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Deutsche Geschichte im 19. Jahrhundert. Zweiter Teil. Bis zu den Karlsbader Beschlüssen. (25)

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Bibliographic data

Full text: Deutsche Geschichte im 19. Jahrhundert. Zweiter Teil. Bis zu den Karlsbader Beschlüssen. (25)

Periodical

Persistent identifier:
kbl
Title:
Deutsches Kolonialblatt.
Place of publication:
Berlin
Document type:
Periodical
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1890
1921
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Periodical volume

Persistent identifier:
kbl_1913
Title:
Deutsches Kolonialblatt. XXIV. Jahrgang, 1913.
Volume count:
24
Publisher:
Ernst Siegfried Mittler und Sohn
Document type:
Periodical volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1913
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Contents

Table of contents

  • Staatengeschichte der neuesten Zeit.
  • Deutsche Geschichte im 19. Jahrhundert. Zweiter Teil. Bis zu den Karlsbader Beschlüssen. (25)
  • Title page
  • Vorwort.
  • Inhalt.
  • Zweites Buch. Die Anfänge des Deutschen Bundes. 1814-1819. (Schluß.)
  • 3. Geistige Strömungen der ersten Friedensjahre.
  • 4. Die Eröffnung des Deutschen Bundestages.
  • 5. Die Wiederherstellung des preußischen Staates.
  • 6. Süddeutsche Verfassungskämpfe.
  • 7. Die Burschenschaft.
  • 8. Der Aachener Kongreß.
  • Wachsende Macht des österreichischen Hofes.
  • Räumung Frankreichs. Erneuerung des Vierbundes.
  • Deutsche Angelegenheiten auf dem Kongresse.
  • 9. Die Karlsbader Beschlüsse.
  • 10. Der Umschwung am preußischen Hofe.
  • Beilagen. (I - V)

Full text

Diktatur des Vierbundes. 477 
der Schulden des früheren dänischen Gesamtstaates übernahm. Hart 
genug kam ihm das freilich an. Einmal versuchte er sogar gegen die 
Tyrannei des Vierbundes zu protestieren und schrieb an Kaiser Franz 
(7. Jan. 1819) mit gascognischem Wortschwall: „Wahrlich, Sire, müßte 
man nicht den Abgrund des Unglücks beklagen, in welchen die Völker und 
die Regierungen zweiten und dritten Ranges stürzen würden, wenn die 
Macht sich über die geheiligten Grundsätze der Vernunft und der Ge— 
rechtigkeit erheben und sich befugt glauben wollte an die Stelle des 
Völkerrechts zu treten, ja sogar nach Belieben einen Gerichtshof für die 
Streitigkeiten der Nationen zu schaffen, und wenn also ein System ent— 
stände, so wenig übereinstimmend mit jenen Grundsätzen politischen Frei— 
sinns, für welche so viel Blut vergossen worden ist, und welche uns vor 
sechs Jahren gegen den Eroberer vereinigten, der den Plan gefaßt hatte 
eine souveräne Obermacht über einer allgemeinen und vollständigen Knecht— 
schaft aufzurichten?!“ Metternich aber meinte trocken, das seien müssige 
Diskussionen; und da die vier Mächte als Garanten des Kieler Friedens nur 
verlangten was Rechtens war, so mußte der Schwede sich beugen.“) Mit 
dem Fürsten von Monaco machte man noch weniger Umstände; Richelieu 
erhielt den Auftrag, im Namen der großen Allianz diesen nichtsnutzigen 
kleinen Despoten nachdrücklich zu christlichem Wandel zu ermahnen.) 
So schaltete überall die Diktatur der großen Mächte, schonend in der 
Form und für jetzt noch gerecht und friedfertig in ihren Absichten, doch 
immerhin eine Diktatur, die allen Nichtgenossen lästig ward. Ohne die 
kleinen Kabinette einer Anfrage zu würdigen, beschloß der Kongreß eine 
neue Rangordnung für die Diplomatie — Botschafter, Gesandte, Minister- 
residenten, Geschäftsträger — und die Vorschrift ward ohne weiteres von 
allen Höfen befolgt. Auch über den gefangenen Imperator ward ver- 
handelt, und hierbei zeigten sich die Minister des Zaren unter allen am 
schroffften. Sie verwarfen jede Schonung gegen „das Individuum, in 
dem sich die Macht der Revolution verkörpert habe", erklärten die Be- 
schwerden des Gefangenen für „ebenso falsch als kindisch" — was in der 
Tat zutraf —, billigten unbedingt alle Maßregeln Hudson Lowes und 
verlangten die Ausweisung der Napoleoniden aus gefährlichen Orten, 
vornehmlich aus Rom, wo „diese Individuen“ nur Unheil stifteten.“) So 
weit wollten die anderen Mächte nicht gehen; man erneuerte nur die alte 
Abrede strenger polizeilicher Aufsicht gegen die gefährliche Familie. Zu- 
letzt traten auch die unvermeidlichen Juden auf den Plan. Rußland 
empfahl eine Denkschrift eines christlichen Geistlichen, welche sich für die 
vollständige Emancipation aussprach; doch da der Zar mit nichten geneigt 
  
*) König Friedrich Wilhelm an den Konig von Schweden, 14. Nov. 1818; König 
Karl XIV. Johann an Kaiser Franz, 7. Jan. 1819; Krusemarks Bericht, Wien Febr. 1819. 
**) Protokoll der 42. Sitzung vom 21. Nov. 1818. 
x** Russische Denkschrift über Buonaparte (Protokoll d. 31. Sitzung v. 13. Nov. 1818).
	        

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