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Geschichte des brandenburgisch-preußischen Staates.

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte des brandenburgisch-preußischen Staates.

Monograph

Persistent identifier:
voigt_geschichte_brandenb_preuss_staat_1878
Title:
Geschichte des brandenburgisch-preußischen Staates.
Author:
Voigt
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Ferd. Dümmlers Verlagsbuchhandlung Harrwitz & Goßmann
Document type:
Monograph
Collection:
preussen
Publication year:
1878
DDC Group:
Geschichte
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Chapter

Title:
XIV. Preußen als Großmacht.
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
5. (4). Friedrich Wilhelm III. 1797-1840.
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
Auflösung des deutschen Reiches.
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Geschichte des brandenburgisch-preußischen Staates.
  • Title page
  • Blank page
  • Vorwort zur ersten Auflage.
  • Vorwort zur zweiten und dritten Auflage.
  • Inhalt.
  • Introduction
  • Deutsche und Slawen.
  • Die Slawenstämme.
  • Die Karolinger.
  • I. Gründung der Nordmark.
  • König Heinrich gegen die Polaben.
  • Markgraf Gero.
  • Wendische Marken.
  • Die Wenden.
  • Religion der Wenden.
  • Bisthümer im Wendenlande.
  • II. Die ältesten Markgrafen der Nordmark. 965-1134.
  • Abfall der Nordmark.
  • Die Markgrafen.
  • III. Die Markgrafen von Brandenburg aus dem Hause Anhalt. 1134-1319.
  • Die Anhaltiner.
  • 1. Albrecht der Bär. 1134-1170.
  • Brandenburg reichsunmittelbar.
  • Der Wendenfürst Jaczo.
  • Wiederherstellung der Bisthümer.
  • 2. Otto I. 1170-1184.
  • 3. Otto II. 1184-1205.
  • Lehnsauftrag an Magdeburg.
  • 4. Albrecht II. 1205-1220.
  • Kampf mit Pommern.
  • 5. Johann I., 1220-1266, und Otto III. , 1220-1267.
  • Erwerb des Barnim und Teltow.
  • Alte und neue Lande.
  • Krieg mit Magdeburg und Halberstadt.
  • Pommersche Verhältnisse.
  • Neue Erwerbungen.
  • 6. Die letzten anhaltinischen Markgrafen. 1267-1319.
  • Erwerbung von Coburg und Landsberg.
  • Verhältnis zu Magdeburg.
  • Brome, Lüchow und Wesenberg.
  • Abtretung von Stargard.
  • Kämpfe um Pomerellen.
  • Kämpfe mit Meißen.
  • Streitigkeiten mit den Bischöfen.
  • IV. Innere Zustände der Mark unter den Askaniern.
  • Der Adel.
  • Dörfer und Städte.
  • Abgaben.
  • Der Hof.
  • Das Recht.
  • Das Münzwesen.
  • Die Bürgerschaft.
  • Handel.
  • Die Geistlichkeit.
  • Hospitäler.
  • V. Das Interregnum in der Mark. 1319-1323. Die Prätendenten.
  • VI. Die bayerschen Markgrafen. 1323-1373.
  • 1. Ludwig I. der Aeltere 1323-1351.
  • 2. Ludwig II. der Römer. 1351-1365. 3. Otto der Faule. (1351) 1365-1373.
  • VII. Die Luxemburger. 1373-1415,
  • 1. Wenzel. 1373-1378.
  • 2. Siegmund. 1378-1397 u. 1411-1415 Kurfürst von Brandenburg.
  • 3. Jobst. 1397-1411 Kurfürst von Brandenburg.
  • 4. Johann. (1378) 1388-1396 Herr der Neumark, in der Ober- und Nieder-Lausitz.
  • VIII. Die inneren Verhältnisse der Mark unter den bayerschen und luxemburgischen Markgrafen.
  • Die Städte.
  • Das Münzwesen.
  • Der Adel.
  • Die Geistlichkeit.
  • IX. Die Kurfürsten von Brandenburg aus dem Hause Hohenzollern.
  • Abstammung der Hohenzollern.
  • A. Die Kurfürsten vor der Reformation.
  • X. Die inneren Verhältnisse der Mark unter den Hohenzollerschen Kurfürsten vor der Reformation.
  • Raubwesen.
  • Die Städte.
  • Die Geistlichkeit.
  • Kriegswesen.
  • Das Münzwesen.
  • Wissenschaften.
  • XI. Die Kurfürsten von Brandenburg aus dem Hause Hohenzollern.
  • B. Die Kurfürsten nach der Reformation.
  • XII. Die inneren Verhältnisse der Mark unter den Hohenzollerschen Kurfürsten nach der Reformation.
  • das Kriegswesen.
  • Die Landstände.
  • Das Creditwesen.
  • Prinzessinnen-Steuer.
  • Der Adel.
  • Die Städte.
  • Gerichtsbarkeit. Zünfte.
  • Gewerbe und Handel.
  • Zölle und Abgaben.
  • Das Münzwesen.
  • Kunst und Wissenschaft.
  • Kirchenzucht.
  • Aberglauben.
  • Schwelgerei und Vergnügungen.
  • XIII. Die Könige von Preußen.
  • 1. Friedrich als Kurfürst III. von 1688-1701, als König I. von 1701-1713.
  • 2. Friedrich Wilhelm I. 1713-1740.
  • XIV. Preußen als Großmacht.
  • 3. Friedrich II. der Große. 1740-1786.
  • 4. Friedrich Wilhelm II. 1786-1797.
  • 5. (4). Friedrich Wilhelm III. 1797-1840.
  • Zweite Coalition.
  • Friede zu Luneville.
  • Reichs-Deputation.
  • Besetzung Hannovers durch die Franzosen.
  • Dritte Coalition.
  • Friede zu Presburg.
  • Auflösung des deutschen Reiches.
  • Krieg Preußens gegen Napoleon.
  • Schlachten bei Jena und Auerstädt.
  • Auflösung der preußischen Armee. Uebergabe der Festungen.
  • Der Feldzug von 1807.
  • Friede zu Tilsit.
  • Innere Verhältnisse.
  • Das Heer.
  • Die Verwaltung.
  • Das Volk.
  • Die Noth des Landes.
  • Stein's Reformen.
  • Verwicklungen in Spanien.
  • Friede zu Wien.
  • Aufstände in Deutschland.
  • Napoleon's Bruch mit Rußland.
  • Der russische Feldzug.
  • Convention zu Poscherun (Tauroggen).
  • Erhebung Preußens.
  • Schlacht bei Möckern.
  • Schlacht bei Groß-Görschen.
  • Schlacht bei Bautzen.
  • Der Waffenstillstand.
  • Verlust Hamburgs. Bedrohung Berlins.
  • Bündnis zu Reichenbach.
  • Der Kongreß zu Prag.
  • Der Feldzugsplan der Verbündeten.
  • Schlacht an der Katzbach.
  • Niederlage bei Dresden.
  • Siege bei Kulm und Groß-Beeren.
  • Treffen bei Hagelberg.
  • Sieg bei Dennewitz.
  • Elbübergang bei Wartenberg.
  • Rückzug Napoleon's nach Leipzig. Schlacht bei Leipzig.
  • Schlacht bei Hanau.
  • Neue Verhandlungen und Rüstungen.
  • Winter-Feldzug in Frankreich.
  • Schlachten bei Brienne und La Rothière.
  • Unglück der schlesischen Armee.
  • Schlacht bei Bar an der Aube.
  • Schlacht bei Laon.
  • Schlacht bei Paris.
  • Friede zu Paris.
  • Congreß in Wien.
  • Napoleon's Rückkehr.
  • Feldzug von 1815.
  • Schlacht bei Ligny.
  • Schlacht bei Belle Alliance.
  • Einnahme von Paris.
  • Abdankung Napoleon's.
  • Zweiter Pariser Friede.
  • Entschädigung Preußens durch sächsische Länder.
  • Grafschaft Mansfeld.
  • Austausch mit Hannover und Dänemark.
  • Rheinisch-westfälische Besitzungen.
  • Das Bisthum Münster.
  • Das Bisthum Paderborn.
  • Das Erzbisthum Cöln.
  • Die Erzbisthümer Trier und Mainz.
  • Erwerbung von Abteien und Reichsstädten.
  • Sayn, Solms und Wied.
  • Nassauische und kurpfälzische Gebiete.
  • Finanzen.
  • Zollverein. Kirche und Schule.
  • Das Heer.
  • Deutscher Bund.
  • Landstände.
  • Bewegungen in Europa.
  • Tod Friedrich Wilhelm's III.
  • XV. Preußen seit 1840.
  • 6. Friedrich Wilhelm IV. 1840-1861.
  • 7. Wilhelm I. (seit 1861).
  • Anhang.
  • A. Größe des Staates.
  • B. Stammtafeln.
  • Darstellung der territorialen Entwicklung des brandenburgisch-preußischen Staates.
  • Blank page

Full text

506 XIV. Preußen als Großmacht. 
halb dreier Wochen sollte die Ratification des Vertrages erfolgen. 
Als Haugwitz denselben nach Berlin überbrachte, war hier die Bestür- 
zung grenzenlos; nach stürmischen Berathungen wurde beschlossen, zwar 
einstweilen Hannover in Verwahrung zu nehmen, doch nur bis zum 
Frieden zwischen England und Frankreich. Napoleon jedoch, der zu- 
erst gethan hatte, als ob er auf diese Modification der Bedingungen 
eingehen wollte, so daß der König den Befehl zur Demobilisirung 
gab, beharrte schließlich in dem Vertrage, der am 15. Februar 1806 
in Paris zum Abschluß kam, darauf, daß Preußen definitiv Hanno- 
ver als Eigenthum übernähme und die Weser= und Elbmündung für 
englische Schiffe sperrte. Die abzutretenden Länder sollten sogleich 
besetzt werden, die Entschädigung Bayerns an Preußen aber sollte 
wegfallen; überdies mußte Preußen die Vertreibung der Bourbonen 
aus Neapel anerkennen. Da Preußen sein Heer bereits auf den 
Friedensfuß gesetzt hatte, und Napoleon, noch in vollständiger Rüstung, 
mit augenblicklichem Kriege drohte, falls der König seine Forderungen 
nicht annähme, so blieb nichts weiter übrig, als den Vertrag zu unter- 
zeichnen, wenn auch nur, um die nöthige Zeit zu neuen Rüstungen zu 
gewinnen; ja selbst Hardenberg mußte aus dem Ministerium ent- 
lassen werden, da er als franzosenfeindlich bezeichnet wurde, und fran- 
Wlicche Sendlinge beaufsichtigten die Sperrung der Häfen für englische 
chiffe. 
Die Besitznahme Hannovers als eines dauernden Eigenthums 
hatte den vollständigen Bruch mit England zur Folge. Preußische 
Schiffe in englischen Häfen wurden mit Beschlag belegt, Kaperbriefe 
ausgegeben und die Nordsechäfen blokirt, während Schweden auf 
gleiche Weise gegen die Ostseehäfen verfuhr; die englische Kriegs— 
Erklärung selber erfolgte erst im Juni. Schlimmer noch als diese 
materiellen Verluste war die moralische Niederlage, welche Preußen 
bei diesem ganzen Verfahren erlitt. Man deutete das als hinterlistige 
Politik, was zunächst eine Kopflosigkeit sonder Gleichen, demnächst 
aber ein durch die Umstände gebotenes Verhalten war. Der Plan 
Napoleon's, Preußen zu isoliren, war meisterhaft gelungen; seitdem 
suchte er auch Alles recht geflissentlich hervor, was dazu dienen konnte, 
die Ehre des Staates vollständig mit Füßen zu treten. Seine per— 
sönliche Gereiztheit fand eine gewisse Befriedigung darin, die Monarchie 
Friedrich des Großen mit Schmach und Hohn zu überhäufen, und er 
war weit entfernt von dem Gedanken, daß er durch diese maßlosen 
Angriffe auf Preußen den ersten Keim zu seinem nachmaligen Sturze 
legte. Indem er nämlich nicht nur die Macht der Regierung brach, 
sondern auch das Volk in alle dem verletzte, was ihm werth und heilig 
war, gab er selber den Anstoß zu der begeisterten Kraft-Entwicklung, 
zu der das preußische Volk aus tiefem, schmählichem Falle sich kühn 
ermannte, und die den Schimpf vergessen gemacht hat, mit welchem 
der preußische Staat dem Gewalthaber erlegen ist. 
Daß das deutsche Reich mit der Begründung des Rheinbundes 
durch Napoleon (den 17. Juli 1806) sein Ende erreicht hatte, war
	        

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