Erster Konflikt Blamarcks mit Moltke. Verwendung für Papfst? 491
Einrichtung des okkupierten Gebietes eine Aessortderwirrung kaum ausbleiben. Ju dem ersten
Berwürsis wischen Bismarcke und dem Generalstabe ist es am 11. September in Reims
* ommen. Den Anlaß bot das ungeschickte Au ein des Chefs der Seldpolizei Dr. Stieber,
er sich in einer öffentlichen ——7 iehe deren E#t in den „Denkwürdigkeiten des
Geb. Aegierungsrats Dr. Stieber“, erbach, S. 270 f.) daenit brüstete, daß ihm von
Bismarck die FSunktionen des Präfekten in Reims u Sn worden seien. Da nun aber
Stieber in seiner Eigenschaft als Chef der Seldpolizei dem Generalstabe unterstan. jo d
dieser an der Heranflehung Stiebers zu anderen Junktionen Anstoß nehmen. kam darüber
mu Ausejnandersetzungen wischen Bismarck und dem Generalquartiermeister o. nmßdKrzee die
eine rehe Schärfe ungenomwen zu haben 4 einen. Bgl. dazu: Denwürdiseiten. Waldersees,
. H. Meisner, 1, ↄ5, und Denkwürdigkeiten A. v. Stoschr. 5 .196. Moltke bemübte sich,
den Konflikt durch ein — leider nicht erbaltenes Schreiben on Bismarck vom 11. September,
das den Sachverhalt Klarzustellen suchte, auszugleichen; jedoch klingt aus Bismarckes Antwort-
schreiben vom 12. noch eine tiefe Verstimmung Burch. Bgl. auch Bismarchs bittere Klagen
wegen der wungleublichen g5 W59 und Eiellort Eifer ucht der Militärs, namentlich im General-
lo e, dem Dost- und Telegrap und Etappenwesen“ im Bur ie|e an seine Gattin vom
Heptemper. die sich * i auf dtelen Vorfall beziehenDahknarckcdazunetgtetn
andere Ressor s binüberzugreifen. bat ? wie derborlt auch Abeken eceheuie ogl. seine schöne
Auherung Hert 8. September 1870: „Es ist ung Ggualich, woran Bismarck alles denkt, und wenn
er manchmal wirklich unnötige Arbeit macht, so hat man doch im ganzen das Gefübl, daß es
ein grohes Slück ist, daß er sich so um alles kümmert, weil viel Aotwendiges unterbleiben
würde, wenn ern nicht für Zehne innerhalb und auch aubenhoo leines eigentlichen Rejsorts dächte
und handelte.“ H. — Ein schlichtes Leben, S. 4
NReims, den 12. September 1870.
Curer Cxzellenz beehre ich mich die Anlage des. gefälligen Schreibens vom geftrigen
Tage, welches mir soeben vorgelegt wird, mit dem ergebensten Bemerken mu remittieren, daß
ich eine Verantwortung für den Indalt hiesiger Blätter nicht zu übernehmen vermag", und
daß ich mu dem Sebeimen Aegierungsrat Dr. Stieber nicht in amtlichen Bejiehungen stehe
und daber ganz ergebenst anheimstelle, die für denselben bestimmten Belehrungen ihm
gefälligst direkt zugehen lassen zu wollen.
Ich habe bisher dem pp. Stieber, wenn er mich um Nath gefragt hat, golchen nicht
vorenthalten ulnd] überhaupt für die Verwal t des bisher betretnen feind-
lichen Gebietes meine sachverständige Witwirkung nicht varsagt so oft ich darum angegangen
worden bin.
Mein sonstiger Wirkungskreis macht mir aber diese Vetheiligung an Geschäften, welche
Sw. pp. für die Stappen-Verwaltung in Anspruch nehmen, nicht um Bedürfniß, ulnd!)
werde ich mich derselben nach Empfang des heutigen geflälligen) Schreibens gern ulndl
unbedingt enthalten".
*12798. Telegramm an das Auswärtige Amt.
(Konzept von der Hand des Vortragenden Aats Abeken.)]
· Wie Staatssekretär v. Thile am 9. Se r— Bismarck mitteilte, batte der Geur! e
Gesandte Freiberr v. PDerglas ihm das folgende Telegramm Graf Braus vorgelegt:
der päpftliche Runtius gegen Einrücken italienischer Tru erwendung behe "en
österreich aber sich passiv verbött, zwünsschen. wir preuhische — z# kennen, insbesondere,
ob in Sloren; Vorstellungen erfolgen.
Neims, den 12. September 1870.
Antwort auf Telegramm 120.
Einwirkung auf italienische Angelegenbeiten bei gleichzeitigem. * in Grankreich ifst
an sich für uns schwierig und gegenüber den letzten österreichisch ischen Intrigen
1 D Verantworkung ...“ eigenbändiger Einschub Bismarcks.
2 dir brte Nahensag 2655 4ch, de n Vl. nota oenbã oer Eialchn ismarccs