Full text : Bismarck´s Glaube.

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die  Idee  der  Union  auftauchte.  Lutheraner  und  Reformierte
  sind  hier  immer  geschieden  gewesen  und  sind  es  noch.
Ich  werde  hier  etwas  verfeinert  und  rede  noch  immer  französisch
  zu  Gott,  weil  es  mir  jedesmal  zu  spät  wird,  um
einen  mir  als  sehr  gut  empfohlenen  lutherischen  Prediger
draußen  in  Sachsenhausen  zu  besuchen.“  Nach  5  Tagen
schreibt  er  ihr,  ültlutheraner  nach  Dersiner  (Huttkamerschem)
  Bekenmtnis  habe  er  noch  nicht  gefunden.  Eine  innere
Kbneigung  gegen  konfessionelle  Diskussionen  verrät  der
andere  Brief"?):  „Wir  sprachen  auch  viel  über  Elusteilung
des  heiligen  übendmahls  durch  ungläubige  Driester,  waren
aber  über  diesen  .  streitigen  Dunkt..  alle  dahin  einig,
daß  nach  der  ugsburgischen  Confession  es  auf  den  Glauben
des  Empfängers,  nicht  auf  den  des  Kusteilers  ankomme.
Ich  schließe  mit  dieser  dogmatischen  Expektoration.“

Sein  Mangel  an  religiösem  Sanatismus  verleugnete
sich  weder  den  Juden  noch  den  Ratholiken  gegenüber.  So
berichtet  er  30)  über  den  alten  Kmschel  Rothschild,  der  ihm

gefalle,  weil  er  eben  ganz  Schacherjude  sei  und  nichts  anderes
vorstellen  wolle,  dabei  ein  streng  orthodoxer  Jude,  der  bei

seinen  Diners  nichts  anrühre  und  nichts  gekauschertes  esse.
Sehr  unbefangen  vermochte  er  auch  vermeintliche  Dorzüge
der  katholischen  Kirche  anzuerkennen  #).  „Das  Singen  der
protestantischen  Gemeinde  will  mir  aber  doch  immer  nicht
gefallen;  es  ist  mir  lieber,  bei  guter  Kirchenmusik,  von
Leuten,  die  es  verstehen,  gemacht,  zu  beten  für  mich  und  dazu
eine  Nirche  zu  haben,  wie  die  Teinkirche  inwendig  war,
und  Morlachische  Messen  mit  weiß  gekleideten  Hriestern,
in  Dampf  von  Nerzen  und  Weihrauch;  das  ist  doch  würdi-