Metadata : Diplomatische Aktenstücke.

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Nr.  154.

Herr  Klobukowski,  französischer  Gesandter  in  Brüssel,
an  Herrn  Rene  Viviani,  Ministerpräsidenten  und  Minister
des  Aeussern.
Brüssel,  den  4.  August  1914.

Der  deutsche  Gesandte  benachrichtigt  heute  morgen  das
belgische  Ministerium  des  Aeussern,  dass  sich  die  kaiserliche
Regierung  infolge  der  Weigerung  der  belgischen  Regierung  genötigt
  sehe,  die  gegenüber  den  französischen  Drohungen  unerlässlichen
  Sicherheitsmassnahmen  mit  Waffengewalt  durchzuführen.


Klobukowski.

Nr.  155.

Herr  Bapst,  französischer  Gesandter  in  Kopenhagen,
an  Herrn  Doumergue,  Minister  des  Aeussern.

Kopenhagen,  den  6.  August  1914.

Der  französische  Bolschafter  in  Berlin  bittet  mich,  Ew.  Exzellenz
  das  folgende  Telegramm  zu  übermitteln  :

Ich  bin  durch  die  deutsche  Regierung  nach  Dänemark  befördert
  worden  und  komme  soeben  in  Kopenhagen  an.  Das
ganze  Personal  der  Botschaft  und  der  Geschäftsträger  Russlands
  in  Darmstadt  mit  seiner  Familie  begleiteten  mich.  Man
ist  uns  gegenüber  derart  verfahren,  dass  ich  es  für  nützlich  erachte,
  Ew.  Exzellenz  darüber  telegraphisch  einen  voliständigen
Bericht  zu  erstatten.

Als  ich  Montag  morgen,  den  3.  August,  Ihren  Weisungen
entsprechend  an  Herrn  von  Jagow  einen  Protest  gegen  die
durch  deutsche  Truppen  auf  französischem  Boden  begangenen
Angriffstätlichkeiten  gerichtet  hatte,  stattete  mir  der  Staatssekretär
  einen  Besuch  ab.  Herr  von  Jagow  kam,  um  sich  über
Angriffstätlichkeiten  zu  beklagen,  die  nach  seiner  Behauptung
in  Deutschland,  namentlich  in  Nürnberg  und  Koblenz,  durch
französische  Flieger  begangen  worden  seien,  welche,  wie  er
sagte,  «  aus  Belgien  gekommen  wären  ».  —  Ich  antwortete,  ich