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Geschichte des Kurstaates und Königreiches Sachsen. Zweiter Band: Von der Mitte des sechzehnten bis zu Anfang des neunzehnten Jahrhunderts. (2)

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte des Kurstaates und Königreiches Sachsen. Zweiter Band: Von der Mitte des sechzehnten bis zu Anfang des neunzehnten Jahrhunderts. (2)

Periodical

Persistent identifier:
rgbl
Title:
Reichs-Gesetzblatt.
Place of publication:
Berlin
Document type:
Periodical
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1871
1918
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Periodical volume

Persistent identifier:
rgbl_1894
Title:
Reichs-Gesetzblatt. 1894.
Shelfmark:
rgbl_1894
Volume count:
28
Publisher:
Reichsdruckerei
Document type:
Periodical volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1894
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

law_gazette

Title:
Stück Nr. 45.
Volume count:
45
Document type:
Periodical
Structure type:
law_gazette

law

Title:
(Nr. 2204.) Bekanntmachung, betreffend Ergänzung und Berichtigung der dem internationalen Übereinkommen über den Eisenbahnfrachtverkehr beigefügten Liste.
Volume count:
2204
Document type:
Periodical
Structure type:
law

Contents

Table of contents

  • Geschichte des Kurstaates und Königreiches Sachsen.
  • Geschichte des Kurstaates und Königreiches Sachsen. Zweiter Band: Von der Mitte des sechzehnten bis zu Anfang des neunzehnten Jahrhunderts. (2)
  • Title page
  • Vorwort.
  • Inhalts-Übersicht.
  • Berichtigungen.
  • Drittes Buch. Geschichte des Kurstaats Sachsen von 1553 bis 1806.
  • Erste Abtheilung. Geschichte Kursachsens von dem Tode des Kurfürsten Moritz bis zu dem Johann Georgs I. 1553-1656.
  • Erstes Hauptstück. Sachsen unter Kurfürst August 1553-1586.
  • Zweites Hauptstück. Kursachsen vor, in und nach dem 30jährigen Kriege 1586-1656.
  • 1. Die Zeit Christians I. 1586-1591 und Christians II. nebst der Administration Friedrich Wilhelms von Sachsen-Weimar 1591-1611.
  • 2. Kursachsen unter Johann Georg I. bis zur Beendigung des böhmischen Kriegs und der unterpfändlichen Einräumung der Lausitzen 1611-1623.
  • 3. Kursachsen während des dänischen und schwedischen Krieges bis zum Prager Frieden, 1623-1635.
  • 4. Kursachsen vom Prager Frieden bis zum Ende des dreißigjährigen Krieges. 1635-1648.
  • 5. Kursachsen vom westfälischen Frieden bis zum Tode Johann Georgs I. 1648-1656.
  • 6. Innere Staats- und Kulturverhältnisse Kursachsens vom Tode August I. bis zu dem Johann Georgs I. 1586-1656.
  • Anhang. Die Lausitzen vom 15. bis 17. Jahrhundert.
  • Zweite Abtheilung. Geschichte Kursachsens und seiner Nebenländer unter Johann Georgs I. Nachkommen bis zur Erhebung Sachsens zum Königreiche. 1656-1806.

Full text

Sachsens Zustand nach dem westfälischen Frieden. 187 
meisten Städte 1). In einem neun Dörfer umfassenden Kirch- 
spiele des Kurkreises war 1651 nicht ein einziges Haus mehr 
vorhanden. Zörbig wurde 45mal ausgeplündert, zwei Geist- 
liche konnten nicht anziehen, weil man keinen Unterhalt für sie 
hatte; einem dritten, der es wagte, holte man seinen Hausrath 
aus Mangel an Zugvieh auf einigen Schubkarren. In dem 
ganz verödeten Wahrenbrück mußte dem an der Pest gestorbenen 
Geistlichen dessen Frau selbst das Grab machen und die Leiche 
einsenken. In Folge der Entvölkerung und der Verarmung 
sank der Bodenwerth um mehr als zwei Drittheil; 9 Jahre 
nach dem Frieden verordnete Johann Georg II., daß die herren- 
losen wüsten Häuser und Güter den sich Meldenden unentgeltlich 
überlassen und diesen drei Freijahre bewilligt werden sollten. 
Am meisten hatten, wegen der Nachbarschaft mit Böhmen, 
das Erzgebirge und das Voigtland gelitten, wo sich die Er- 
innerung an eine Menge niedergebrannter Dörfer nur in den 
Namen wüster Marken erhalten hat. Noch 1695 fanden sich 
allein in den Dörfern des Amts Lauterstein dreißig wüste lie- 
gende Güter und Häuser 2). Von den verödeten Brandstätten 
nahmen Schaaren von Wölfen Besitz, die sich ebenso wie die 
Bären in erschreckender Weise vermehrt hatten und die Land- 
leute aufielen. Der Viehstand war zum großen Theile ver- 
nichtet, Ackerbau, Handel und Gewerbe lagen darnieder, der 
Bergbau stand still, die Schächte stürzten ein und ersoffen. 
Alle Sicherheit hatte aufgehört, Gewaltthätigkeiten, Plünderung, 
Kirchenraub waren an der Tagesordnung, die Sittlichkeit war 
tief gesunken, die Schulen und Universitäten verödeten und 
verarmten; in Wittenberg und Leipzig betrugen die Stipendien- 
reste 22000 Thaler. Zu der allgemeinen Noth kamen die oft 
kaum erschwinglichen Contributionen hinzu, nicht bloß die von 
1) Eine Zusammenstellung der Verluste einzelner sächsischer Städte 
nach den Laudtagsacten von 1640 in Hasche, Magazin f. d. sächs. 
Geschichte 1IV, 300. 336. 469. 612. 664. Der Schaden, den Sachsen 
nur an baarem Gelde durch den Krieg erlitten, wird daselbst auf min- 
destens 60 Millionen Thaler berechnet. 
2) Hering a. a. O. 1, 377.
	        

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