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wie verschwinden alle kleinen Sorgen und Derdrießlichkeiten,
welche unser Leben täglich geleiten, neben dem
ehernen Auftreten wahren Unglücks, und ich empfinde wie
ebenso viele Dorwürfe die Erinnerung an alle Klagen und
begehrlichen Wünsche, über welche ich so oft vergessen habe,
wie viel Oegen Gott uns gibt, und wie viel Gefahr uns
umringt, ohne zu treffen. Wir sollen uns an diese Welt
nicht hängen und nicht in ihr heimisch werden; noch 20 oder
50 Jahre im glücklichsten Falle, und wir sind beide über
die Lorgen dieses Lebens hinaus, und unsere Kinder sind
in unserm jetzigen Standpunkt angelangt und gewahren
mit Erstaunen, daß das eben so frisch begonnene Leben
schon bergab geht. Es wäre das #n= und Kusziehen nicht
wert, wenn es damit vorbei wäre; erinnerst du dich noch
dieser Worte eines Stolpmünder Reisegefährten? Der
Gedanke, daß der Tod ein Uebergang zu einem andern
Leben ist, wird deinen Schmerz freilich wenig lindern; denn
du konntest glauben, daß dein geliebter Sohn dir die zeit
bindurch, da du auf dieser Erde noch lebst, ein treuer und
lieber Begleiter sein und dein Andenken hier in Segen
fortpflanzen werde. Der Kreis derer, die wir lieben, verengt
sich und erhält keinen Zuwachs, bis wir Enkel haben. Man
schließt in unsern Jahren keine neuen Verbindungen mehr,
die uns die absterbenden ersetzen könnten. Laß uns darum
um so enger in Liebe zusammenhalten, bis auch uns der
Lod von einander trennt, wie jetzt deinen Sohn von uns.
Wer weiß, wie bald? Willst du nicht mit Malle nach Stolpmünde
kommen, still mit uns einige Wochen oder Uage
leben? Jedenfalls komme ich in 3 bis 4 Wochen zu dir