Full text : Rosenheimer Anzeiger. 64. Jahrngang (64)

 

Rosenheimer  Anzeiger

Der  „Nosenheimer  Anzeiger“  erscheint  täglich  nachmitlage  4  Uhr  (mll  Ausnahme  der  Sonnamenentepreis
  beträgt  viertelsährlich  2  SNark  70  Psennig,
zwe  90  Psennig.  Für  Pohabonnenten  ·;  Zustellg  Zuftellgebübr  frei  ins  Hauo  14  Plennig  monallich.

*  Fern  sprecher:  Lerlag  und  Nedabson  Nu  Nr.  72,  Inseralen-Abteilung  Nr.  235.

und  Feiertage).  —  Der  Ab

 

 

 

Rumnmer  170  Kath.:  Fest  der  hl.  Mutter  Anna

General  Jochs  Plau.

"  tornn  militärischer  Seite  wird  uns  geschrieben:
Taktik  des  Generals  Foch  als  Führer  der
Ententeheere  im  Westen  sticht  von  derjenigen  unserer
  Heerführung  in  einem  entscheidenden  Punk.
1e  ab.  Wir  sind  schon  seit  langem  davon  abgekommen,
  die  Entscheidung  des  großen  Kampfes
im  einer  einzigen  wuchtigen  Feld
schlacht  z  sehen  und  zu  suchen.  Foch  ist  aber
noch  der  Meinung,  auf  diesem  Wege  die  letzte
Entscheidung  des  Krieges  herbeiführen  zu  können.
Zeugnis  dafür  ist  seine  zugestandenermaßen
machtvolle  und  großpügig  angelegte  Gegenoffenive,
  welche  im  Grunde  nichts  Geringeres  antrebt,
  als  uns  mit  einem  überraschenden,  zermalmenden
  Schlage  lahmzulegen,  um  dann  in
nachfolgender,  wildest  geführter  Schlacht  die  Widerstandskraft
  unserer  Heere  mu  brechen.  Foch
ist  als  Vertreter  dieser  Idee  sich  schon  seit  seiner
Dogentenzeit  an  der  Pariser  Kriegsschule  gleich
geblieben,  während  der  er  ein  Buch:  „Grundge
  des  Krieges“  schrieb.  In  diesem  sagt  er
über  das  Ziel  des  Kampfes:  „der  Feind  muß
geschlagen  werden,  wenn  er  zum  Weichen  gebracht
  werden  soll.  Nur  ein  Mittel  gibt  es  dam:
die  Schlacht.  Kein  Sieg  ohne  Schlacht!“  Nach
diesem  Grundsatz  handelt  er  heute  noch.  Aber
er  estellt  den  oöllig  veränderten  Charakter  heusger
  Schlachten  mit  ihren  Riesenmassen  und  unbegrenzten
  kriegstechnischen  Mitteln  gegenüber
den  früheren  Kämpfen  nicht  mit  in  Rechnung.
Bei  Millionenheeren,  die  mit  den  fürchterlichsten
Vernichtungswerkzeugen  ausgestattet  sind,  insbesondere
  bei  den  ungeheuren  artilleristischen
Fortschritten  unserer  schrecklichen  Zeit  ilt  eine
Uuherkampfsetzung  des  Gegners  in  einer  einzigen,
wem  auch  noch  so  grandios  vorbereiteten  und
wuchtig  geführten  Schlacht  nicht  mehr  möglich.
sind  auch  die  Ka  onten  zu  ausgedehnt
geworden,  sie  haben  gegen  früher  eine  das  zehnund
  mehrfache  übersteigende  Länge,  sind  überdies
  durch  gewaltige  Erdfestungen  gestützt  und
noch  in  sich  durch  Gegenwerke  verankert.  Unsere
Führung  hat  schon  seit  der  Entwicklung  der
Kämpfe  im  Frühherbst  1914  sich  entschlossen.
einer  anderen,  und,  wie  die  Dinge  eeigten,
auberordentlich  erfolgreichen  Taktik  zugewandt.
Wir  gingen  mum  Zermürbu  nassostem
über.  Dieses  sucht  den  Erfolg  nicht  in  opferreichem
  Gewaltsturme,  sondern  in  dem  systematischen
Jertrümmern  der  feindlichen  Machtmittel,  sheien
sie  nun  persönlicher  oder  materieller  Art.
nach  sind  wir  verfahren  bei  der  allmählichen
Ausschaltung  der  russischen  Millionenheere  und
dieselbe  Methode,  den  veränderten  dortigen
Kamofbedingungen  entsprechend  angepaßt,  wird
nun  auch  im  Westen  angewandt.  Nicht  um
Amiens,  Paris,  Reims  oder  Calais  wogt  die
Schlacht,  sondern  um  die  Bindung  und  Zertrümzinerung
  der  gennerischen  Machtmittel,  aus  deren
Schwächung  und  Beseitigung  sich  dann  alles  weitere
  ergibt.  In  diesem  Sinne  sind  die  jezigen
Kämpfe  im  Westen  zu  betrachten.  Gewisse  Heim-L#rategen,
  welche  die  Nase  rümpfen,  wenn  ein
Kilometer  Boden  für  den  Augenblick  aufgegeben
wird,  mögen  also  bedenken,  daß  sie  mit  ihren
nlshanungen  um  ein  halbes  Jahrhundert  zurück
ind.

die  schlact!  iu  Vesien.
Went  Bericht.

*  WTB.  Berlin,  24.  7.  abends.  Amnnillich.

Uuf  dem  Schlachtfelde  zwilchen  Soissans
und  Reims  im  ganzen  ru  r  Tag.  Teiläln
  südlich  des  Oen  und  südwestlich  von
eims.

□i
Von  der  Armee  des  Generalobersten
von  Boehn
ging  dem  Großen  Hauptquartier  am  Nachmittag
  des  23.  Juli  solgende  Meldung  über  die
ersolgreiche  Abwehr  des  feindlichen  Großangrifes
  am  Vormittag  ein:

Nach  etwa  einstündiger  Feuervorbereitung  in
höchster  Kampffeuersiexke  ging  der  Feind  auf
ber  ganzen  Westsront  ber  Armee  zu  neuem  einbeitlichen
  Angriff  über.  Von  starker,  zum  Tell

 

 

 

 

 

 

Die  einspaltige  Petilzeile  im  Anzelgentell  koklet  15  Plg.,  die  Petilzeile  im  Reklameleil  40  Pl.
Die  Annahme  von  Anzeigen,  Reklamen  und  Beilagen  ersolgt  durch  die  Annoncen-Epedllion
Haasenstein  &  Vogler,  A.-G.,  Rosenheim,  München,  Nürnderg,  Berlin,  Brcslau,  Cassel  usw.

Schluß  der  Anzeigen-Annahme  12  Uhr  mlllags.

 

 

Rosenheimer  Tagblakt

Amkliches  Publikations-Organ

Freitag,  26.  Juli  1918

Die  Fepision  des  Brester  Friedeus-Vertrages
  abgeschlofsen.

Zwischen  Soissons  und  #Keims  im  allgemeinen  ruhiger  Tag.
Frhr.  Hufsarek  österreichischer  Ministerpräfident.

 

neu  gruppierter  Artillerie  unterstützt,
Franzosen,  Schwarze  und  Amerikaner,  von  zahl.
reichen  Kampfeinheiten  begleitet,  an.

Auf  der  ganzen  Front  wurden  die  sich  mehrsach
  wiederholenden  Anstürme  des  Feindes  teils
vor,  teils  in  den  Stellungen,  zum  Teil  in  Gegenangriffen,
  abgewiesen.  Der  einheitl.  Großangriff
  des  Vormittags  ist  zu  Ungunsten
des  Feindes  entschieden.  Teillämpfe  sind
noch  im  Gange.

Den  gegen  den  Abschnitt  General  von  Natter
anstürmenden  weißen  und  schwarzen  Masien  gelang
  es,  beim  ersten  Ansturm  unter  Begleitung
von  bis  zu  40  gezählten  Tanks  zwischen  Duzewey
  und  Tigny  zunächst  Boden  zu  gewinnen.
Bald  hinter  ihrer  vordersten  Linie  fingen  die
Divisionen  den  Angriff  auf  und  schlugen  den
Feind  im  Gegenangriff  zurück.  Villermontoire
wurde  dem  in  dichten  Mengen  von  unserer  Artillerie
  beschossenen  zurückflutenden  Feind  wieder
entrissen.

Bis  zu  viermalen  holte  der  Feind  zu  neuen
Angriffen  vergeblich  aus.  Das  Korps  hat  mehr
als  seine  alte  Linie  wieder  gewonnen.  Ein  erneuter
  Feindangriff  ist  zur  Zeit  nördlich  Tigny
wieder  im  Gange.  Zahlreiche  zerstorte  Tanks
liegen  hinter  der  Front.

Mit  sichtbar  gut  liegendem  Vernichtungsfeuer
nahm  Abschnitt  General  von  Etzel  gegen  6  Uhr
vormittags  den  gleichfalle  von  zahlreichen  Tanks
begleiteten  Feindangriff  an.  bwurde  in
Nahkampf  und  in  Gegenstößen  abgewiesen.  Ge
gen  8  Uhr  vormittags  drangen  neue  Infanterieund
  Kampfwellen  vor.  Der  Hauptdruck  richtete
sich  gegen  die  Linien  Le  Plessier#  Hulen.  Der
Feind  wurde  abgewiesen.  Tanks,  die  über  die
große  Chaussee  hinter  der  Front  durchgebrochen
  waren,  wurden  zusammengebrochen.

Auch  im  Abschnitt  General  von  Windler  ent

wicllten  sich  schwere  Kämpfe.  Seine  Divisionen
schlugen  alle  Angriffe  ab.  Höhe  141  ging  vorübergehend
  verloren  und  wurde  durch  Gegen
angriff  wieder  genommen.  Im  Dorfe  Armentieres
  an  der  Straße  Soissons-  Chateau-Thierry
  gelang  es  dem  Feind,  Fuß  zu  fassen.
Gegenangriffe  sind  im  Gange.
:  Die  Diovisionen  der  Abschnitte  General  von
Schosler  und  General  von  Kathen  schlugen  den
gleichfalls  in  großer  Stärle  mit  Tanks  angrei
senden  Feind  ab.  Nur  im  Nordteil  des  Chate
let-  Waldes,  in  den  der  Feind  eindrang,  sind  Gegenkämpfe
  noch  im  Gange.  Sonst  hat  die
Kampftätigkeit  hier  nachgelassen.

Jagd=  und  Schlachtflieger  wurden  mit  Erfolg
in  den  Kampf  eingesetzt.  Die  Truppenzugehö
rigkeit  zahlreicher  Gefangener  wird  in  der
Abendmeldung  gemeldet.

Starke  amerikanische  Aerluste.

Berlin,  24d.  7.  Nach  einer  Rotterdamer
Meldung  des  „Lokalanseiger"  übersteigen  die

griffen

 

amerikasichen  Verluste  in  den  letzten  Kämpfen

nach  glaubwürdigen  Berichten  die  Ziffer  80  000.
Die  amerikanischen  Kadres  litten  schwer,  denn
die  Offiriere  sollten  ihre  Mannschaften  in  den
Kampf  führen,  dem  Beispiele  ihrer  französischen
Lehrer  folgend.

22  dl.  Bericht  vom  23.  7.
2

85

Am

uli  schoben  wir  unsere  Linie  südlich  Mereteren
  und  südlich  von  Hebuterne  ein  wevor.
  Ebenso  verbesserten  wir  nachts  im
Msemi  von  Hamel  unsere  Stellungen.  Wir
machten  erfolgreiche  Vorstöße  in  der  Nähe  von
Minzerville,  Ayette,  Oppy.  Avion  und  Lens.
Starkes  feindliches  Feuer  mit  Gasgranaten  im
Abschnttt  von  Villers  Bretonneur.

Französischer  Abendbericht  vom  93.
Juli.  Auf  beiden  Seilen  des  Ourcq  erzielten
unsere  Truppen  trotz  des  Widerstandes  des  Feindes,
  der  neue  Reserven  heranfühhrte,  neue  Vorteile.
  Auf  dem  Nordufer  eroberten  wir  Plessier
und  Huleux,  erreichten  den  Westrand  von  Dulchnla.
  Ville  und  nahmen  das  Dorf  Montgru.  Südlich
  des  Ourcq  überschritten  framösische  und
amerikanische  Truppen  die  Straße  nach  Chateau-Thierry
  und  schoben  ihre  Linien  mehr  als  1
Kilometer  östlich  vor.  Das  Dorf  Nocourt  ist
ebenso  wie  der  größere  Teil  des  Waldes  von
Thatelet  in  unserem  Besitz.  Auf  dem  rechten  Marneufer
  erselten  wir  neue  Fortschritte.  Nörolich
Mont-St.  Fere,  Jaulgonne  und  Chartres,  das
ebenfalls  in  unserem  Besitz  i#t,  erweiterten  wir
unseren  Brückenkopf  bei  Jaulgonne.  An  der

Front  mischen  Marne  und  Reims  fanden  heftige
Kämpfe  zwischen  Ardre  und  Vrigny  statt.  Die

alliierten  Truppen  griffen  starke  feindliche  Stellungen
  an,  rückten  mehr  als  einen  Kilometer  vor
und  fügten  dem  Gegner  schwere  Verluste  zu.
Englische  Truppen  machten  300  Gefangene  und
erbeuteten  5  Geschütze.  Nördlich  Montdidier  ergab
  eine  örtliche  Unternehmung,  die  es  uns
ermöglichte,  am  Morgen  Mailly.  Raincval,
Sanvillers  und  Aubervillers  zu  besetzen,  1500
Gefangene,  darunter  30  Offiiiere.
Orientbericht  vom  22.  Juli:  In  Albauien
  seyten  unsere  Truppen  mit  prächtigem
Schwung  trotz  starker  Hitze  gestern  ihre  An.
griffe  fort  und  vertrieben  nach  einer  Reihe  harter
Kämpfe  Mann  gegen  Mann  die  Oesterreicher
aus  allen  Stellungen  südlich  des  Holta-  Fbisses.
Während  dieser  beiden  Tage  machten  sie  600
Gefangene,  darunter  6  Offiziere  und  erbeuteten
12  Maschinengewehre.  Auf  unserem  linken  Flügel
  westlich  Devoli  bemächtigten  sich  ilalienische
Truppen  der  Höhe  900  nördlich  von  Goriza.

Die  Vorgänge  in  Rußland.
Japans  Eingreifen  in  Sibirien.

Haag,  24.  7.  Hollands  Nieuws  Burcau
meldet  aus  Tokio:  In  einer  außerordentlichen
Sitzung  des  Staatsrat  es  unter  dem  Vorsitze  des
Kaisers  wurden  die  Maßregeln  der  Regierung
zum  Vorgehen  in  Sibirien  gutgeheißen.

Chinas  Einbersen  in  Sibirien.

*T  ientsin,  19.  (Reuter.)  In  einer  gesiern
  im  Aricheoministerium  abgebaltenen  Sitzung
hat  das  Kabinett  entschieden,  daß  China  an  der
Interwention  in  Sibirien  teilnimmt.

Ein  Erfolg  der  Gegeurevolutionärc.
Moskanu.  21.  7.  Wie  die  Presse  meldet,
haben  die  Sowjettruppen  Orenburg  endgültig
aufgegeben.  An  der  Spitze  der  neuen  Orenburger
  Regierung  sleht  Dutow.  Die  Bolschewiki
haben  alle  Wertsachen  mitgenommen.
Verschleppte  Großfürsten.

*  Moskau,  24.  7.  „Nasch  Wiek“  meldet.
nach  einem  Telegramm  des  Vorsitzenden  des
Jekaterinburger  Gebietsrates,  daß  am  19.  Juli
eine  unbekannte  Bande  den  Wohnort  der  ehemaligen
  Grohfürsten  Igor  Konstantinowitsch,
Johann  Konstantinowitsch  und  Sergius  Michailowitsch
  überfielen  und  die  Großfürsten  ungeachtet
  des  Widerstandes  der  Wache  fortschlepoten.


Die  russische  Feistütshtll  gegen  die
olschewiki.
Stockholm,  24.  7.  Wie  der  Korrespondent

  der  I  U.  erfährt,  sind  jetzt  auch  die  Popen

 

 

 

Prel·  Anna  64.  Jahrgang.
zur  Opposition  gegen  die  Sowjetregierung  übergegangen
  und  predigen  in  den  Kicrchen  den
Kampf  gegen  die  Volschewiki.  In
Moskau  wurde  ein  Pope,  der  eine  solche  Pre.
digt  hielt,  von  der  Kanzel  geholt  und  sat  zu
Tode  geprügelt.  Als  Protest  haben  die  Popen
beschlossen,  sich  an  den  Begräbnissen  von  Bol
schewisien  nicht  zu  beteiligen.

der  amt.  Pfierreichsche  beuic.

.  Wien,  24.  7.  Amtlich  wird  verlaut

An  der  italienischen  Front  keine  nennenswerten
Kampfhandlungen.

Auf  dem  albanischen  Kriegsschunplatg
  haben  unsere  braven  Truppen  die  an
haltenden  Anstrengungen  des  Feindes,  unfere
Linien  im  Devoli.  Abschnitt  zu  durchbreche.
durch  2äahen  Widerstand  vereitelt.

r  Ches  des  Generalstabs.

Dder  Kries  zue  See.
Deutsche  Fliegererfolge  in
v%  Flandern.
WTB.  Berlin,  24.  7.  Unsere  in  Flandern
unter  dem  Befehl  von  Leutnant  zur  See  Sach
seuberg  stehenden  Marine-  Jagdilieger  schossen
In  den  leyten  Wochen  2  seindliche  Fluggeuge
  ab  und  errangen  seit  Beilehen  dieses
Fliegerverbandes  (30.  April  1917)  ihren  100.
Luftsieg.  Leutnam  zur  See  Sachsenberg
schoß  seinen  16.  und  17.,  Leutnant  d.  R.  M.
UA.  Osterkampp  seinen  16.  Gegner  ab.  Herworragend
  sind  an  den  Erfolgen  noch  beteiliat
Vize’  Flugmeister  Heinrich  u.  Flugmaat  Zenzes.

Der  Chei  des  Admiralstabs  der  Marinc.

Mseeines  vom  Kries.

Widerlicher  Ireudenhnmnusitalienischen
  Blattes  auf  die  E
ung  des  Grafen  Mirbach

Im  „„Popolo  d’Italia'“  vom  12.  Jui  wird
die  Ermordung  des  deutichen  Gesandten  1
Moekau  in  folgender  den  Tiefand  des  heuli
gen  Jialiens  nur  zu  deutlich  lennzeichnender
Weise  kommentiert:  Man  hat  ihm  eine  auf
den  Pel;  gebrannt  mit  dem  R  volver  ##

cinces
iinor

ihm  einige  Bomben  in  die  Schnaus:e
geworfen.  Das  war  genng  Blei.  *2“
Elefanien  lotzuschlage  n.  und  erit  ret

einen  Boche  Gesandte  n,  iogar  einen  ei
was  abgenutzten  ohnsisch  naturlich.  Do#
Verband  hat  sicherlich  nichts  damit  zu  tun  Die
Erekutoren  Mirbachs  sind  mweifellos  Herven.
Heute  herrscht  zwar  die  Ordnung  Lenius  iu
Moskau,  doch  die  Bombe,  die  das  Fleisch  dedeutschen
  Botschafters  zerfetzt  bal.  il  und  kann
ncht5  sein  als  die  ersie  Lat  einer  Seric.

Aunsland.

Hussarck  Ministerprasident.

*  Wien.  21.  7.  (Wiener  k.  k.  Tel.  Korr.
Bureau.)  Wie  wir  ersahren,  wurde  der  Gebeime
Rat  und  Minister  a.  O.  Dr.  Mar  Frhr.  Onisarek
  v.  Heinlein  zum  Ministerpräsidenlten
  ernannt.

u—————.

Uebertretung  der  Krieg  svorschriften.
  Mieipreissteigerunge  n.
Aufwand  Eutschadigungen  fur  die
Nachsession.  Militärctat.
Die  Rückäußerung  der  Reichsratskammer  zu
dem  Antrag  Lun  (B.  Bd.)  betr.  Ucebersicht  uher
die  Bestrafungen  wegen  Uebertretung  der
Kriegsvorschriften  sieht  zuerst  zur  Be-.
ratung.  Die  erste  Kammer  hatte  den  Antrag
dahin  abgeändert,  daß  künftig  derartige  Verstöße
  nur  geahndet  werden  sollen.  wenn  vorsätzli
  Zuwiderhandlungen  in  Frage  kommen.
wobei  gegen  geringfügige  Vergehen  u.  solche,  die
nicht  in  gewinnsüchtiger  Absicht  oder  nur  fahr.
lässig  begangen  werden,  mnächst  nicht  mit  Straf.
onzeigen,  sondern  mit  Rerwarnungen  vor-