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einem gemeinsamen Gegenstoß mit den Nachbardivisionen
zur Verfügung gestellt.
Er leitete denselben von Moinslains aus. Die noch im
Anmarsch befindlichen Reserve-Infanterieregimenter 248,
I. Bataillon Reserve-Infanterieregiments 241 und III. Bataillon
Reserve-Infanterieregiments 243, die vor drei Stunden
nicht eintreffen konnten, wurden nicht abgewartet, da
die Nebendivisionen alsbald vorbrechen wollten.
Inzwischen war der Feind mit starken Kolonnen schon
bis Bouchavesnes vorgedrungen. Zeit war nicht zu verlieren.
6,25 Uhr abends ging die gesamte 33. Reservedivision zum
Gegenangriff frontal vor. Weiter links war die 13. Infanteriedivision
über die Straße Bouchavesnes—Clery zunächst
vorwärtsgekommen. Bei der "4. Reservedivision war
der Angriff steckengeblieben. Mittlerweile hatte der Feind
Bouchavesnes ganz besetzt.
Gegen den Ort setzte Generalleutnant Leuthold nunmehr
den umfassenden Gegenangriff an und ließ die Artillerie
vorarbeiten. Als die Stoßbataillone, III. Bataillon Reterve-Infanterieregiments
241, III. Bataillon Reserve-Infanterieregiments
243 und I. Bataillon Reserve-Infanterieregimento
241 zwischen 8 Uhr und 9 Uhr abends unter Oberstleutnant
Lüddecke zum Angriff auf das Dorf ansetzten, traf
der Korpsbefehl zur Abstellung des Angriffes ein. Zunächst
waren keinerlei Reserven auf der ganzen Gruppenfront
mehr verfügbar. Es galt abzuwarten, so schwer das auch
den Truppen wurde, die sich nunmehr rings um Bouchavesnes
auf Sturmentfernung eingruben. Die Feldartillerie,
die gegen Abend hatte zurückgenommen werden müssen, hielt
die ganze Nacht hindurch das Dorf aus ihren neuen Stellungen
östlich Moinslains unter Beschuß.
Der 13. September verlief für die bunt durcheinander
vor Bouchavesnes im Kampf liegende Division ruhiger, als
zu erwarten gewesen war. Der Feind suchte seinen gestrigen
Erfolg weiter nördlich durch Sturm auf Rancourt zu vervollständigen.
Reserve-Infanterieregiment 243 ging nach
Abwehr eines feindlichen Angriffs aus Bouchavesnes heraus
sogar zum Gegenstoß gegen das Gehöft südöstlich des Dorfes
vor. Weitere Vorstoßabsichten wurden aber vom Generalkommando
unterbunden. Linbs wehrte die 13. Infanteriedivision
heftige Angriffe auf Clêäry ab, ebenso die s4. Reservedivision
bei Rancourt. Es galt, die heranrückenden Verstärkungen
des XVIII. Armeekorps zunächst abzuwarten.
Bereits mittags trafen davon Infanterieregiment 116 und
III. Bataillon Infanterieregiments 117 am Kanal bei Allaines
ein. Die Krise war überwunden, allerdings unter
schweren Opfern.
Tags darauf wurden die Reste der Infanterie der 33.
Reservedivision in vorderer Linie von I. und III. Bataillon
Infanterieregiments 116 und III. Bataillon Infanterieregiments
117 abgelöst. Der Tag verlief ruhig. Der Feind
war damit beschäftigt, seine Verstärkungen in die neugewonnene
Stellung vorzuschieben. Erst am Nachmittag machte
er auf der ganzen Front der Gruppe neue Vorstöße, die
von allen drei Divisionen abgewiesen wurden.
Am 15. September übernahm die 2 5. Infanteriedivision
die Stellung der 53. Reservedivision. Deren Regimenter
rückten in Ortsbiwaks in Templeur (241 und 242) und
Aizecourt (243 und 244) und begannen die Neuordnung der
Verbände.
Die Schlachtverluste waren sehr schwer.
Dafür trafen noch im September 40 Offiziere, 91
Unteroffiziere und 2183 Ersatzmannschaften, im Oktober
weitere 40 Offiziere, 22 Unteroffiziere und 3369 Mann ein.
Schon in der Nacht zum 17. September mußten die
Regimenter wieder an rückwärtigen Stellungen schanzen.
Sic begrüßten deshalb den Befehl zum Abrücken in die
ruhige Front bei Lens mit Freuden. Die Truppen verließen
den Raum der ersten Armee mit Zügen bis Bahnhof
Libercourt, halbwegs Lille—Oouai am 19. September.
Das Generalkommando des XXVII. Reservekorps übergab
bereito am 15. September das Gruppenkommando
an den Kommandierenden General des XVIII. Armeekorps,
General der Infanterie von Schenck und übernahm später
die Front westlich von Douai. «
3. Die 53. Reservedivision bei Lens Oktober 1916
und in der Champagne November 1916
Das Generalkommando übernahm am 26. September
den Abschnitt des IX. Reservekorps Douai. Die sächsische
53. Reservedivision löste bereits vom 21. September ab
die 18. Reservedivision westlich von Lens ab.
Die Stellung war 6600 Meter breit, erforderte also
viele Kräfte. Die Munitionsknappheit zwang zu ruhigem
Verhalten gegenüber den Engländern, die sich bis auf gelegentliche
Feuerüberfälle zunächst ruhig verhlelten, alsbald
aber übermütig wurden, als das Artilleriefeuer auêblieb,
um sie in Schach zu halten.
Kaum hatten sich die Truppen in dem neuen Abschnitt
eingelebt, so wurde die 33. Reservedivision nach der Champagne
abberufen.
Sie übernahm dort vom 9. Oktober ab von der 6. Infanteriedivision
den Abschnitt südlich von Pont Faverger,
den Sachsen seit Herbst 1914 wohl vertraut. Die Division
schied damit vorübergehend aus dem Verband des XXVII.
Reservekorps aus, das mit der "4. Reservedivision zunächst
noch an der Lensfront verblieb.
Die 53. Reservedivision war in der Champagne im Verbande
der dritten Armee dem III. Armeeborps unterstellt.
Ihre neue Stellung war neun Kilometer breit, lag auf dem
Höhenzug südlich von Moronvillers und reichte ostwärts
bis zur Suippes. Die Stellung war vorzüglich ausgebaut
und reich mit bombensicheren Unterständen versehen. Allerdings
stammte ihre Anlage aus dem Jahre 1914, wo die
neuen Erfahrungen aus Flandern und von der Somme
noch nicht zur Verfügung standen. Aufgabe der Diopision
war deshalb hier Anlage einer Blockhausstellung, einer
Reihe von 15 schußsicheren Maschinengewehr-Stützpunkten
mit vorgelagertem Hindernisgürtel. Sie verlief auf den
Südosthängen des Hochbergs, am Südhang des Fichtelbergs
vorüber über Mittelwald und Hindenburghöhe bis
zur Suippes. Ihr Ausbau wurde mit Feuereifer in Angriff
genommen. Den Nutzen davon hatten im nächsten Frühjahr,
wie wir uns von der 23., 32.und 58. Infanteriedivision
her erinnern, drei sächsische Divisiogen, die bei der großen
Reimser Frühjahrsoffensive dort den Abwehrkampf führten.
Zunächst wurde nur die 105. Reserve-Infanteriebrigade
im Abschnitt eingesetzt. Die 106. Reserve-Infanteriebrigade
sollte auf dem Truppenübungsplatz südlich von Rethel die
Ausbildung der neugebildeten Kompagnien und Bataillone
durchführen. Als letzte Truppenteile trafen die II. Abteilung
Reserve-Feldartillerieregiments 33 am 11. Oktober von Lens
her ein und am 15. Oktober das Feldrekrutendepot in Juniville,
von wo es später nach Poir Terron verlegt wurde.
Vor der Front standen Russen (eine Brigade), daneben
Franzosen. Die Breite des Abschnitts machte alsbald das
Heranziehen des Reserve-Infanterieregiments 244 erforderlich.
Es übernahm das linke Drittel der Stellung. Auch
das Reserve-Infanterieregiment 242 wurde alsbald wieder
vorn eingesetzt, und zwar beim VIII. Reservekorps zur Entlastung
der 56. Infanteriedivision südöstlich von Reims. Das
Reserve-Infanterieregiment 242 hatte dort an vorgeschobener
Stelle einen Raum von sechs Kilometer Breite zu decken,
gewiß eine schwierige Aufgabe für ein eben erst fast neu
wiedergebildetes Regiment. Ende Monats wurde das Reserve-Infanterieregiment
242 der Division wieder zur Verfügung
gestellt. Es löste Reserve-Infanterieregiment 244