Beschränkungen des Privatrechts durch die Polizei. 
Es fragt sich, welcher Beamte haftet. Denn es können mehrere 
in Betracht kommen. Vor allem fragt es sich, wenn die Polizeiverfügung 
nur die Ausführung der Polizeiverordnung einer oberen Instanz ist, ob 
dann diese oder die untergeordnete Behörde haftet. Man nehme etwa 
an, daß eine Verordnung wie diejenige über die Bebauung des Kreuz- 
bergviertels von einem Regierungspräsidenten erlassen worden ist, und 
darauf hin die Ortspolizeibehörde einen Baukonsens verweigert. Heftet 
diese oder jener? In Betracht kommen für das Gebiet des Landrechts 
die §§ 45, 46 I, 6 desselben: 
Wer den Befehl dessen, dem er zu gehorchen schuldig ist. voll- 
zieht, kann in der Regel zu keinem Schadensersatz angehalten werden. 
Er muß aber dafür haften, wenn die befohlene Handlung in den 
Gesetzen ausdrücklich verboten ist. 
Eine Polizeiverordnung enthält einen Befehl, nicht bloß an das 
Publikum, sondern auch an die subordinirten Beamten. Daß sie etwas 
anordnet, was ausdrücklich in den Gesetzen verboten ist, d. h. dessen 
Gesetzwidrigkeit sich schon aus dem Wortlaut des Gesetzes ergiebt, wird 
nicht leicht vorkommen. Daraus erhellt, daß, wenn eine als gesetzwidrig 
aufgehobene polizeiliche Verfügung nur die Ausführung der Verordnung 
einer oberen Instanz ist, diese, nicht die verfügende Behörde dem Ge- 
schädigten haftet. Das Recht des Bürgerlichen Gesetzbuchs wird kein 
anderes Resultat ergeben. 
Die in Rede stehenden Fragen sind häufig in der Praxis behandelt 
worden, nicht immer in zutreffender Weise. 
Ich hebe folgende Fälle hervor!): 
Auf Grund einer Polizeiverordnung war ein finniges Schwein unter 
Aufsicht eines Polizeibeamten bei Siedehitze gargekocht und für den Ge- 
nuß unschädlich gemacht worden. Der Eigenthümer beanspruchte in Folge 
dessen von einem Viehversicherungsverein Zahlung der Versicherungs- 
summe abzüglich des Werthes des gekochten Schweines. Der Civilrichter 
wies ihn in beiden Instanzen ab, „weil nach dem von dem Beklagten 
beigebrachten Gutachten des Dr. R. in Hannover Bauchfellfinnen dem 
Menschen nicht nachtheilig sind, mithin die Auskochung des Schweines 
unnöthig war“. Nunmehr klagte der Eigenthümer des Schweines gegen 
den Landrath, der die Vernichtung des Thieres angeordnet hatte. Die 
Regierung erhob den Konflikt, „weil sich der Landrath keiner Ueberschreitung 
seiner Amtsbefugnisse schuldig gemacht, vielmehr streng nach der Polizei- 
1) Vgl. außerdem noch O. V.G. Entsch. vom 18. I. 90 (V. M. Bl. S. 44).
	        

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