Staatsbibliothek des ewigen Bundes Logo
  • Show double pages
  • enterFullscreen
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Deutsche Geschichte im 19. Jahrhundert. Fünfter Teil. Bis zur März-Revolution. (28)

Access restriction

There is no access restriction for this record.

Copyright

Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

Bibliographic data

Object: Deutsche Geschichte im 19. Jahrhundert. Fünfter Teil. Bis zur März-Revolution. (28)

Monograph

Persistent identifier:
weck_rustag_1913
Title:
Das Reichs- und Staatsangehörigkeitsgesetz vom 22. Juli 1913.
Author:
Weck, Hermann
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Franz Vahlen
Document type:
Monograph
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1913
Scope:
161 Seiten
DDC Group:
Recht
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Preface

Title:
Vorwort.
Author:
Weck, Hermann
Document type:
Monograph
Structure type:
Preface

Contents

Table of contents

  • Staatengeschichte der neuesten Zeit.
  • Deutsche Geschichte im 19. Jahrhundert. Fünfter Teil. Bis zur März-Revolution. (28)
  • Title page
  • Vorwort.
  • Inhalt.
  • Fünftes Buch. König Friedrich Wilhelm der Vierte. 1840-1848.
  • 1. Die frohen Tage der Erwartung.
  • 2. Die Kriegsgefahr.
  • Der Londoner Vertrag der vier Mächte.
  • Bedrohung der Rheingrenze. Deutschlands Rüstungen.
  • Friedliche Lösung. Der Meerengen-Vertrag.
  • Bistum Jerusalem. Preußen und England.
  • 3. Enttäuschung und Verwirrung.
  • 4. Die Parteiung in der Kirche.
  • 5. Realismus in Kunst und Wissenschaft.
  • 6. Wachstum und Siechtum der Volkswirtschaft.
  • 7. Polen und Schleswig-Holstein.
  • 8. Der Vereinigte Landtag.
  • 9. Der Niedergang des Deutschen Bundes.
  • 10. Vorboten der europäischen Revolution.
  • Beilagen. (XXVI - XXXV)

Full text

— V. 2. Die Kriegsgefahr. 
Das Protokoll sagte in seiner dehnbaren Fassung sehr wenig; denn führte 
der Londoner Vertrag zu einem europäischen Kriege, so konnte Preußen sich 
dem Streite unmöglich entziehen. Unvergeßlich aber blieb die traurige Er- 
fahrung, daß der Staat, der die verwegensten Ratschläge gab, sich im 
Handeln unter allen am kleinmütigsten zeigte. — 
  
Durch den Juli-Vertrag wurde der ägyptische Streit zu einer euro- 
päischen Frage, und mit einem Male sah sich Preußen, dem diese orien- 
talischen Händel so fern lagen, in die vorderste Reihe der Streitenden 
geschoben. Mit der einzigen Ausnahme Rußlands beabsichtigte keine der 
vier Mächte den französischen Stolz irgend zu kränken. Sie alle meinten, 
ihr eigenmächtiges Verfahren sei durch die beständig ausweichende, zuwar- 
tende Haltung der französischen Diplomatie vollauf gerechtfertigt; hatte 
doch Guizot in den letzten Tagen, als Palmerston ihn fragte, ob Frank- 
reich nicht mindestens die gänzliche Losreißung Agyptens verhindern wolle, 
nur achselzuckend geantwortet: alors comme alors! 7) Sie alle glaubten, 
wie Bülow sagte, Thiers würde gute Miene zum bösen Spiele machen, mit 
Anstand zurückweichen und sich wohl hüten, im Bunde mit dem ägyptischen 
Rebellen der offenbaren Übermacht zu trotzen.“) An dem nämlichen Tage, 
da der Vertrag unterzeichnet wurde, schrieb Palmerston mit ungewohnter 
Höflichkeit an Guizot: die vier Mächte hätten sich nur mit tiefem Bedauern, 
nur um doch etwas zu stande zu bringen, von Frankreich getrennt; sie hoff- 
ten, diese Trennung würde nur von kurzer Dauer sein und den Gefühlen 
aufrichtiger Freundschaft keinen Eintrag tunz sie hofften sogar, Frank- 
reich würde seinen großen Einfluß in Alexandria benutzen, um ihnen seinen 
moralischen Beistand zu leihen und Mehemed Ali zur Nachgiebigkeit zu 
bewegen.*57) Noch friedfertiger redete Preußen. Bülow schrieb nach Paris: 
„wir mußten uns der Form nach von Frankreich trennen, hoffen aber in 
der Sache selbst auf dessen hilfreiche Mitwirkung;“ und Minister Werther 
schlug vor, man möge den Tuilerienhof noch vor der Ratifikation des 
Vertrags zum Beitritt einladen, damit jeder Schein eines Zerwürfnisses 
vermieden würde.f) Der österreichische Staatskanzler hegte allerdings 
einen tiefen Haß gegen Thiers, „die wahre Verkörperung der Revolution 
von 1830.“ In seinen vertrauten Briefen schalt er maßlos auf „diese 
in jeder Hinsicht elende Persönlichkeit“, die alle schlechten Leidenschaften 
der Franzosen wachrufe und wie ein Trinker sich nur durch Branntwein 
stärken könne. Er sagte mit boshaftem Wortspiele: dieser Nichtswürdige 
wolle der Napoleon der Juli-Revolution werden und sie wie ein Tertian= 
  
*) Palmerston, Memorandum über seine Gespräche mit Guizot, 18—20. Juli 1840. 
*r) Bülow an Maltzan, 9. Juli 1840. 
**) Palmerston an Guizot, 15. Juli; Bülows Bericht 31. Juli 1840. 
1) Bülow an Arnim, 21. Juli; Werther an Bülow, 4. Aug. 1840.
	        

Downloads

Downloads

The entire work or the displayed page can be downloaded here in various formats.

Full record

METS METS (entire work) PDF
TOC
Mirador

This page

PDF Image Preview Image Small Image Medium Image Master Mirador

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Formats and links

Formats and links

ausgabe:

The metadata is available in various formats. There are also links to external systems.

Links

OPAC DFG-Viewer Mirador

Cite

Cite

The following citation links are available for the entire work or the page displayed:

Full record

This page

Citation recommendation

Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the fifth month of the year?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.