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Von Potsdam nach Doorn.

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Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

Bibliographic data

fullscreen: Von Potsdam nach Doorn.

law_collection

Persistent identifier:
rbl_swe_2
Title:
Regierungs-Blatt für das Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach.
Place of publication:
Weimar
Document type:
law_collection
Collection:
weimar
Publication year:
1837
1902
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund

law_collection_volume

Persistent identifier:
rbl_swe_1877
Title:
Regierungs-Blatt für das Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach auf das Jahr 1877.
Volume count:
61
Place of publication:
Weimar
Publisher:
Hermann Böhlau
Document type:
law_collection_volume
Collection:
weimar
Publication year:
1877
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

law_gazette

Title:
Regierungs-Blatt Nummer 7.
Volume count:
7
Document type:
law_collection
Structure type:
law_gazette

Contents

Table of contents

  • Von Potsdam nach Doorn.
  • Title page
  • Rechte; Erscheinungsjahr; Druck.
  • Inhalt
  • Introduction
  • Versailles 1870/71.
  • Fürsten -- Allgemeines Stimmrecht.
  • Erstes Buch: Mehr sein als scheinen.
  • 1. Der lange Weg zur deutschen Einung.
  • 2. Die Deutsche Bewegung bis 1848.
  • Die Deutsche Burschenschaft.
  • Die Juden in der deutschen Einheitsbewegung.
  • Die beiden Friedrich Wilhelm.
  • 3. Von Mehrheitsbeschlüssen zu Blut und Eisen.
  • 4. Das Bismarck-Reich.
  • Zweites Buch: Mehr scheinen als sein !
  • 1. „Dann regiere Ich selbst !"
  • 2. Des Kaisers Außenpolitik.
  • 3. Imperator Rex.
  • 4. Wesenszüge Wilhelms II.
  • 5. Abwärts !
  • Verlagswerbung.

Full text

zurückgerufen werden. Die Spione und Spitzel des Fürsten Metternich hatten 
auf dem Hambacher Fest nicht gefehlt. 
Mit dem Hambacher Fest war auch ein in anderer Hinsicht gefährlicher 
Weg beschritten worden, um so gefährlicher, weil er einer deutschen 
Schwäche entsprach. Es war hiermit entstanden jener furchtbare Typ des 
breit und verschwommen, bei reichlichem Trunk, ‚‚flammend‘“ politisch 
redenden bürgerlichen ‚Patrioten‘“, wie ihn auch die jetzt lebende ältere 
Generation noch schauernd erlebt hat. Außer dem Politikaster des Stamm- 
tisches war nun der Politikaster der Versammlung entstanden, jeder einzelne 
ein „Staatsmann“! — Vollgepfropft mit Halbbildung und allgemeinen 
patriotischen Phrasen. Dieser redende und trinkende und stets ‚‚begeisterte““ 
deutsche Bürger wurde in aller Unschuld ein Verderber in politischem 
Sinne und noch, nach verschiedenen anderen Seiten hin, eine Quelle geistiger 
Versimpelung, bornierter Selbstüberschätzung und politischen Unverständ- 
nisses, und — was vielleicht das Schlimmste war — der begeisterte Philister 
war der Anbeter des Wortes, das wirksamer sei als die Tat; im Gegenteil 
galt mehr und mehr die Brutalität der Tat als Mangel an Bildung und bürger- 
licher Gesittung. Wort und damit Geist müßten allein herrschen, die Er- 
eignisse der Welt hervorbringen und leiten. 
* 
Beinahe genau ein Jahr nach dem Hambacher Fest ereignete sich etwas 
noch Ernsteres: der Frankfurter Putsch. Studenten aus Süd- und Mittel- 
deutschland stürmten plötzlich die Wache in Frankfurt am Main und be- 
mächtigten sich ihrer, wobei es einige Tote gab. Da es sich um noch nicht 
hundert Angreifer handelte, wurde die Sache im Umsehen vom Militär unter- 
drückt. Der kindliche Anschlag war damit zu Ende. Man hatte sich vor- 
genommen, den Frankfurter Bundestag zu verhaften, sich, soweit möglich, 
des Frankfurter Rothschild und seiner greifbaren Geldmittel zu bemäch- 
tigen. Die Führer scheinen sich eingebildet zu haben; daß sie damit den 
Hebel in der Hand haben würden, um die deutschen Monarchien aus den 
Angeln zu heben ; daß dann überallim Lande die Bevölkerung sich zur großen 
Befreiungsrevolution für das einige, einheitliche Deutschland erheben werde. 
Der Streich im ganzen genommen war so unsinnig, daß man ihn als Folge 
Metternichscher Spitzelarbeit ansehen mußte. Das wird annähernd zur Ge- 
wißheit angesichts der Tatsache, daß den Frankfurter Stadtbehörden und 
dem österreichischen Bundestagsvertreter Absicht und Vorbereitungen 
vorher bekannt gewesen sind, das Ganze also eine Falle gewesen ist. 
Die große Stunde des Systems Metternich war hiermit gekommen: nie- 
wnand konnte, nach der furchtbaren Frankfurter Tat. bezweifeln, daß Thron, 
99
	        

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