Biaches haben die Franzosen Fuß gefaßt; zwischen Barleux und Belloy sind
ihre vielfachen Angriffe unter den größten Verlusten restlos zusammengebrochen.
Weiter westlich hinderte unser Sperrfeuer sie am Verlassen ihrer Gräben.
Zwischen dem Meere und der Ancre, im Gebiet der Aisne, in der Champagne
und ösilich der Maas frischten die Feuerkämpfe zeitweise auf; zu Infanterietätigkeit
kam es westlich von Warneton, östlich von Armentières, in der Gegend von Tahure
und am Westrande der Argonnen, wo vorstoßende französische Abteilungen abgewiesen
wurden. Zei Hulluch, bei Givenchy und auf Bauquois sprengten wir mit gutem Erfolge.
Der Flugdienst war beiderseits sehr rege. Unsere Flieger haben fünf feindliche
Flugzeuge (1 bei Nieuport--Bad, 2 bei Cambrai, 2 bei Zapaume) und zwei Fessel-
ballons #e einen an der Somme und an der Maash) abgeschossen.
Die Oberleutnanis Walz und Gerlich haben ihren vierten, Leutnant Teffers
seinen fünften, Leutnant Darschau seinen achten Gegner außer Gefecht gesetzt. Dem
lehteren hat Seine Majestät der Kaiser für seine hervorragenden Teistungen den
Orden Pour le merite verkiehen.
Oestlicher Kriegsschaupkatz. Auf dem nördlichen Teil der Front hat sich,
abgesehen von einem vergeblichen russischen Angriffe in Gegend von Skrobowa
(östlich von Gorodischische), nichts Weseniliches ereignet.
Heeresgruppe des Generals v. Linsingen: Der gegen die Stochodlinie vor—
fühlende Feind wurde überall abgewiesen; ebenso scheiterten seine Vorstöße westlich
und südwestlich von Luck.
Deuische Flugzeug-Geschwader griffen feindliche Unterkünfte östlich des Stochod
erfolgreich an.
Armee des Generals Grafen v. Bothmer: Datrouillentätigkeit und erfolgreiche
Gefechte im Vorgelände.
Balkankriegsschauplatz. Unsere Vorposten südlich des Dofransees schlugen
feindliche Abteilungen durch Feuer ab.
Oberste Heeresleikung. (W. T. B.)
Fünf englische Wachtschiffe in der Okrantoftraße zerstört.
Wien, 10. Juli. Amtlich wird verlautbart:
ZKussischer Kriegsschauplatz. Der gestrige Tag verlief verhältnismäßig ruhig.
Bereinzelte Zorstöße des Feindes wurden abgeschlagen.
Italienischer Kriegsschauplaß. An der Isonzofront beschränkte sich die Ge-
fechtstätigkeit auf Artillerieseuer und Auftkämpfe. Unsere Seeflugzeuge warfen auf
die Adriawerke neuerdings Bomben. Zwischen Brenta und Eisch wurde an mehreren
Stellen erbittert gekämpft. Gegen unsere Linien südöstlich der Cima Dieci führten
starke Alpinikräfte mehrere Angriffe, die von Abteilungen unserer Infanterieregi-
menter Nr. 17 und 70 unter schwersten Verlusten des Feindes abgeschlagen wurden.
tleber 500 tote Jtaliener liegen vor unseren Gräben. Nachts scheiterte ein feind-
licher Zorskoß im Raume des Monte Interrotto. Im Abschnitt östlich des Brand-