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Rosenheimer Anzeiger. 62. Jahrngang (62)

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Bibliographic data

fullscreen: Rosenheimer Anzeiger. 62. Jahrngang (62)

Periodical

Persistent identifier:
rosenheim_anzeiger
Title:
Rosenheimer Anzeiger.
Document type:
Periodical
Collection:
bayern
Copyright:
Ewiger Bund

Periodical volume

Persistent identifier:
rosenheim_anzeiger_jg_62
Title:
Rosenheimer Anzeiger. 62. Jahrngang
Volume count:
62
Place of publication:
Rosenheim
Document type:
Periodical volume
Collection:
bayern
Publication year:
1916
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Contents

Table of contents

  • Rosenheimer Anzeiger.
  • Rosenheimer Anzeiger. 62. Jahrngang (62)

Full text

     
mer Anzeiger 
  
  
Rosenhei 
  
  
  
  
  
Rosenheimer Tagblakt 
Rummer 1 #######n Neujaht. 
Der ¶ Iht (tnit Ausnahme der Som- 4. Dur einspaltige Petttzeile im —f. 
amd eiertage). — Der Udonne#tspreis beträgt viertellährtich 1 Mark 96 Pferung, *n Annahme Anzeigen, eee en10 ES# E— .s — 
monaiũich 6 Pfennig. Fur Postabonnenten: Zustellgebllhr krei ino Haus 14 Pfeninig monetlich . kein & Vogler A.-G., Nosenheim, München, Nürnber#, Berü ut. 
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setulpkehet.sat-IdeM.I2.MIB.M — *“ * Schlat der Unzeigen-Annahme 1 Uhr mitingn. 
  
— .- 
Amkllches Publitations · Organ 
Samstag, 1. Jannar 1916 
  
—————— 
Die österr.-ung. Antwort auf die amerikanische Note. 
Die Krise in Gagland: — Die Kämpfe an der bessarabischen Front. — Ein Vorstoß der österreich-ungarischen Flotte in der 
EVIIIIIIII 
G u. Itieden im neuen Jahr 
  
len verehrlichen mitarbeitern, 
Nbonnenten und leiern, aulen 
6Göanern und freunden unferes blattes 
enidieten um neuen Jahre die beiten 
Gluck- und Sepenswunsche 
Verlag und Redaktion des 
„Kosenbeimer Anzeiger“. 
1916. 
Zum zweiten Mal gehen wir in ernster 
Kriegszeit ins neue Jahr hinein. Unser Heer 
steht unerschüttert und siegreich da, zu neuen 
Opfern bereit, bis zum ehrenvollen Frieden. 
Schon am Ende des Jahres 1914 haben wir 
gesagt: Wir halten fest am Glauben an die 
gerechte Sache unseres Vaterlandes, an unser 
Heer und seine Führer, an unsern Herrgott, 
von dem schließlich alles abhängt in guten 
und in bösen Tagen. Sind wir in unserem 
Glauben getäuscht worden? Es ist nicht nötig, 
an dieser Stelle ins Gedächtnis zurückzurufen, 
was unsere Heere, unsere Flotte und unsere 
Luftschiffe gegen eine zahlenmähßig bedeutende 
Uebermacht auf allen Kriegsschauplätzen erreicht 
haben. Hier unentwegtes, sieghaftes Vorwärts= 
schreiten ins Feindesland hinein, fast bis üben 
die Grenzen des europäischen Festlandes hinaus, 
dort zielbewußtes, opfervolles, mutiges Aushal- 
ten zum Schutz unserer Grenzen mit dem Erfolg, 
daß wir daheim, ohne von den Feinden im ei- 
genen Lande bedroht zu sein, arbeiten konnten 
und schaffen zum Durchhalten in finanzieller und 
wirtschaftlicher Beziehung. 
Die wirtschaftliche Kraft unseres Volkes hat 
sich in der Bewilligung und Durchführung un- 
serer Milliardenkredite als gesund erwiesen, wie 
das keines der feindlichen Länder vermochte. 
Erst in diesen Tagen nahm der Reichstag ei- 
nen neuen 10.-Milliardenkredit wiederum an und 
— was besonders wichtig ist — das Geld bleibt 
im Lande, wir sind unsere eigenen Schuldner und 
können mit dem eigenen Gelde unsere wirtschaft- 
lichen Kräfte weiter entwickeln, stützen und stär- 
ken. Wertschaftliche Schwächung und allmäh- 
liges Lahmiegen ist das Ziel, dem die Feinde 
— England voran — zusteuern, nachdem sie 
sehen, Laß Heeresmacht und Absperrung von 
  
der übrigen Welt nicht zum gewünschten Endziel 
Adria. — Die Lagelin Saloniki. 
Zur zweiten Jahreswende im Weltbrieg. 
  
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führten. Aber auch dieses Ziel werden unsere 
Feinde nicht erreichen. Wir haben den Wil- 
len zum Aushalten und werden siegreich durch- 
holten „ 
Und doch: Als die ersten Söhne unseres 
Volkes in den heißen Augusttagen des vorigen 
Jahres auszogen in den Kampf für unser Land, 
da riesen wir ihnen ein zuversichtliches „Auß 
Wiedersehen zu Neujahr“ zu. Aber Neujahr 
lam, und die Unfrigen standen draußen in Not 
und Tod ein zweites Neujahr zieht jetzt 
ins Land und noch stehen sie draußen auf 
Wacht, kämpfen in West und Ost und Süd tief 
in Feindesland: immer noch Feinde ringsum, 
das Vaterland immer noch in Gefahr. 
Wo heute Menschenherzen Neujahr feiern. 
da treffen sie sich nur mit einem Wunsch und 
einer heißen Bitte: daß doch bald Frieden 
wiederkehre in die kriegsdurchwühlte, blutdurch- 
tränkte Welt. Wer vor den Leichenbergen u. an 
dem Blut= und Tränen#cer, das Europa über- 
flutet, aus tieffter Seele nicht um Frieden fleht, 
der trägt des Menschen Namen nicht mit Recht. 
Nach diesen 17 fürchterlichen Kriegsmonaten 
wünschen alle Völker Frieden und jeder Schwert- 
schlag, den sie noch tun, und jede Drohung, 
die sie ihren Feinden entgegenschleudern, sol- 
len nur den Tag des Friedens näher bringen. 
Noch kündet aber keine Morgenröte das Nahen 
dieses heißersehnten Tages, und nimmer wird 
die Friedenssonne sieghaft strahlen, wenn nicht 
die Völker ihren Blick zu Dem erheben, der in 
den Händen Krieg und Frieden wäget, die 
Voölker prüft. 
Die Zeit dieses Weltkrieges ist eine kostbare 
Zeit, wenn nur die Menschheit ihre eherne 
Sprache verstehen wollte. Wir wollen doch nicht 
wieder einen Frieden, der nur solange währt, 
wie die Erschöpfung der Nationen und gleich 
dem Krieg wieder weicht, wenn die Waffen 
wieder scharf und die Lücken in den Heeren 
wieder ausgefüllt sind. So manches Mal mögen 
wwir darum gebetet haben und haben doch nie 
recht gewußt, welch großes Gluck und Gut dieser 
Frieden ist. Jetzt wissen wir's; jetzt können 
wir's ermessen an den Millionen zerrissener 
Menschen, an den Millionen heimatlos Umherir. 
render, an den Millionen, die um ihr Liebstes 
weinen 
Schon läuten die Elocken das neue Jah 
1916 ein. Indrünstig heben wir die Hände 
zum Himmel: Moge 1916 ein Jahr des Glük- 
kes werden, möge es uns, dem deutschen Volke. 
den Frieden bringen, einen ehrenvollen, dauern- 
den Frieden! Möge dem Kriegsjahr 1915 ein 
Segensjahr 1916 folgen! « 
* 5 1. — —
	        

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