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aus einer einheitlichen Grunderfahrung. Aber ist das bei
einem reichen, erfahrungsreichen Wirklichkeitsmenschen zu
verlangen? Wir hörten bereits 165) sein Bekenntnis zum
christlichen Staat aus a. 47. Kls Mallinckrodt 1872 ihn
daran gemahnte, erwiderte er 166): „Was in jenen meinen
Heußerungen an lebendiger Erkenntnis und Bekenntnis
zu dem lebendigen christlichen Glauben liegt, dazu bekenne
ich mich noch heute ganz offen und scheue dieses Bekenntnis
weder vor der Oeffentlichkeit noch in meinem hause an
irgend einem Tage.“ Ob freilich in dem Wappenschild
Bismarcks bereits ein Bekenntnis zum christlichen Glauben
liegt, bleibt fraglich 167). Kls nämlich nach seiner Ernennung
zum Großkreuz des Danebrogordens sein Wappenschild
in der Kopenhagener Stiftskirche aufgehängt werden
sollte, ersann er sich die Devise: in trinitate robur — und
erläuterte das seinen Cischgenossen gegenüber einfach:
„im Dreiblatt Eiche, das alte Wappenzeichen meiner Lamilie.“
Da will Busch geraten haben: „Und im dreieinigen
Gott meine Stärke“", worauf Bismarck freundlich ernst
seine Dermutung bestätigt habe: „Ganz recht, so meinte
ich es.“ Die Devise würde freilich wohl zum TLeben des
christlichen Staatsmannes stimmen.
Wir haben bei seiner Bekehrungsgeschichte Kenntnis
erhalten von einem außergewöhnlichen Eindringen Bismarcks
in die Uiefen der christlichen heilslehre. Dies heil
!*n% als persönliche Erfahrung von der erlösenden Kraft
heilands, der uns richtet und aufrichtet aus tiefem
Sall, war ihm durch seinen eigenen Bruch mit einer fündigen,
gottftemden Dergangenheit und durch das ganz neue Ge-