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eine der Lage entsprechende Entscheidung zu treffen. RKier wurde
dann am 14. August in einer Sitzung, in der der Kaiser den Vorsitz
führte, beschlossen, daß alle zur Herbeiführung des Friedens nötigen
Schritte getan würden. Der Kampf wurde aber deswegen nicht aufgegeben.
Moch immer glaubte man an die Möglichkeit eines ehrenvollen
Friedens, und eine solche war auch tatsächlich vorhanden.
Frankreich und England waren am Ende ihrer Kräfte und würden
bald auf einigermaßen glimpfliche Bedingungen eingegangen sein,
wenn nicht die augenfällige und offenbare Schwäche des deutschen
Dolkes sie zur Anspannung ihrer letzten Kräfte veranlaßt hätte. Der
baldige Susammenbruch der Mittelmächte war aus dem ganzen Derhalten
des Dolkes und aus den Kundgebungen, deren sich auch
deutsche und österreichische sogenannte Staatsmänner schuldig gemacht
hatten, deutlich zu erkennen. Die inneren Derhältnisse der
Mittelstaaten waren der Entente vollkommen bekannt, während diese
selbst die törichtsten Roffnungen hegten, und gaben ihr den Mut und
die Kraft zum Durchhalten. Da die ganze Welt hinter ihnen stand,
hielten sie an ihrem Vernichtungswillen fest. Demgegenüber mußten
alle militärischen Anstrengungen der Mittelmächte versagen, da
ihren Regierungen der Siegeswillen fehlte und ihren Dölkern die
sittliche Kraft, die allen Gefahren zu trotzen vermag. An diesem
Fehlen sittlicher Wraft ist Deutschland zugrunde gegangen.
Was wollte es demgegenüber sagen, daß am 12. Mai der Kaiser
von Esterreich, der eben noch seinen Zundesgenossen verraten hatte,
nach Spaa gekommen war und mehrere Divisionen für die Westfront
2 stellen versprochen hatte! Wie sehr man in diesen Kreisen den
Ernst der Cage unterschätzte, zeigt am besten der Umstand, daß man
sich zwischen Deutschland und Ssterreich über die polnische Frage
nicht zu einigen vermochte und Esterreich an der sogenannten austropolnischen
Lösung festhielt, nach der ein österreichischer Erzherzog
den polnischen Thron besteigen sollte. Als ob es sich in diesem Augenblick
noch um solche Mebenfragen gehandelt hätte und nicht um das
politische Dasein der Mittelstaaten überhaupt!
Der Rückzug in die Siegfriedstellung.
Für die nächsten Tage sind die Quellen sehr mangelhaft und
lassen nur eine ganz allgemeine Darstellung der Ereignisse zu.
SEHileich nach dem 8. August übernahm General von Boehn eine
aus der 2., 18. und 9. Armee neu gebildete BHeeresgruppe, und an
der Cys wurden die Truppen um einige Kilometer zurückgenommen,
weil die Lage dort in der Tat unhaltbar und nur als Derbereitungsstellung
für einen Angriff zu rechtfertigen war. Eine weitere Zurückverlegung
unter Hreisgabe des Kemmel wurde vorbereitet. Die
17. Armee erhielt den Auftrag, sich nicht in ihrer vordersten Cinie,