Numiner 9 -
aufhörle, und alle zivilen Maßnahmen der esihzie
Behörden und Bevölterung sowie ein
izieller Appell des elhnischen Lmdtages an
die verbündeten Regierungen von England,
Fatreich Amerika und Belgien erfolglos blie.
ah sich die elsthnische Armeeleitung zur
Fiaosles“ ener Straferpeditjon veran.
laßt. Daraufhin haben esthnische Truppenteile,
welche von Reval in der Nichtung gegen Karve
dorgingen, plündernde russische Truppen getrosffen,
gestellt und geschlagen. Die esthnischen Vezluste
an Toten und Verwundeten s#nd gering.
#Die Säuberung Esthlands von rusfischen
Truppen chreitet vor.
Die Kelegslage.
Der amtliche österreichische Bericht.
WTB. Wien, 9. 1. mitlags. Amtlich wird
gemeldet:
Italienischer Kriegsschauplaz.
IZnfolge ungünstiger Sichtoerhälknisse blieb die
Cefechtstätigleit auf einzelne Feuerübersälle beschränkt.
Lustangrisf aus Met.
* Met, 9. 1. We die Metzer Zeitungen melben,
wurden bei Fiiegerangrissen am
3. Januar nachts und in der Nacht zum 4.
-'s. eine Frau tödlich verleßt, ferner zvei
(Arbeiter, eine Arbeilerin und ein russischer
Kriegsgefangener verwundet.
Der Krieg zur See.
Wieder ein deutscher
Ozean-Jäger!
s Zũrich, 8. 1. Der
„Tagesanzeiger“ mesdet:
Ans verschiedenen Presse Aeußerungen ist
Indsschen Ozean wie: #i
das die
zu schlier en. daß im
der ein deutschles Schiff täti#g ist,
Zufuhrsstras en zum Roten Meer und Suezlanal
unsicher macht.
Alsemeines vom Keleg.
Drei a merilanische Generale
abgesetzt.
Veru- 5. 1. De: „Temps“ meldet, daß
drei amerikanische Gencralmajore an der sranöösischen
Front, Sibert, Mann und Vletchford,
ihres Amtes enthoben warden ur id bereits
Frankreich verlafsen haben.
Musinnd.
Die Lage in Spanien.
„ Rotterdam, 8. 1. Nach dem „Nicuwe
Rotterdanischen Courant“ melde: der „Daily
Telegraph“ aus Madrid vom Montag: Der
Besckluk, das Parlament aufenlösen, den der
HKönig vorige Woch: unte rzeichnet hat, dessen
Veröffec iklickung aber noch ausgeschoben
wurde, wurde tückzängig gemacktt. Gerüchtweise
verlautet. dal.
einne Negieri ung-lri ise be worscht.
gol#ische Aundschau.
Eine stürmische Versammlung.
* Berlin, 8. 1. Der Landesverein Großberlin
der deutschen Vaterlandspartei
hicli gestern sein: erste Versammkung cb.
Wie sich berauesiellte, haite sich eine Amahl
Gegner, anch scheinend Solin Idemok#gten. eingeslellt,
die balo durch ausrei; zende Zmischenrufe
Störungen verursachten. Den Vorsitz führte Ge-
(So.) ern, so für auereichende Be-Nosenh#emer
Anzelgek
Friedensangel#ote sind wir ihm nicht näher gelommen.
(JZwischenrufe: im Gegenteil.) Wenn
wir zeninz Frieden wollen, müssen wr siegen
(stürmischer Beifall). Unser Zutrauen zu Hindenburg
und Ludendorff ist grenzenlos (stürmischer
Beisall), jetzt lommt es darauf an, daß das
deutsche Volk, das sich bisher so Dra#“ gehalten.
bis zum letzten Angenblick durchhält, w.e unsere
Feldgrauen draußen. Der Siegespreis dieses
blutigen Krieges müssen Sicherungen für un,
sere Zulkunft sein. Auf die Gutmütigieit von
England, Frankreich und Wilson können wir und
nicht verlassen. (Es kam hier zu erheblichen Slõrungen
durch die Gegner. Der Redner wies die
Störenfriede darauf hin, daß sich draußen
auch Konservative, Zentrum und Sozialdemokraten
vertragen, sie sollten sich auch in der
Heimat vertragen.) Noch slürmischer: Zwischenrufe
und Störungen ereigneten sich während der
Rede des rechtsnationalliberalen Abgeordnetmn
Fuhrmann. Er sprach über den Frieden. Bei
seinen Ans führungen wurde der Redner niederzubrüllen
versucht, und es kam zustürmischen
AMusschreitungen.) Die Versammlung
mustte auf 5 Minuten vertagt werden. Eine
Persönlichleit sellle ans dem Saal geb acht verden,
die sich sedoch webrte. Eine beslimmte
Grupre begle. tet: diese Matznahme m.1 dauer: 1
den Zurusen und Lärm. Sil eillich gelang e5
dem Generalselcctär, sich Gehör zu verschaffen
Er tellte mit, daß eine uip zuß Deute poltzeilich
nicht erlaubt sei. daß 85 aber an ne
derer Sielle eifalgen würde. Den Störenfriede
drol te er mit dem Hausrecht. Nur langseen iert
llummte der Lärm und nachkdem die Vaterlandspartei
„Deutschland, Deuischl and über alles“
gesungen hatte, sielite sich die Ruhe einigermaßen
ler. Neue Lärmszenen ereigneten sich daun
während der Friedensreden. Die Versammlung
hdog sich lange bis nach Mitternacht bin.
Boyerischer Landkag.
Haushalt des Finanzministeriums
* MKünchen, 9. 1. Vor leeren Tribünen wur,
de am M.#ttwoch in der Vormitlag= und Rachmittagsitzung
die Veratung des Haushalts
des Finanzministeriums m den ein.
sch lägigen Anträgen sortgesctzt. In der Vormittaasitzung
tret dabei insbesondere für die Anträge
se ner Partei der Abg. Robhauxter
üge der Gelegenheitsarbeiter,
„ Gewährung ausreichender
Kriegstenerungeb#zihilsen an die Pensionisten u.
deren Hinterblielenen und Genährung einer
rockmaligen einmaligen Teuerungs,ulage
die Beamten. Star tsarbeiter usm. Der
Lutz (Bbd.) brachte eine Reihe von Klagen
vor ũber die Art der Einhebung der Reichz,
kriegsabgaben, insbesondere beim Rentamte
Närdlingen.
Der Fnanemiunier g'ing aus ene Reihe von
Anregungen ein. Er lündigte an, daß eine Vor.
lage über die Steuerresorm dem Landtage in
der nächen Woche ugehe. Was die Veranla-Hung
de: Grundbesitzes im allgemeinen an:
langt, so gzub: er nicht, daß Fehler in dem
t nge gemact wurden, we sie hier sestgestellt
wurden. Ueber das Rentamt Nördlingen
find aub#r vom Abg. Lutz keine #Klagen eingelausen.
In bezug auf Personalwünsche erklärte
der Mins ster, daß die Regierung die schwierige
Lage der Beamten, geschaffen durch de Kriegs.
verhälknisse, nicht verkennt. und cuf Abhllfe im
Nahmen des Möglichen #dacht ist. Die Lage
de# bayer. Slaatshausha#ites muf. dabei aber
im Auge behalten werden. Wenn die enmal g.
Kricgsteuerunge. Fulage #sn läuschte, so hängt des
damit wwseen, 9 eu fällig um die gleiche
ii 8
Zeit in — und t Rci.he mit höheren
an
Abg.
Beträgen vorgegangen wurde und daß man hienach
Klaubte, auch in Bayern höhere Beträge
erwarten 5 brfen. Das Houplaugenmerl muh
auf die fortlaufenden Beih len gerichte! werden
und die bisherigen Vorschriften werden übermrüst
werden.
In der wellkeren Debatte bedauerte Abg.
Heida (Ztr.), daß die Ledigen und Verwitweten
ron der #e: öten einmaligen Teuerungszulage
auegesch. ossen murden und bimängelte den nedrigen
Grundbetrag von 60 Mark. Trotz aller
notmend: gen Soarsamseit dürfen in diesem Fall
die notm#endilen Staatsausgaben nicht so knapp
Lemessen Verden. Redner trat weit#e#r nachdrücklich
für den Ausbau der somtlausenden Teucrungs
zulagen ein. Alg. Schubert (lib.) brach
eine letzte Lanz: für das Rentamtspersonal und
vertrat we. sers Personalwünsche.
« Wallersteinscken Domänendirektors Dr.
Frelkaß, 7. Jan#at 7öl#s
Ba#yerische Nachrichten.
Z:mei Gesch wister mit zusammen
20r Jahren. 102 Jahre ali starb in Wollerstein
bri Nördlingen am 5. Januar Fräulein
Josephine Kummer, Tochter des ehem. fürstl.
Kummer,
eine Schwester des im 99. Leb: nsjahre stebenden
Landridters a. D. Kummer in Tandshut.
Tödlider Sturzs vom Fenster. Vorgestern
abe nd gegen 7 Uhr wollte in der Kör
nerstraße in Nürnber,. ein 12 jähr. Knabe vom
Küchenfenster der im 4. Stodc gelegenen Woh,
nung aus hinaussehen, um festzußeellen. ob es
noch regne. Dabei verlor er das Uebergewicht
und siel in den Hofraum hinunter. Die Verletzungen
des Knaben waren sofort töklich.
Herschiedene Nachrichken.
Mordtat in Russisch-Volen. Der
Wirt Powilefis in Kadyßki, Bezirk Suwalli,
hatte mehrere Perjonen wegen Pferdediebstahls
angezeigt. Aus Nacke daräber übersielen einige
Freunde der Angczeigten den Wirt und ermoldeten
ihn, desgleichken den zu Hilse eilenden
Nachtmächter Nartaszum. Eim Knecht wurde
tödlich verwundet. Die Mörder zändeten darauf
das Wohnhaus des Wirtes an,
eine Frau und ein Biehbirt verbrannten.
Münchener Neuigkeilen.
etnunchen, 9. Jannar.
VBon einem Vorortzug überfahren
und getötet wurde am 9. Januar frũh im
Hauptbalhnh ibof nädhst der Hackerbrücke ein Kohlenarbeiter
Von einem auovicklagenden feride
getölet. In eirner Stallung am Isarkorrlatz
wurde der 17 Jahre alte Kutscher Frank
von einem aussck laginden Pferde am Unterleib
sil, er verlehzt, sodaf et alsbald derjiarb.
Keine Kohlen für die Leichenver-#rennung.
Dieser Tage fand im Sitzungssaale
des Magistrats die zweite Sitzung des
Beirats der Ortsfohlenstelle München statt. Es
wurden zuei Bescklüsse gefaßt, daß einmal für
den Linter 1218. 19 unter allen Umständen
schon während de: Sommers 1918 ein genül
gender Vorrat an Brenn## offen geschaffen werden
muß, reilens, daß für die Leichenver.
ebrennung bis zur Behebung der Kohlennot
keine Kohlen mehr Zigewie en worden, daß
also die Leichen zunächsi beigesetzt werden müssen,
um erst später der Verbrennung zugeführt
31 werden. Dieser Besckluß wurde mit allen
gegen 5 Stimmen gefakbt.
Zur Belämpfung des gewerbsmä.
Rigen Schleichhandels warde im Juni
1917 von der Münckener Poliʒ eidirellion eine
e Abteilung geschaffen. Seit Bestehen der
Ab Sg ltamen elua 10) gewerbemäßige
Schleichhändler und üller 100 mit d.esen zumemenark-itende
Helfershelser zur Anzeige.
- r den beschlagnahmten Waren befinden sich:
Zentner Friscksleisch, 114 Zentner ge-.
c-·e- Fleisch. *7“ Jeu- ner Wurstwaren, ca.
* S- Eier, Jentner Butier, 123:
VZeniner Feit. 112 11 Zucer, 293 Stück
Sse 2287 Stid Feinkeise, c1. 193 Zenlner
Mehl. Die meisten beschlegnabmien Warecn huen
die Schleichhändler hauptsächlich aus den
Bcz'rien Dorfen. Erding, Pfarrkirchen, Aichach,
Wolnzch und Schrobenhausen ausgeführt, um
sie über München an norddeutsche Händler ab.
zigeben. Oie besclagnohmten Fleischwaren wur.
den der Freibank und den städt. Volksküchen
übermiesen.
#nen
—
Grenzlande.
Ballein, 9. 1. Grähliches Unglück.
Beim Abeisen des Müllrades in der Sägemüh
le Moldan zu Obralm geriet der 63 jahrige
Säzer Konrad Bernhofer von St. ZJoham
i. P. durd; Ausgleiten in der Radstube in dis
Wasserrad und wurde gräblch zugerichtet. De
Sckädeldecke wurde ihm völlig zertrümmert und
das Gehlru buchstäblich aus dem Kopf gewa
wobei
sch-remmt,
1
schon. Von der statlen Strömuns fortge
wurde der Aerunglüdie bei dem
Turbinenrechen de; Eleitrizitälswerkes der Sa
line am Saganger aufgerunden und aus dem
Almlanal geborgen.
Bawerisches Oberiand.
Schloßberg lei Rosenheim, 9. 1. Beerdiemun
Am vergangenen Dienstag vormint
tag sand im hbiesigen Friedhofe eine tiefergrei
sende, jedoch höchst ehrende Leichenfeierlichkeit
state. Frau Amalie Schmier, Hausbesitzerrga#
tin iund langjähriges Mutglied des Schlierseer.
Uanerntheatcrs, wurde unter großer Beteili.
gung von Leidtragenden aus nah und fern zu
Geabe geltragen. In warmen, tief zu Herzen ge.
heuden Worlen sch ldere HH.Pfarrer Dach der
edlen, guten Charalter der Verstorbenen. Im.
preseio Füuster legte in Vertretung des Di.
—m——...—— Te
Tciofal im Namen de; Schlier.
seer Bauer##heaters drei schöne Kränz; an dem
reich mit Vlumen geschmüclien Grabe der Ver
sterbenen neder.
Keubeuern,3 9. 1. Das Gastspiel der
Direltion Riesch am vorigen Sonntan
erfreute sich eines zahlreichen Besuches. Der Hof
testal war,schon lange vor Beginn be# auf
das lotzte Plätchen ausverlauft. Die drei
Einaller fanden ein lachlustiges Publilum.
Brannenburg, 10. 1. 75. Geburtstag.
Ein in weitlen Kreisen sehr bekannter Offizier,
Major a. D. Mazimiljan Reinhard, der Schloß
herr und Ehrenbürger von Brannenburg, be
Aht am 10. Jannar den 75. Welurtetag. Sel
Johren ist er ilellvertretender Vorsitzender des
Aussichtsrates der Lolalbahnaitiengesellschaft.
MRiehßeraudorf, 9. 1. Heldentod. Dieser
Tage traf hier die amtlich: Nachticht ein, daß
der Oberjäger in einem Tiroler Kaieerfägerrea.
Fistl Fanlhauser von Auerdach bei Riedern
dorf in Sütt-rol den Keldentod gesto ben ist. Er
war 26 Jahre alt. "
Bad Aibling, 3. 1. Sitzun des Ge
meindekollegiums vom 7. Januar. Der
1. Vorsitzende, Lerr Posthalter Kuobl, gob vor
Eintritt in die Tagesordnung dem Wunsche
Auodruck, daß das Jahr 1918 den heißerf ehn
len Frieden bringen mög: und gedachte der m
Felde siebenden Mitglieder. Bei der Vorstand:
mall wurde die bisherige Vorstandschaft wieder
neral der IZn#anterte 3. d von Lochow. Er sagte
einleitend: Wir alte wollen den Frieden, und
zwar sehr bald, aber durch die fortgesetzten
Spruchweisheit.
Verlasse alo aus nid autin.
Ued ulemals anf die aodern.
deun c#u wicn immer del dir sein.
Indes die freunde wändern.
die Hulue von Solurn.
an dem Lande der —“' von Luls Humpeler- "
Es gab hbier des Schönen so viel, daß er aus
dem Bewundern nicht herauslam und sich nicht
satt sehen kounte. Eine isleues Heiterkeil
hog in sein Herz und nur mit Mühe gelang
es dem Freunde, ihn zur Weiterreise zu bewegen.
,
In Oberbozen angelommen, stand Balmer
zum ersten Male der Dolomitenpracht gegenüber.
Eine neue, wunder am: Welt tat sich vor
ihm auf.
„Mein Gott,
an Natursäöe uh# i.7“
„Gelt, unser Tirolerlandl, da schaust halt,
was! Ich bin zwar kein gebürtiger Tiroler,
aber lieb habe ich es doch gewonnen, das prächtige
Land, die herrlichen Berge, die wundervollen
Sern, die schönen Täler und die saubern
Dirndln. Die Bauern sind im großen
und ganzin ein braves, gulmütiges Volk, halten
kreu zu Kaiser und Neich, und wehe, wenn
die Welschen versuchen sollten, das Land n
zgreifen: Da würde es sein wie im Jahre
1609. Wie ein Mann würden sich alle er
wie reich ist doch euer Land
ben und d e geimat bio zm lehten Atemzug
verteidigen.“
„Meinit du, daß e: noch so sein wird, wie
vor hundert Jahren?! Hat sich da wohl nichts
geäntert?“
„Nein, bafür ## ich die Hand ins Feuer.
Lern unser Land und sein Volk erst Kunen, dann
wirst du es guch verstehen und lieben können.“
„Du ermäh hntest vorh'n, wenn der Welsch= dieses.
Land angreifen wollte . Italien ist doch
unser Vundcsgenor se, wie lönnte es.
„Jamo'l, Bundesgenosse, aber was für einer!
Man sielt. daß du aus der Großstadt kommst
und daß ou vor lauter Arbeit dickk um Leben
und Polktik nicht gelümmert hast. Aber sei nur
erst ein Jal#r hier unten, da uepE#st?#u anders denlen.
Ich habe auch nicht daran glauben wollen,
Dabe aber wohl müssen. Ich habe gehörl nd gesehen
genug! Ja. viele wollen es nicht cglauben,
und ich predihie tauben Ohren. Gebe Gott.b#arald,
daß du dein Lebenswerk glücklich und ehne
Unfall bald ## Ende führen lanust, dann „lieb
Valetland, maaft ruhlg sein!“
Kräftig schüttelten sie sich die Hände.#
Dann saben die bziden Freunde heiter pludernd
beim Rackmittagskaffee. Werner hatte sern
Gegenüber schon öfters verstohlen belrachtet; jeht
ließ er wieder einen brwundernden Biick über
die praͤchtige Erscheinung Balmers gleilen und
sagte schmun-elnd:
„Schade, daß ich kein Weib bin, dich nähme
ich gleich 3
feiches
„Aber nnsse sagte Balmer herzlich lachend,
em Manne, wer zwei gäben doch ein!
du Uist wirtlich löst-ih.
nötig, selch: Wünsche 3 haben. Dir dürfte es
i finden du bift auch nicht so ohne.
„Mag sein, lieber Freund, Aber weift, wenn
ich auch schon sehr viel geliebt habe, so konnte ich
mich nicht entschlieben, ein festes Verlältnis
einzugehen; lieber emig prüfen,
um sich #u binden, als prüfen, eu#g gich en Dinden,
hätte der Dickter sagen sollen. Und dann. du
kennst sicher 2 Spruch: Erst den Kuh und dann
die Kralle so sind see alle.
„„fui Hans! Das darfst du nicht sagen. D Der
diesen Vers „verbrochen“ hat, mag ja so schlim.
me Er fur rungen gemackt haben aber: Kein:
Restel ohne Ausnahme. Vielleickt war der Betrefsende
an Viclem se.blt schald und wollte es
jich nur nicht e;ngestehen.“ Nach luren Schweigen
sügte er ernster werdend hinza:
„IH liabe in meinem Leben noch nie geliebt,
aler ich denke mir, ez muß doch Frauen geben
mit Her: und tiefem Gemüt, in deren Seele der
Man en endringen kam m alien Fasern seine#
elhenen Ichz, uo er uie in einem schern Hafen
einen Rubeeplotz findet da ae#so ein Seelenbund,
gleichkam eine Gewissenseh= entsteht, s?
Ualr und test, daß die Engel des Himmels 6it
dariren e könnten und zu der es keiner
raeapheen oder irgend elner segnenden Har
„darf!
„Du sagst, daß du noh en'e Hellbt ite y17“
1„Nein, mein Lseber! De- t.
Jch Pab: nur meine Arbeit ztenh Das war
—
zu Halle
meine Liebe, in der ich ganz; aufgegangen bin.
nicht schmer falen, cine passende bebenegefährtin
Du hast es doch nicht
IJlr gehörte ali mein Sinnen und Trachten, ilr
mein gan'es Sein
„Das konntest allerdings nur du; den mit de“
ner eisernen Willenskraft. Aber trotzdem, das tur
nicht ohne Lieb.) Du verstehs# mich ja.
Won 4 ger und Seele da? Wozu sind Mann
und Weib da? Nou Hat der Schypfer aller
Dinge gerade die Liebe in jed# Wesen gepflanet:
Liel: vom Menschen Tum Menschen muß einmal
sein. Ich wilk à##r tufrichtia lagen. ich
sürchte für dich Weibt du, wie du mir vorlommst?
Du bist wie ein schlummernder Vulkan,
der, wenn er ei inmal nmun Ausbruck kommt,
alies rerstört. wwas in seiner Nähe: ist, ja noch
mehr sich selb't vernichtet. Geburt und Tod
ist da vereint.“
„Na, wollen schen, ob du Recht beheltst! Es
ist gut, daß die Zukunft uns verschleiert ist. Das
närde ja den Zweck allen Lebens Kampf und
Arlebit ilmsorisch machen. Denn nur darin
liegt die Freude, das Gläck. J# leb. der Ge—
genwart, mernum Werk#. Ist das vollendet, wer
i. til-. ob ich dann noch leden arrdeltten kann.
Die Voll endana meiner Aufgabe ist selbst mir
mal unfatbbar, ja gerade- 1 zuheimich
Und ic. ich dari mit ben, gerade #ch bn da. 1
—m—- er Welt d en We e zu bringen!!
Da soll ih dann r auf en we raten
mes von der ungeheuren Höhe herunterfleigen
in die Tiefe, :1 den Menschen?! Nenße
Gröhenwahnsinn oder wie du ez wilist — c
ist so, ich kann mur nicht helken. Ein jeder nach
seiner Fähtgkeit und Heiner Kraft.“
letung sotgt.1