Aummer 27
mehrun g sich innerhalb der durch z die c Berlehrs
steigerugg gebotenen Grenzen halte.
Deutschland.
—EE—
l Bische Ankeihe.
Das Kätselraten. 4% den Erfolg der Zeich
nung auf die preußische Schatzscheinanleihe hat
ein Ende. Die Anleihe ist etwa sechsundsiebzigmal
gericchne worden. Das Wolssbüro meldet:
Auf die zur öfsentlichen Zeichnung ausgelegten
350 Millionen preußischer AIproz. auslosbarer
Schatzanweisungen sind etwa 25 Milliarden
gezeichnet worden, darunter rund 19 Mill.
mit sechsmonatiger Sperrverpflichtung Wenn
auch diese gewallige Ueberzeichuung nicht maßebend
ist für die Höhe des wirllichen Kapitalangebotes,
so läßt doch der ungewöhnlich grohze
ag der Sperrzeichnungen erkennen, daß die
leberzeichnungen nicht sowohl zu spemlative n
weden als vielmehr in der Absicht seitens der
nzelnen Zeichner ersolgten, bei dem allgemeinen
starken Wettbewerb um den Anleihebetrag einen
möglichst grolzen Teil zur ernsten Kavitals—
anlage für sich zu gewinnen. Sache de:- Zuleilung
an die JZeichnungsstellen und die Unterverteilung
an die einzelnen Zeichner wird es sein, oie Zeichnungen
richtig einzuschätzen und die aus eine
dauernde Kapitalamage gerichteten Zeichnungen
und inobesondere die kleinen Sparer nach
Möglichkeit zu berücksichtigen. Die „Erlf. Ztg.“
macht den Vorschlag, gleich den gefamten Gelobedarf
Preußens zu decken und noch etwa 200
Millionen Mark mehr auszugeben. Dadurch
würden auch die Schwierigkeiten bei der Iuteilung
behoben und der Anjagemarit beruhigt,
da hernoch vor Jahresftist keineweilerepreußische
in Aussicht genommen werden müßle.
Die neue Regierung in Elsaßringen.
Dem Staatssekretär Freiherr Zorn von Bulach
ist die nachgesuchte Dienstentlassung unter
Verleihung der Krone zum Noten Aclerorden
erster Klaise erteilt, auch ist er vom Kaifer
auf Vorschlag des Vundesrates in die erste
Kammer des elsaß lothringischen Landtages berufen
worden. Ferner hat der Kaiser bei Genchmigung
ihrer Abschiedegeiuche den Unternaatssekretär
Dr. Petri den K. Kronenorcecn erster
Klasse und dem Unterstaatsfelretär Dr. Mandel
den Stern zum Noten Adlerorden 2. Klali#
verliehen. Unterstaatssekretär Köhler wird in
seinem Amte verbleiben. Zum Staatssekretär
von Elsaß-Lothringen ist der Oberpräfidialrat
Graf von Nödern ernannt worden.
auch die Leitung der Abteilung des
im elfaß- lothringsche n Ministerium übe rnehmen.
Zum Veiter der Abteilung iür Landwirt'chaft
und öifentliche Arbeiten, die, bisher von dem
Staatssekretär geleitet wurdc. ist der um Untersiaatsselretär
ernannte bieherige Vortragende
Rat im Reichsamt des Junern Geh. Oberrezi: "Q
rungerat Freiherr von Stein aurersehen. Die
Entscheidung uber ### Nachfolge des Untersiactsselretärs
Dr. Peiri ist noch vorbehalten.
Dem Gedächkris Karls des Großen.
Nachen, 1. Februar.
Zum Gedächtnis des 1100jährigen Tode
tages Kaiser Karl des Großen, ihres Schutzpatrones
legte die Slatt fest lichen Schmuc an.
Besonders der Markkplatz bot einen prächtigen
Anblick. Die Feier wurde mit einem Pontililalamt
im Münster eröffnet, von dem Kölner Erzbischof
Dr. von Hartmann zelebriert, an dem
auch der Weihbischof von Köln und der Bi'chf
von Lüttich leilnahmen. Darauf bewegte sich
ein gewaltiger Festzng, an dem etwa 120 Vereine
mit uber 5000 Personen teilnahmen durch
die
—— –
Aus sounigen emden.
Eindrücke von einer Mitlelmcerfahrt mit dem
Rorddeutichen Lloyd.
Von Achim v. Winterfeld.
(Forlsetzung.)
Ein siilles Viertelstündchen in der Franzizkanerkirche
gleich zur Linien der Hauptstraße
mit dem sehenswerten Kreuzgang, i in bessen
einer Ecke so goldig die Früchte eines Orangenbaumes
glänzen, und mit seiner alten Apotheie,
die zu den ältesten Europas gehörk, oder
eine kleine Ruhepause im Dominikanerkloster
oberhalb des alten Hafens, ein Rundblick im
Hofe des altersgrauen eltorenpalaster mit
der wundervollen Fassade und den rei chverzierten
Kapitälen, das sind Erinnerungen, die man
wohl kaum jemals wieder vergißnt. Und auch
ein Blick von den allen venezianischen Stadtmauern
über das weite, im Sonnenschein seiodig
erglänzende Meer und die schöngeformte Küstenlinie
gehört zu den Genüssen, die sich
uns nicht alle Tage bieten.
Und des Abends, wenn freundliches Licht
durch die CGassen glihert, dann ist es Zeit,
die Houptstraße, den Siradone, entlang zu
schlendern und sich zu ergötzen an dem bunten
Leben, das sich hier abspielt, und durch die verschiedenen
hier vertretenen Volkstypen fast inlernationalen
Charakter annimmt.
Auch die Umgebung — verdient einen
Besuch. Vor allem ist da die liebliche Jusel
La##ema, Pan beren Felswänden in kchher##o
. zr-—
Loth=
Er wird
Innern
Straßen ver Alttadt zum Ra: baufe r wo
men mag. luch
NRosenh#s
die vereinigten“ Männergesangvereine am Staudbilde
Karls des Großen eine Jymne vortrugen.
Im Krönungssaale des Nathauses versammelten
sich die Spitzen der Behörden, die Bischöfe,
die Stadtvertretung, Abordnungen der Vereine
usw. Dort hiel nach Vorträgen des städt.
Orchesters Stadt- Archivar Huyolens die Festrede,
in der er ein Lebensbild Karle des Großen gab
und, auf unsere Zeit übergehend, der Segnungen
gedachte, deren Aachen und das ganze Reich
heute sich erfreut. Abends sand im großen Saale
des FKurhauser eine Vorführung von Bildern
aus Karis des Großen Leben unter Musilbegleitung
und Erläuterung ourch Dichtungen slatt.
Es ist das erstemal seil 1719, daß Aachen das
Gedächtnis des großen Kaisers feiert.
Sozlase Kuroschen
Berlin, 1. Febr. Der Abg. Bassermann hat
im Reichstage mit Unie - ung der nalionalliberalen
Reichstagesraktion zur Frage der: Arbeits
wiliigenschutes zur zweiten Beratung
des Etats des Neichsamtes des Innern folgende
Resolution eingebracht: Den Lerrueichskanzler
zu ersuchen, die von ihm in seiner Rede
zur ersten Lefung des Etato in Aussicht geit. Alte
Deulschrift baldigsi vorzulegen und in de **5v iben
folaende Fragen zu behandeln, bezw. Steliung
zu denjelben zu nehmen: 1. welche us wüchse des
Koalitionsrechtes sind in Dentschland zutag: getreten?
2. haben sich die besiehenden gesetzlichen
Bestimmungen als aus reichend erwiesen, um diese
Auswüchse, eincrlei, ob solche bei Arbeitgebern
oder Arbeitnehmern zutage getreten sind, zu belämpfen?
3. war die Hen dhabung der geseizlichen
Besiimmungen in den deutschen Vunder ftanten
eine einheitliche, und wenn dies nicht der Fall
mar, weiche Mahregeln empfehlen sich, um eine
vinheitliche Handhabung der gesetziichen Bestunmungen
zum Sckutze
der Koalitionsfreiheit und
zur Abwehr des Koalitions zwanges herbeunführen?
4. empfiehlt es sich, eine zivilreTliche
Haitung der Koalitionen für Schaden, oen diselben
im Widerspruch mil den Gesetzen und guen
Sitten durch Beaustragte herbeiführen. ein.
arführen 5. weiche Ersahru igen liegen Crzäglich
des wirtschaftli 4 n und politi hen Bonlottsvor?
6. wie ist die Lage der aur ländischen Gesegebung,
und welche Ertahrungen iind im Auslande
bezüglich der unter Zi'ser 1—5 ausgeführten
Noterien gemacht worden?
Daderb orn, 1. Febr. Kardinal Dr. Konp
setzte sich gesiern dem Volkleblatte zufolge. um
zu einer Versiän di— ng in der Gewerl—
schaftsfrage iu kommen, mit dem Bischofe
von Paderborn in nr Verdindung.
Innsbruck, 1. Febr. Es fin d Anzeichen Lafür
vorhanden, daß der nun seit dem 2.#D
zember dauernde Bu druen r-Ausst 8
— die Gehilsen in Tirol wurden an diesem Tage
wegen Verweigerung der Arbeit entlasse n — sei—
nem Ende zugeht. Die Gehiltenschaft, welche
die Intervention des Tarisamtes in Wien zuersi
abgelehnt hat, nahm nunmehr diele Augebot an,
a bei den Sciicnden sich eine starle Unlut zur
des bemerlbar 1
Verha- akagen i. Abiiii sind nun do w
diehen, daß der Aursland voraussichtlich
Februar beendel sein wird. Es dürfte dann allerdinge
noch Wochen. fa vielleicht Monate dauern,
bis die Dahl der rt eiier in die Druckereien
Tirols je sje Löhe erreicht haben reird, wie srü—
her, denn c: sehlt jeßt an Arbeit für so viele
Häm ke. Dabei Wanderien viele große Aufträge
ins Ausland und sind vielleichi für immer verloren.
— Eine 'ocre Meidung aus Wien besagt
dann: Die Einigungeverhandlungen
im öflerrei * Buchdruckgewerbe,
die unter der Leilung de Handelsministetiums
unter Afiisten des Tarifamics der deutschen
Buchdrucker gesührt wird, ergaben am vierten
Zeiten, in Säcke eingenäht, die Schmerver recherin
Meer gestürzt sein sollen. Dat Schlotz,
„as si ch inmitten prachtrolter Garlenlagen
und vermildeter Waldungen auf der Juill befindet,
war ursprünglich ein Benedillinerlloster.
Nach der Ueberlieserung soll hier Pickerd Löwenherz
auf der Rückkehr vom Seilsgen Lande
von einem schweren Sturm ans Ufer grworfen
worden sein und zum Dank für seine Reitung
in Ragusa die 1007 durch ein Erdbeben zerftörte
Kathedrale gestiftet haben. Später war der
Besiher von Insel und Schloß Erzhetzog Ferdinand
Marx, der nachmalige Kaiser von Me-Lilo,
in neuerer Zeit war es Lusischloß des
Kronprinzen Rudoi.
Was die dalmalinischen Nalionaltrachten anlangt,
so kann man nur wünschen, daß sie nicht
das rraurige Schicksal so vieler nur noch in
Truhen und Museen zu findender Landesilcioung
teilen werden, sondern recht lange bei der Bevöllerung
in Ehren, Ansehen und Gebrauch slebhen
mögen. Demn sie sind nicht nur eigenartig,
sondern auch schön. Noch finden wir hier die
Scheidung des verheirateten und unverheirateten
Weibes durch die Farbe des Käppchens,
das bei den Unverheirateten rot ist, während
das Untergewand bei den Ehefrauen blau, bei
den Mädchen weißt ist. Schön nehmen sich ans
die rotgestickten Hemden mit den weiten Aermeln
und die Aermellosen bunten Oberlleider.
Dazu die roten Leibchen aus Leinwand und
Flanell und oft kostbarer Halsschmnck, der nicht
selten aus alter Familienhinterlassenschalt tamdie
weiten blauen Hosen der
Manner, die so schen kontraslieren zu den wei-
Dienstas, 3 Februar In
Sitzungstage eine Versländigung in den Hauptfragen.
Die endgültige Beilegung des r**
lonsliltes ist in Kürze zu erwarten. -
Heciinieoevtsaivkiigim
Berlin, 1. Febr. Ein schwerer Revolverlampf
spielte sich heute Vormittag in der Laubenkolonie
auf Neuköllner Gebiet ab. - 19jährige
Sohn des rt anl#wirtes Prätzel hatte seinem
Vater eine assette mit 300 Mn gesiohlen.
Er hielt sich in der Laube seines Valers
verborgen. Als der Vater mit einem Schupmann
an die verriegelte Laube heranlam, seuerte
der Dieb auf den Veamten und eröffnete
auf acht Kriminalbeamte, melche herbeigeholt
worden waren, ein Schnellfener mit einem Revolver,
das die Beamten aues der Deckung erwiderten.
Als dem Dieb die Munition ausgegangen
war, drangen die Beamten in die
Laube ein und sanden ihn sierbend auf. Er
hatte eine Kugel in den Leib erhalten und sich
selbs# seine letzte Kugel in die Schläse geschossen.
Mergentheim, 1. Febr. Bei den Fundamentierungoarbeiten
sür den umfangreichen
Ban der Leitung von Dr. Reicher stehenden
Kuranstalt für Magen-, Darm= und Stoffmechselkranke,
„Hohen lohe“ im Herrentale bei Mer-Hentheim
stieß man in der Tiese von 4 Metern
aus ein ganzes Dorf, das nach den Untersuchungen
des Leiters des K. Landessonfervatoriums
Prof. Dr. Gößler in Stuttgart der Bronze
Seit um etmwa 1500 v. Chr. angebört. Es kamen
die Reste von etwa 15 Su#en in Gestalt von
Steinsockeln, Sißzsteinen und von Herdplatten
zum Vorschein. Zwischen den Hütten sand man
meiterhin drei Urnengräber, besiehend aus je
einer Haupturne mit Kohlenasche und Knomenreßen
und mehreren lleinen Nebenurnen. An
Bionzesunden wurden Gewandnadeln, Armringe
und ein Raliermesser zutage gefördert.
Saarbrücken, 1. Seb#. In der Nacht zum
Sonntag wurde in dem von Vingerbrück hierber
gehenden Zuge kur: vor Oberftein die Notbremse
gezogen. Die Beamren sanden in einem Abteil
zweiter Klasse einen Herru mil Schußwunden
im Kopse und untei dem Herien. Er gab an,
bald nach der Abfahrt von Vingerbrick von
einem Manne überkallen, seiner Brieft asche mit
270 Mark Inhalt berautt, worden und in Ohnmacht
gesalien zu sein. Verwundete konnte
seine Personalien 0 ncht angeben.
Han nover, 1. Jebr. Heute sand ein Arbeiter
in einem Brumen in der Nähe der Körtingschen
Fabrik bei Körlingedors die Leiche
eines 5jährigen Mädchens mit durchschnittenem
Hals und aurgeschlitztem Leib. Eine Gerichtslommission
begab sich an den Platz und ermittelte,
daß es sich um die Leiche der seit
dem 12. Jannar als vermißt gemeldeten Toch
ter Hildegard des Arbeiters Wildhagen handelt.
Der Regierungsprösident hatte aufs die
Auffindung der Vermißten eine Belohnung von
500 Mf. aueger etzt.
Prag, J. Febr. Gegen den seit einer Wor
slüchligen Amtsdirektor von Franzenebad, Doktor
Habl, iin bei der Stealsanwalltschafst V
zeige uchen Belruges, Dokumentenfälschung und
des veriuchten Eittmordes erftattet. Auch gegen
die Witwe des Franzensbader Arztes Dr. Dieie,
welche Habl auf der Kluck! begleitet, ist Untersuchung
eingeleiltet. Ein Okffiziant des Egerer
reisgerichter „, welcher in die Angelegenheit verwickelt
ist, wurde ces Diensie- enthaben. Habl
soll u. u. d#s Testament des Dr. Diese zu Gun.
sten der Witue gefälicht haben. wei Zeugen
sagten aus. Dr. Habl habe ihnen je 2000° Kronen
für die Beschaffung von (Gist versprochen.Dr.
Habl ist von seiner Gattin geich- edenu'"## unterhielt
mit der Witwe des Dr. Diele ein Verhältnis.
Ztrümpfen, und die rote Wes. e, Leiobinde
das gleichfarbene Käppchen sind evenso
Piie ihre leider schon im Auosterben begrifftnen
Tänze, denen die jüngere Generatian nicht
riehr huldigt, auseerordentlich charakteriftisch.
Etwas vom schönsten, was sich als Pano
rama von cinem Schiife aus geniehen läßt. in
die etwa zweislündige Fahrt durch die berühmte
B ducht von Kattaro, die der Norddeusche Llond
auch im lommenden Riühjahr= wieder mit jeinem
Damufer „Sch leswig“ auf einer Vergnügungsfahrl
durch die interessantesten Teile des Milteimieeres
auffuchen wird. Es ist, als sei Norwegens
verträumte Schwermut in die lachenden Gelilde
des Südeno veriett. alo raglen Agaven, Pinien,
Zypressen in Jbsens und Bijörnsens Heimat.
Bald verengt sich das Meer wie zu einem
Flusse, bald weitet es sich wieder aus zu lieblihen
Buchten. Und in diesen Buchten liegen
freundliche kleine Städte, umgeben von Myrten
und (Granatbäumen, rosenumblüht. In der stillen
Flut schwimmen winzige Inseln, mit einem
besch aulichen, von Zopressen umstandenen Klosier
geschmückt. Droben aber an den schroffen
Hängen sast senkrechter Gebirgoemassen lleben
lleine Dörschen, überragt von dem spilzen Klrchturm,
der weit hinausschaut über die Vucht.
Eine Mischung von Ernst und verhaltenem Lächelr.
von Schallhaftigkeit und Melancholie,
von Troner und Frohsinn liegt über diesem Nalurwärcken,
ein Reichtum von Etimmungen, der
langsam, fast widerwillig in dig grauen Schleier
sich verlierl, die die [iueende. Nachl um die Felswände
breltet. Uno erst als das Dunkel alles
umhbllt, L#len lich die Degenlatze, oie diele
ßen
und
Rom, 1. Febr. In zwei Abruszenortschafte
ist es zu schweren Unruhen gekommen: beide On
schaften, die in der Gegend von Aauisa lie en
besinden sich seit langer Jeit in Streit. 5s5
nunn zu einem blutigen Kanpse zwischen v.
wohnern, und als die Polizei eingreifen wolln
um die Ruhe herzustellen, wurde sie von den beden
Parteien angegriffen. Sechs Gmegmr
und ein Polkzeikommissar wurden durch Nco
verschüsse und Messerstiche schwer verlett. 2
Polizei machte auch von der Wasse Gebrauch-àverletzte
fünf Bauern schwer. Die Er'esa
Aquila und Umgebung war so groß. daH Taz
pen dorthin entsandt werden mußten.
San Remo, 1. Febr. Der Grohlaufmar
Moriz Figall aus Leipzig und das junge Che
paar Longsilb-Wolff aus Stuttgart, die ine
nem hiesigen Hotel wohnten, machten gesr
einen Automobilausflug. Auf der Nössehe
wurde der Chausseur plötzlich angerunsen, 1
möge hallen. Figall slieg lotenblaß aus m
stürzte zur Erde. Das Chepaar ver'uckte
sliechen, es wurde jedoch von der Polizei ur
hastet. Es wurde festgestelit, daß digall r
Anto durch einen Schuß aus einem Brou##
getötet wurde. Nach den poligzeilichen Fein ste.
lungen ist Longsilb ein berüchligter intern:
tionaler Verbrecher, der erst 23 Jahre allt in ur
aus Santa Nosa in Californien stammt. 8
Frau soll aus einer angesehenen Familie
Stuttgart stammen und aus dem ellerlic
Hause ratslohen sein.
Paris . Febr. Die Kolainsucht hat ri
der zwei Syi gesordert. Die sunge S inaeri
Boulanger in Reims, die unter dem Namen Vv.
nnsette austrat, hatte sich mit ihbrem Freuh).
dem Sohne einer der reichsten Kamilien i
Reims, in ihr JZimmer zurückgez#ogen, um de
Kolaingenusse zu irohz: isen. Wie es scheint. brsie
ein zu grosses Quantum genommen; dir
die Sängerin wurde gestern tot aufgesunen
lluch der junge Mam liegt im Sterben.
London, 1. Tebr. Der Hamburger Vie
maßeer. „Hera“, der mit einer Nitratladung or
Pisagua lam, lies in der Nacht von Samste
auf Sonnltag bei Port Scathe (Cornwall) ei#s
Felsen an. 19 Personen sind ertrunken. E-Boot
wurde ins Wasser gelassen und s n ei
38 Mann gelang es, das fsinlende Schuf wiek
zu erreichen. Sie llammersen sich eine Jei ila
an der Marsstange sest. Drei wurden ven ein
ungehenren Welle binwengel chwemmt., dir i#-übrigen
wurden durch ein Nktungrboyt vr
Falmouth gerettet.
Newyork. 1. Febr. In der Pianefon
sabrik von Walther ereigneten sich zwei füre
bare Explosionen. welche das gauze Koh#n
ctablissement in Vrond sehten. Dir sich iemt
weiter ansbreitenden Feueraarben erhriifrt n i«'
fiirchslsarek»a)iieliiq.iiiniichdiider niqeaeiiiilicrlieqendeii(i)elinii«esiii3«11riis.
CiievderlsebandeunreinMaloiiii.iis:1
in welchem sich entietzliche Szenenbsiel
Bei dem Fluchtversuch der Mädchen wurden d
getötet und iele verwundel. Auch eine akes
Anzahl von Pferden find ein Opfer der ler
men geworden. Die Ursfach der Brandes #—
der Explosionen is. noch nicht seuugestellml. 4%
Schaden joll eine halbe Million Doilar##
tragen.
Rio de Janeiro: 1. Febr. In einzelr
Teilen Sudamerilas ist an der . ci:
grofse Sturmflut eingetreten, die große tẽ
den an Gut und Menschenleben verurfackt ber
Nachrichten aus Bahia melden, daß die Kürtstriche
Pernambuco, Catarina und Bahia gur
eine schwere Sturmflut heimgesucht wurden. 2
teu. A.
relne Meldungen sprechen von 2000 Toten.
Städte Cann, Cirasi, San Felir, Cacaora, J
buna und Eaces stehen unter Wasser. Die Haup.
siadt Bahia ist rensaus chwer! mit Igenomme
La- oschaft so vuerlodeno gestalten, in ein mindes
schlafsucke: ides Atmen.
Im Frühĩonnenschein wandern wie dutch
reinlich en Gassen von Cattaro, wo der romisn
Uhrturm und das alte Portal, auf dem de
venclianische Löwe unter dem österreiliche
Doppekadler sitzt, lebhafles Interesse ctregen
Droben an der Felswand kletterl der Blichbi in: i
lilerdieMeinencerpenliiienderen-UreiilzeiiLcindiimgeinnasNeichlwNil-ts-
Geduld so lange versucht, Europas Frieden ⅛
lange gesährdet hat. Der hohe Verg, auf des
sen Gipfel noch immer ein weiso Sc neeläp#t
chen ruht, ist der montenegrinische Sazenbelz
Leucen. In ihm wohnt nach des Volkes Meinunz
einer der Natihnalheloe n von Montenegro. Iwr
Cernojevic. Gleich dem Barbarossa der deulichen
Sahe soll er hier in einer Vergeshöhl: schtosen
um einst in der Stunde zu erwachen, wenn pi
ATürken aus Europa verjagt werden.
Dunlelglühend sinkt der Sonnenball in ti
samtene Flul. Es ist, alo mühte ein Jicher
duich die Slille gehen. Langsam ziebt e
„Schleswig“ ihre Bahn, hinaus zum Me#c#
Korsu entgegen. Und mährend uns die boch
ragenden Berge des vielumstrittenen Albanienin
die Nacht hinein das Geleil geben, denl
wir freudig zurück an das Land, in dem uns so.
chöne Tage beschert waren, an dieses La#ot
in dem so viel von dem innigen Teienh
den, von der warmen Naturbeseelung in un
zum Leben erwach!, die Böcklin in seinen 9
malten Dichtungen festgehalten hat.
¶Mortseung tolgt.
– —
[–G