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Auswahl für das Feld.

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Bibliographic data

fullscreen: Auswahl für das Feld.

Monograph

Persistent identifier:
treitschke_feld_1917
Title:
Auswahl für das Feld.
Author:
Treitschke, Heinrich von
Editor:
Freytag-Loringhoven, Hugo Friedrich von
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
S. Hirzel
Document type:
Monograph
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1917
Scope:
313 Seiten
DDC Group:
Geschichte
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Chapter

Title:
Die Freiheit
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Auswahl für das Feld.
  • Cover
  • Title page
  • Vorwort
  • Inhalt
  • Ein Lied vom schwarzen Adler
  • Die Freiheit
  • Das deutsche Ordensland Preußen
  • Fichte und die nationale Idee
  • Die Völkerschlacht bei Leipzig
  • Die Schlacht bei Belle-Alliance
  • Zum Gedächtnis des großen Krieges
  • Das Heerwesen
  • Die goldenen Tage von Weimar
  • Friedrich Hebbel

Full text

unseren Staaten ihre kostbaren Kunstanstalten schließen? Wir 
alten Kulturvölker werden doch nicht in die rohe Vorstellung 
zurückfallen, welche in der Kunst einen Luxus sieht; sie ist uns 
wie das tägliche Brot. In der Tat, der Ruf nach äußerster 
Beschränkung der Staatstätigkeit wird heute von der Theorie um 
so lauter erhoben, je mehr die Praxis, auch in freien Ländern, 
ihm widerspricht. Im Kampfe mit einer alles umfassenden Staats- 
gewalt, welche die Gesellschaft nicht leiten, sondern ersetzen möchte, 
ist unter dem zweiten Kaiserreiche die Schule der Tocqueville, 
Laboulaye, Ch. Dollfus groß geworden, welche ihrerseits über das 
Ziel hinausschlägt und im Staate nur eine Schranke, eine unter- 
drückende Gewalt sieht. Auch Mill ist beherrscht von der Meinung, 
je größer die Macht des Staates, desto geringer die Freiheit. 
Der Staat aber ist nicht der Feind des Bürgers. England ist 
frei, und doch hat die englische Polizei eine sehr große diskretio- 
näre Gewalt und muß sie haben: genug, wenn der Bürger jeden 
Beamten zur gerichtlichen Verantwortung ziehen darf. 
Glücklicherweise wirkt dieser steigenden Ausdehnung der Staats- 
gewalt ein anderes historisches Gesetz entgegen. In demselben 
Maße als die Bürger reifer werden für die Selbsttätigkeit, in 
demselben Maße ist der Staat verpflichtet, ja physisch gezwungen, 
zwar dem Umfange nach vielseitiger, aber der Art nach beschei- 
dener zu wirken. War der unreife Staat ein Vormund für ein- 
zelne Zweige der Volkstätigkeit, so umfaßt die Fürsorge des hoch- 
gebildeten Staates das gesamte Volksleben, aber er wirkt, soweit 
möglich, nur anspornend, belehrend, Hindernisse wegräumend. 
Diese Forderungen also muß ein reifes Volk zur Sicherung seiner 
persönlichen Freiheit an den Staat stellen: als ein Rechtsgrund- 
satz ist anzuerkennen das fruchtbarste Ergebnis der metaphysischen 
Freiheitskämpfe des vergangenen Jahrhunderts, die Wahrheit, der 
Bürger soll vom Staate nie bloß als Mittel benutzt werden. 
Sodann: jede Wirksamkeit der Regierung ist segensreich, welche 
die Selbsttätigkeit der Bürger hervorruft, fördert, läutert; jede 
von Ubel, welche die Selbsttätigkeit der einzelnen unterdrückt. 
23
	        

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