Full text : der Weltkrieg 1914. Band 2. (1)

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24.  November.  Der  Bundesrat  setzt  Höchstpreise  für  Speisekartoffeln
fest.  Der  stellvertretende  Kriegsminister  ordnet  die  Beschlagnahme  aller
Großwiehhäute  an.  Die  Wechselprotestfrist  wird  für  Elsaß-Lothringen
und  Ostpreußen  und  einige  westpreußische  Kreise  um  weitere  30  Tage
verlängert.  England  legt  eine  3½  proz.  Kriegsanleihe  von  350  Mill.
Lstr.  zu  95  pCt.  auf.

25.  November.  Russisches  Zahlungs=  und  Einfuhrverbot  gegen
Deutschland  und  Oesterreich.  Der  Roheisenverband  gewährt  wieder  eine
Ausfuhrvergütung.

26.  November.  Auf  die  Kriegsanleihe  sind  bis  zum  23.  November
3769,9  Mill.  M.,  d.  s.  84½  pCt.  der  gezeichneten  Summe,  eingezahlt.  Der
Reichsbanbausweis  zeigt  eine  Verschlechtenung  um  68  344000  M.  (i.  W.
Verbesserung  um  134  278  000  M).

27.  November.  Festsetzung  von  Höstpreisen  für  Mehl  für
Oesterreich-Ungarn.  Die  Elektrische  Licht=  und  Kraftanlage-Akt.-Ges.
erklärt  5  (i.  V.  7½)  pCt.  Dividende.

28.  November.  Verlängerung  des  allgemeinen  französischen
Moratoriums  bis  zum  1.  Januar  1915.  Das  schwedische  Moratorium
wird,  soweit  es  noch  besteht,  auf  ein  Vierteljahr  verlängert.  Tägliches
Geld  4½  péCt.,  Privatdiskont  5½  pCt.

30.  November.  An  der  New-Yorker  Börse  wird  der  Handel  in
Bonds  wieder  eröffnet.  Die  Akt.-Ges.  Kirchner  u.  Co.  verteilt  16  (i.  V.
30)  pCt.  Dividende  auf  die  Stammaktien.  Die  Hagener  Gußstahlwerke
beantragen  ihre  Verschmelzung  mit  den  Gelsenkirchener  Gußstahl=  und
Eisenwerken  vorm.  Munscheid  u.  Co.

Dezember.

1.  Dezember.  Der  Berliner  Bör#senvorstand  stellt  durch  Umfrage
die  Höhe  der  Fondsbörsenengagements  fest.  Verschärfung  der  Maß—-nahmen
  gegen  französische  Unternehmungen  im  deutschen  Inlande.  Der
Bochumer  Verein  setzt  die  Dividendenerklärung  von  14  auf  10  pCt.  herab.
Die  Patzenhofer-Brauerei  erklärt  11  (i.  V.  15)  pCt.  Dividende,  die  Maschinenfabrik
  Augsburg—Nürnberg  Akt.-Ges.  8  (16)  pCt.  und  die  Stahl
u.  Nölke  Akt.-Ges.  10  (8)  pCt.  Bei  der  Deutschen  Hotel-Akt.-Ges.  ist  mehr
als  die  Hälfte  des  5  Mill.  M.  betragenden  Aktienkapitals  verloren.

2.  Dezember.  Der  Reichstag  genehmigt  den  geforderten  Kriegskredit
  von  weiteren  5  Milliarden  Mark.  Die  Siemens-Schuckertwerke
G.  m.  b.  H.  erklären  7½  pét.  (i.  V.  10)  pCt.  Dividende.

3.  Dezember.  Der  Reichsbankausweis  zeigt  eine  Verschlechterung
um  28  287  000  (i.  V.  207  794000)  M.  Siemens  u.  Halske  Akt.-Ges.  erklären
  10  (i.  V.  12)  pCt.  Dividende.  

4.  Dezember.  Das  Defitzit  des  italienischen  Budgets  für  das
laufende  Finanzjahr  wird  auf  2  Milliarden  Lire  geschätzt.  Die  Elektrizitäts-Akt.-Ges.
  vorm.  Schuckert  u.  Co.  erklärt  6½  (i.  V.  8)  pCt.  Dividende.

5.  Dezember.  Schweden  nimmt  in  Amerika  eine  Anleihe  von
5  Mill.  Doll.  auf.  Die  Friedrichsberger  Bank  e.  G.  m.  b.  H.  sucht  ein
Moratorium  nach.  Tägliches  Geld  4  pCt.  Privatdiskonten  5½  PCt.
und  darunter.  1

7.  Dezember.  Die  Handelsvereinigung  Akt.-Ges.  weist  in  der
Liquidationseröffnungsbilanz  einen  Verlust  von  14,9  Mill.  M.  aus  bei