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erreicht hatte, in den letzten beiden Monaten und insbesondere,
nachdem der Bedarf für die Ernte 1917 im wesentlichen
gedeckt war, wieder erheblich zurückgegangen.
Die z. Zt. günstige Verkehrslage auf den deutschen
Bahnen macht es dringend erwünscht, wieder eine Steigerung
dieser Transporte herbeizuführen, um zu erreichen,
daß bis zu dem mit Sicherheit im Spätsommer und Herbst
zu erwartenden Wiedereintritt schwieriger Betriebsverhältnisse
der Bedarf an Düngemitteln für die Ernte 1918 den
landwirtschaftlichen Verbrauchsstellen bereits im wesentlichen
zugeführt ist.
Weagen und Lokomotivkräfte stehen in ausreichender
Menge zur Verfügung, und es kann damit gerechnet werden,
daß diese günstigen Verhältnisse bis Ende August andauern.
Auch die Produktion der Düngemittelfabriken kann
auf einer Höhe gehalten werden, um die hiernach notwendige
Steigerung der Transporte zu ermöglichen.
In richtiger Erkenntnis dieser Sachlage und auf Grund
der Erfahrungen der Vergangenheit hat der Vertreter des
Landwirtschaftsministers in einer am 11. Mai ds. Is. stattgehabten
Sitzung betreffend allgemeine Düngeangelegenheiten
an alle Betefligten die dringende Mahnung gerichtet,
die Düngertransporte in den Monaten Inni, Juli und
August auf ein Höchstmaß zu steigern.
Diesen Mahnruf unterstittzt die Abteilung auf das
Dringlichste und bittet das Kriegsamt, alle ihr unterstellten
Dienststellen — Kriegsamtstellen und Kriegswirtschaftsstellen
— anzuweisen, auf eine Drößtmögliche Steigerung
der Produktion und der Beförderung der Düngemittel nachdrücklichst
hinzuwirken.
Die tunlichst schleunige Erledigung dieser Transporte
bildet einen Teil der vorsorglichen Maßnahmen, durch die
brüberen Verkehrsschwierigkeiten im Herbst vorgebengt werden
soll.“
Die Ausführungen sind so beachtenswert, daß es das
Kriegsamt für notwendig hält, die Landwirte der Probinz
durch die Kriegswirtschaftsämter mit allem Nachdruck darauf
hinzuweisen, schon jetzt ihren Kalibedarf für die Herbstbestellung
heranzuziehen.
Das Ladegewicht der Eisenbahnwagen ist vollständig
auszunutzen (möglichst bis. zur Grenze der angeschriebenen
Tragfähigkeit). Nach einer Verfügung des Ministeriums
der äffentlichen Arbeiten vom 16. Januar 1917 dürfen
Wagenbestellungen für Kali und Thomasmehl bis auf
Weiterrs nur angenommen werden, wenn das Ladegewicht
der bestellten Wagen durch die aufzugebenden Sendungen
ausgenutzt wird.
" *
Frurbeiterfrage
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HMannschaften
der Feldartinerie.
Kriegsminilterlum. Rriegsamt.
Kriegs-erlat- und firdelts-Departement.
Rr. 672. 3. 17, H.2 8. I. vom 25. 3. 1917.
Der Feld-Urtillerie-Abteilung des Kriegsministeriums
(AX gehen von den stellvertretenden Generalkommandos
Krlegsamt. Mmiliche Mmilttelfungen und Machrichten 7
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noch immer Anträge auf Entlassung von Mannschaften der
Feldartillerie für gewerbliche Zwecke zu, obwohl sie in
keinem Falle für die Bearbeitung derartiger Gesuche zuständig
ist.
Im allgemeinen werden diese Gesuche von den stellvertretenden
Generalkommandos entschieden und das
Kriegs-Ersatz= und Arbeits-Departement nur als Beschwerde-Insbanz
in Anspruch genommen. Nur für Angehörige
der Feldartillerie-Ersatz--Regimenter Jüterbog, Altengrabow
und Zossen sind die stellvertretenden Generalkommandos
nicht zuständig; Gesuche, welche Angehörige
dieser Regimenter betreffen, sind stets unmiklelbar an das
KriegS-Ersatz- und Arbeits-Departement zu richten.
Rusfichtslole Reklamationsgesuche.
Bei den stellvertretenden Generalkommandos wird
häufig von Firmen beantragt, ihnen Leute zu überweisen
und für sie zurückzustellen, von denen ihnen bekaunt ist, daß
sie bereits für andere Firmen entlassen und zurückgestellt
sind. Derartigen Anträgen kann nicht entsprochen werden.
sind, können die stellvertretenden Generalkommandos zwar
wieder zum Heeresdienst einziehen, falls besondere militärische
Gründe vorliegen, nicht aber von einem Betriebe
zu einem andern überweisen. Zur Vermeidung unnützer
Arbeit werden die Firmen gebeten, derartige Gesuche in
Zukunft zu unterlassen.
* Fabrilpflegerinnen.
solcher für Breslau von der dortigen Frauenarbeitshauptstelle
bei der Kriegsamtstelle in der Zeit vom 11. bis
90. Juni geplant. Wegen näherer Angaben wird auf die
Notiz S. 11 in Nr. 16 der Amtlichen Mitteilungen und
Nachrichten des Kriegsamtes verwiesen.
25 Teilnehmerinnen des in Magdeburg am 12. Mai
abgeschlossenen Kurfus sind bereits in der Fabrikpflege
tätig.
Ffrauenarbeit auf den Bergwerken.
Der Herr Minister für Handel und Gewerbe hat
kürzlich in einem Schreiben an die Kgl. Oberbergämter
bestimmt, daß die Zusammenarbeit der Bergämter und
Bergrevierbeamten mit den Frauenarbeitshaupt- und
Nebenstellen nach denselben Gesichtspunkten zu erfolgen
habe, wie die schon früher geregelte Zusammenarbeit dieser
Frauenarbeitsstellen mit den Gewerbeaufsichtsbeamten.
Auch die Bestellung von Fabrikpflegerinnen für Betriebe
mit größerer weiblicher Arbeiterschaft solle von den
Bergbehörden im Verein mit den Frauenarbeitsstellen#
Lefördert werden.