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Der Bundesrat als Reichsorgan.

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Bibliographic data

fullscreen: Der Bundesrat als Reichsorgan.

Monograph

Persistent identifier:
wolf_bundesrat_1913
Title:
Der Bundesrat als Reichsorgan.
Author:
Wolf, Kurt
Place of publication:
Greifswald
Publisher:
Julius Abel
Document type:
Monograph
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1913
Scope:
50 Seiten
DDC Group:
340
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German
Subtitle:
Inaugural-Dissertation zur Erlangung der Juristischen Doktorwürde der Hohen Juristischen Fakultät der Königlichen Universität Greifswald.

Chapter

Title:
Zweites Kapitel. Die Tätigkeit des Bundesrates als Organ der Willensbildung des Reiches.
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
I. Das Gebiet der Reichsgesetzgebung.
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Der Bundesrat als Reichsorgan.
  • Title page
  • Meiner lieben Mutter in Dankbarkeit gewidmet.
  • Literaturübersicht.
  • Contents
  • Erstes Kapitel. Der Bundesrat.
  • I. Die historische Entwicklung und das Wesen des Bundesrates.
  • II. Die formellen Rechte der Einzelstaaten im Bundesrat:
  • Zweites Kapitel. Die Tätigkeit des Bundesrates als Organ der Willensbildung des Reiches.
  • I. Das Gebiet der Reichsgesetzgebung.
  • II. Das Gebiet der Verwaltung:
  • III. Das Gebiet der Rechtspflege:
  • Drittes Kapitel. Der Schutz der einzelstaatlichen Rechte auf Organtätigkeit im Reiche.

Full text

— 22 — 
sidium des Bundes bei allen Gesetzesvorschlägen ein Veto— 
Recht zustände 11). 
Von wie großer Bedeutung das Mitwirkungsrecht an der 
Gesetzgebung für die Einzelstaaten ist, zeigt sich vor allem, wie 
schon früher erwähnt, in dem Recht des Bundesrates auf Be— 
schlußfassung über die vom Reichstag gefaßten Beschlüsse. 
Anträge auf Erlaß eines Gesetzes können sowohl vom Reichs- 
tag wie vom Bundesrat ausgehen. Gehen sie vom Reichstag 
aus, so erfolgt die Abermittlung durch den Präsidenten des 
Reichstages an den Reichskanzler, der sie dem Bundesrat zur 
Beratung vorlegt. Nimmt der Bundesrat den vom Keichstag 
vorgelegten Entwurf an, so ist damit der Gesetzesinhalt fest- 
gestellt, der dann durch die Sanktion des Bundesrates zum 
Gesetz erhoben wird. Geht der Antrag vom Bundesrat aus, 
so wird er durch den Reichskanzler, der damit aber keine Ver- 
antwortung für den Inhalt der betreffenden Vorlage über- 
nimmt, dem Reichstag mitgeteilt, der die Annahme oder Ab- 
lehnung beschließen kann. Entscheidet sich der Reichstag für 
das letztere, so ist mangels der erforderlichen vollständigen #ber- 
einstimmung zwischen den beiden gesetzgebenden Faktoren 12) ein 
Gesetz nicht zustande gekommen. Aber selbst wenn der Reichs- 
tag die Gesetzesvorlage vom Bundesrat ohne jede Anderung 
angenommen hat, ist den verfassungsmäßigen Bestimmungen 
über das Zustandekommen der Reichsgesetze noch nicht genügt. 
Eine derartige Vorlage ist einer nochmaligen letzten Beschluß- 
fassung des Bundesrates unterworfen 13). Schulze 14) ist 
der Ansicht, daß der Kaiser nicht berechtigt sei, ohne diesen 
letzten Beschluß des Bundesrates ein Gesetz auszufertigen und 
zu verkünden, selbst dann nicht, wenn ein übereinstimmender 
Beschluß beider Körperschaften vorliege. And dies mit Recht; 
  
11) Vgl. darüber Laband, Staatsrecht, Bd. II S. 31. 
12) Art. 5 d. RV. 
13) Art. 7 Ziff. 1 d. RV. 
14) A. a. O. Bd. II S. 118.
	        

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