Full text: Bismarck Die gesammelten Werke. Band 6b. (6b)

30 Takstisch verfehlte. Außerungen Rosenbergs in. Gestungsmaterial-Frage. 
Ich darf annehmen, daß diese Worte in dem Sespräche nicht den absoluten Sinn gehabt 
haben, den sie in dem Berichte zu geben scheinen, daß sie vielmehr eingeschränkt und näher 
bestimmt gewesen sind durch den Hauptgedanken, den Ew. pp. bei jener Gelegenheit zu ent- 
wickeln bemüht gewesen sind, daß also Cw. pp. Meinung gewesen ist, es sei uns nur im Unter- 
esse Süddeutschlands und der Berbesserung seines Berteidigungssystems um die Fortdauer 
des gemeinschaftlichen Cigentums zu tun. 
Aber auch wenn Ew. pp. diesen an sich richtigen Gedanken haben ausdrücken wollen und 
Herr von Varnbüler keine Gelegenheit gehabt hat, Sie mißzuverstehen, stimmt der gewählte 
Ausdruck „Wert legen“ nicht ganz zu dem Tone kühler Gleichgültigkeit, in dem wir uns zu 
dem Ergebnis der Verhandlungen m halten haben. Wir würden auf definitive Theilung 
des Materials, wenn Süddeutschland sie vorzieht, ebenso viel „Werth legen“ ulnd] uns nur 
eine ungleiche Behandlung nicht gefallen lassen, wie Herr von Barnbüler sie in Beibehaltung 
des Eigenthums mit einseitiger süddeutscher Beaufsichtigung vorschlug". Ew. pp. werden diesen 
meinem Erlaß Nr. 7 vom F. d. M. entsprechenden Con am sichersten treffen, wenn Sie sich 
das Siel gegenwärtig halten, daß Herr von Varnbüler nicht den Eindruck haben darf, als ob 
irgend etwas, was Süddeutschland uns gewähren oder versagen kann, Wert für uns habe. 
Ew. pp. wollen gefälligst diesem Siele entsprechend, so weit es mit der Höflichkeit verträg- 
lich ist, Shre Außerungen bemessen, wo öhnen eine entgegengesetzte Auffassung begegnet. 
*1350. Telegramm an den Generalkonsul in Bukarest 
Grafen von Kegserling-Mautenburg. 
[Cigenbändiges Konzepti 
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Antwlort auf Ar. 9 Berlin, den 21. AMlärz 1869. 
Die Vachricht klingt nicht glaublich ulnd) würde ihr Werth nur bei Kenntniß der Quelle, 
aus welcher Sleine] Hlobeit] geschöpft hat, sich bestimmen lassen. Wenn Sie von Pepoli- 
kommt, so wird sie dadurch noch unwahrscheinlicher. 
1351. Erlaß an den Botschafter in London Grafen von Bernstorff. 
[Konzept von der Hand des Vortragenden Rats Abeken.k 
Am 19. März war in Berlin ein Bernstorffscher Bericht vom 17. eingelaufen, der von 
neuem Seugnis von einer NReigung des Botschafters ablegte, den englischen Staatsmännern 
mit Fragen nach ihrer Stellungnahme in dem belgisch-franzölischen Eisenbahnkonflikt Uyusetzen. 
Vach dem Bericht wäre Lord Clarendon auch ziemlich weit mit der Sprache aus sich heraus- 
gegangen. Von einer Enlschlellendei., nötigenfalls gegen Aa#poleon in die Schranken zu treten, 
liehen die Ausführungen des Staats sekretors freilich nichts erkennen. Offen gestand er ein, 
; *— Sat eigenhöndiger JZusat Biemarcks. 
Siehe 
1350. 4 Stal andter Wien 
1% 43. nn d Dermert von der Hand Biêmarcks: „Vlonk] Sleinelr Mlajestät] gle- 
igt