4 Die Aussprache der Bokale und Diphthongen.
sonant scharf und seiner Eigentümlichkeit gemäß
erklingen. Es ist also die nur zu häufig vorkommende
Nachläffigtet und Maulfaulheit zu vermeiden.
§ 4. Ein Vokal einzeln oder mit mehreren Konsonanten
verbunden bildet eine Silbe. Jede Silbe erfordert einen eignen
Atemstoß. Die Silben eines Wortes werden derart ausgesprochen,
daß die Atemstöße unmittelbar auf einander folgen, daß
kein Absetzen #chen ihnen bemerkbar ist. Man kann also
während des Aussprechens eines Wortes nicht Atem schöpfen.
Dieses unmittelbare Aufeinanderfolgen der Silben
nennt man den Zusammenhang, die Kontinuität.
I.
Die Aussprache der Vokale und Diphthongen.
§ 5. Die reinen Vokale (a, e, i, o, u) und die Umlaute
(ä, 5, ü) haben eine doppelte Aussprache, sie sind entweder
gedehm oder geschärft.
uf den gedehnten Vokalen weilt die Stimme oder der Ton
länger, als auf den geschärften, über welche die Stimme rascher
wegeilt. Die gedehnten Vokale unterscheiden sich also von den
geschärften durch größere Tondauer.
Gedehnt sind z. B. Qual, wer, dir, hoch, Hut, Bär,
Stör, grün.
Gesürt sind z. B. Hals, Herr, Licht, Wolf, Kluft,
kränzt, dörrt, nützt.
§ 6. Die Orthographie giebt in den meisten Fällen darüber
Auskunft, ob ein Vokal gedehnt oder geschärft ausgesprochen
werden mi e.
Ein Vokal vor einem Enfachen Konsonanten ist gedehnt.
9 Schlaf, schwer, wir, Tod, klug, träg, schön,
w
Zum Zeichen der Dehnung verdoppelt wohl auch die Orthographie
die Vokale a, e und o oder setzt ein h, und bei dem i
ein e hinzu. Aal, Wahl, Heer, sehr, ihn, Ziel, Hohn,
Huhn, wähnt, höhnt, Pfuhl-Ein
Vokal vor einem Doppelkonsonanten ist geschärft.
Schlaff, schnell, Schiff, toll, dumm, Gepäck, Gespött,
dünn.