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Die Begründung des Deutschen Reiches durch Wilhelm I. Fünfter Band. (5)

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Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

Bibliographic data

fullscreen: Die Begründung des Deutschen Reiches durch Wilhelm I. Fünfter Band. (5)

law_collection

Persistent identifier:
kolonial_gesetz
Title:
Die deutsche Kolonial-Gesetzgebung.
Document type:
law_collection
Collection:
deutschesreich
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund

law_collection_volume

Persistent identifier:
kolonial_gesetz_11_1907
Title:
Die deutsche Kolonial-Gesetzgebung. Elfter Band.
Volume count:
11
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Ernst Siegfried Mittler und Sohn
Document type:
law_collection_volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1908
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Chapter

Title:
Zweiter Teil. Bestimmungen für die afrikanischen und die Südsee-Schutzgebiete.
Document type:
law_collection
Structure type:
Chapter

law

Title:
166. Polizeiverordnung des Gouverneurs von Togo.
Volume count:
166
Document type:
law_collection
Structure type:
law

Contents

Table of contents

  • Die Begründung des Deutschen Reiches durch Wilhelm I.
  • Die Begründung des Deutschen Reiches durch Wilhelm I. Fünfter Band. (5)
  • Title page
  • Inhalt des fünften Bandes.
  • Siebenzehntes Buch. Krieg in Norddeutschland und Italien.
  • Achtzehntes Buch. Böhmischer Krieg.
  • Neunzehntes Buch. Unterhandlungen und Kämpfe.
  • Erstes Capitel. Französische Vermittlung.
  • Zweites Capitel. Friedensvorschläge.
  • Drittes Capitel. Die Friedenspräliminarien.
  • Viertes Capitel. Feldzug der Mainarmee.
  • Zwanzigstes Buch. Grundlagen des neuen Reichs.

Full text

Osterreich begehrt französische Vermittlung bei Itallen. 213 
berechtigten Machtstellung begnügen werde — und, setzte er 
hinzu, die großen preußischen Erfolge wären doch ohne meine 
Neutralität nicht möglich gewesen. Golg stellte dies nicht 
in Abrede. 
Am folgenden Tage erschien dann die Nachricht von 
Benedek's vollständiger Niederlage bei Königgrätz, und noch 
spät am Abend trat Fürst Metternich bei dem Kaiser mit 
der Meldung ein, daß OÖsterreich die verheißene Abtretung 
Venetiens hiemit vollziehe, die französische Vermittlung bei 
Italien anruse, und dem Fürsten unbeschränkte Vollmacht zur 
Unterhandlung darüber gegeben habe. Dies entsprach freilich 
dem Buchstaben des Wiener Vertrags, aber wie gründlich 
hatte sich der Sinn desselben in sein Gegentheil verkehrt! 
Die Meinung war gewesen, daß Osterreich für Venetien sich 
mit Schlesien entschädigen wolle; dann würde Napoleon dem 
besiegten Preußen seinen großmüthigen Schutz unter mäßiger 
Berechnung der Kosten anbieten. Hienach war es bisher 
dem Kaiser möglich geblieben, trotz der Wiener Abreden den 
König Wilhelm seiner wohlwollenden Neutralität zu versichern. 
Was jetzt aber Osterreich begehrte, machte dieser neutralen 
Stellung ein Ende von Grund aus. Für die lberlieferung 
Venetiens sollte der Kaiser Italien sofortige Waffenruhe ge- 
bieten, damit die österreichische Südarmee zum Kampfe gegen 
Preußen verfügbar werde: dies bedeutete für Napoleon un- 
verhüllte, active Theilnahme am Kriege, als Osterreichs Bundes- 
genosse. Wir dürfen annehmen, daß in diesem Augenblick 
streitende Gefühle die Brust des Kaisers erfüllten. In einer 
Anwandlung momentanes Argers war er auf ÖPsterreichs 
Seite getreten, in der Meinung, damit ohne eigenen Kampf 
die Dinge nach seinem Sinne leiten zu können. Jetzt aber
	        

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