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Europäischer Geschichtskalender. Neue Folge. Elfter Jahrgang. 1895. (36)

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Bibliographic data

fullscreen: Europäischer Geschichtskalender. Neue Folge. Elfter Jahrgang. 1895. (36)

Multivolume work

Persistent identifier:
schulthess_kalender
Title:
Europäischer Geschichtskalender.
Editor:
Riess, Ludwig
Delbrück, Clemens von
Schulthess, Heinrich
Stahl, Wilhelm
Roloff, Gustav
Jäckh, Ernst
Document type:
Multivolume work
Collection:
deutschesreich
DDC Group:
Geschichte
Copyright:
Ewiger Bund

Volume

Persistent identifier:
schulthess_kalender_036
Title:
Europäischer Geschichtskalender. Neue Folge. Elfter Jahrgang. 1895.
Editor:
Roloff, Gustav
Volume count:
36
Place of publication:
München
Publisher:
Beck’sche Verlagsbuchhandlung
Document type:
Volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1896
Scope:
389 Seiten
DDC Group:
Geschichte
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German
Subtitle:
Der ganzen Reihe XXXVI. Band.

Chapter

Title:
I. Das Deutsche Reich und seine einzelnen Glieder.
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Europäischer Geschichtskalender.
  • Europäischer Geschichtskalender. Neue Folge. Elfter Jahrgang. 1895. (36)
  • Title page
  • Inhalts-Verzeichnis.
  • Chronik der wichtigsten Ereignisse des Jahres 1895.
  • I. Das Deutsche Reich und seine einzelnen Glieder.
  • II. Die Oesterreichisch-Ungarische Monarchie.
  • III. Portugal.
  • IV. Spanien.
  • V. Großbritannien.
  • VI. Frankreich.
  • VII. Italien.
  • VIII. Die Römische Kurie.
  • IX. Schweiz.
  • X. Belgien.
  • XI. Niederlande.
  • XII. Dänemark.
  • XIII. Schweden und Norwegen.
  • XIV. Rußland.
  • XV. Die Türkei und ihre Vasallenstaaten.
  • XVI. Rumänien.
  • XVII. Serbien.
  • XVIII. Griechenland.
  • XIX. Vereinigte Staaten von Nord-Amerika.
  • XX. Mittel- und Süd-Amerika.
  • XXI. Australien und Südsee.
  • XXII. Afrika.
  • XXIII. Asien.
  • Uebersicht der politischen Entwickelung des Jahres 1895.
  • Alphabetisches Register.
  • Werbung.

Full text

12 Das Deutsche Reich und seine einzelnen Glieder. (Januar 14./15.) 
nehme ich dafür die Verantwortung auf mich. Ich komme nun, nachdem 
ich hier in allgemeinen Zügen die Grundsätze dargelegt habe, welche bezüg- 
lich des Schutzes der Deutschen im Auslande gelten, auf einige der Spezial- 
fälle, die von dem Herrn Vorredner erwähnt wurden. Es ist mir voll- 
kommen unmöglich, auf alle die einzelnen Punkte einzugehen; es find da 
verschiedene Dinge berührt worden aus Zeitungen, von denen ich keine 
Kenntnis habe. Ich meine, das größte Interesse besteht wohl hier im 
Hause an den Vorgängen in Salvador. Die kleine Republik Salvador an 
der Westküste von Amerika ist von jeher der Schauplatz von heftigen Partei- 
kämpfen und wiederholten Bürgerkriegen gewesen. Wenn ich bei meinen 
Ausführungen gegen Deutsche im Auslande hier polemifieren muß, so schicke 
ich voraus, daß ich in keiner Weise die patriotische Gesinnung und Ehren- 
haftigkeit oder die Wahrheitsliebe dieser Männer in Zweifel ziehe, am 
allerwenigsten bei Herrn Dr. Prowe, der mir von allen Seiten als ein 
durchaus ehrenwerter und wahrheitsliebender Mann geschildert wird. Ich 
hätte nur lebhaft gewünscht, daß er seinem Drange, die Welt zu verbessern, 
etwas größere Zügel angelegt und sich insbesondere jener Superlative der 
Verachtung enthalten hätte, mit denen er die Institution, die Machthaber 
und die Bevölkerung des Landes bezeichnet, wo er seine neue Heimat sich 
begründet hat. All den Berichten, die uns über die Vorgänge aus Salvador 
zugekommen find, ist eines charakteristisch, das ist, daß die Herren mit 
außerordentlicher Behaglichkeit das schildern, was Herr Peyer nicht gethan 
hat, dagegen mit einer gewissen Oberflächlichkeit darüber hinweggehen, wenn 
es sich darum handelt, darzulegen, was die Deutschen daselbst gethan haben. 
Da ist zunächst der Fall Mathies. Ich schicke voraus, daß das allerwenigste 
Material von Herrn Peyer herrührt, sondern von anderen, aber durchaus 
zuverlässigen Informationsquellen. Es war im Sommer 1890. Ezeta war 
zum Präsidenten von Salvador gewählt worden, aber von Guatemala 
nicht anerkannt, und nun standen die beiden Heere kriegsbereit gegenüber. 
In diesem Augenblick ging der deutsche Staatsbürger Mathies von Guate- 
mala durch die Vorposten freipassierend herüber nach Salvador und wurde 
nun, wie uns der Herr Vorredner ganz richtig mitgeteilt, in Salvador ge- 
fangen, mißhandelt. Der deutsche Konsul Augsburg rettete ihn vor dem 
Tode; er wurde dann ausgewiesen und kam nach Guatemala zurück. Und 
was war der Grund dieses Vorgehens seitens der salvadoranischen Regie- 
rung? Der Herr Vorredner hat seine Lektüre aus der Proweschen Broschüre 
in dem Augenblick eingestellt, wo Herr Prowe allerdings sehr obenhin den 
Grund der Verhaftung des Herrn Mathies darlegt. Herr Prowe sagt, man 
habe damals ein Wesen daraus gemacht, daß Herr Mathies in seiner Tasche 
unter alten Zeitungspapieren auch einige Proklamationen der Feinde Ezetas 
vergessen hatte. (Heiterkeit.) Auf Deutsch gesagt, der deutsche Mathies hatte 
in seiner Tasche Proklamationen gegen den Präsidenten Ezeta und Briefe 
kompromittierenden Inhalts an politische Persönlichkeiten in Salvador. Ich 
bin weit entfernt, hier den Staatsanwalt spielen zu wollen und für die 
Schuld des Herrn Mathies zu plaidieren. Aber das muß ich doch sagen: 
wenn ein deutscher Staatsangehöriger in dem Augenblick, wo ein Krieg 
zwischen den beiden Ländern auszubrechen droht, wo die Truppen sich feind- 
lich gegenüberstehen, von einem Lande ins andere geht und dabei Anspruch 
auf den deutschen Schutz macht, so ist es doch seine Pflicht, vorher seine 
Taschen nachzusehen, ob in diesen Taschen keine feindseligen Proklamationen 
und keine kompromittierenden Papiere sind. Thut er das nicht und wird 
dann abgefaßt, so kann, eventuell muß der Konsul auch für ihn eintreten, 
wenn er mißhandelt und ungerecht behandelt wird; aber, meine Herren, 
eine amtliche Reklamation auf Entschädigung ist einfach unmöglich, und
	        

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